Kalte Fernwärme aus dem Abwasser: Im urbanen Raum gibt es unterschätzte Energiequellen

Eine umweltgerechte und wirtschaftliche Wärmeversorgung städtischer Quartiere steht bei Stadtplanern, Architekten und Bauherren hoch im Kurs. Erneuerbare Energien und die Energieeffizienz sind zunehmend wichtige Stellschrauben für eine erfolgreiche Projektentwicklung. Damit rücken auch weniger beachtete, alternative Energiequellen verstärkt in den Blickpunkt – wie die Nutzung industrieller und kommunaler Abwärme. Dieses Potential ist in Deutschland nicht zu unterschätzen.

Foto: Stadt Oldenburg(12.09.2017) Wer urbane Räume zukunftsfähig entwickeln will, muss nicht nur die hohen Ansprüche der Nutzer an Klimaschutz und Nachhaltigkeit erfüllen, sondern auch eine langfristig preiswerte Energieversorgung bieten und gesetzliche Auflagen erfüllen. Zu ihnen gehören die Vorgaben aus dem Erneuerbare-Energien-Wärmegesetzes (EEWärmeG), wie auch die der Energieeinsparverordnung (EnEV). Eine komplexe Situation, in der erneuerbare Energien und die Energieeffizienz wichtige Stellschrauben für eine erfolgreiche Projektentwicklung darstellen. Damit rücken auch bislang weniger beachtete, alternative Energiequellen, wie industrielle und kommunale Abwärme verstärkt ins Zentrum des Interesses.
Industrielle und kommunale Abwärme können zur Energieversorgung genutzt werden. Ihr Potential als Energiequelle ist bedeutend: Der größte Teil der eingesetzten Energie – der Primärenergieverbrauch der Bundesrepublik Deutschland liegt bei über 13.000 PJ – wird letztlich zu Wärme umgewandelt und dann ohne weitere Nutzung an die Umgebung abgegeben. Die so genannte Abwärme, die bei Industrieprozessen entsteht, geht damit verloren...

Unternehmen, Behörden + Verbände: Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena; Berlin), KFW Bankengruppe, Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi), Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e.V. (DWA), IKEA Deutschland, Berliner Wasserbetriebe, Institut für Rohrleitungsbau an der Fachhochschule Oldenburg e. V. (iro), Oldenburgisch-Ostfriesischen Wasserverbandes (OOWV)
Autorenhinweis: Armin Kühn und Jens Jäger (dena)
Foto: Stadt Oldenburg



Copyright: © Deutscher Fachverlag (DFV)
Quelle: Nr. 4 - September 2017 (September 2017)
Seiten: 4
Preis inkl. MwSt.: € 4,00
Autor: Armin Kühn
Jens Jäger

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