Erweiterte Ökobilanz Klärschlammverwertung Anforderungen an die Praxis

Im Rahmen einer Aktualisierung der Arbeiten des MUNLV zum Thema Klärschlamm wurden auch die früheren ökobilanziellen Untersuchungen ergänzt und neu bearbeitet.

Diese aktuelle Arbeit bestätigt die grundsätzliche Richtung der ersten Ökobilanz, bezieht aber auch weitere Alternativen ein. So wurde der Kreis der Mitverbrennungsoptionen um Zementwerke ergänzt, die sich im Ergebnis vergleichbar mit den Kraftwerken darstellen. Bezüglich der Vorbehandlungsverfahren zeigt sich eine Solartrocknung vor einer Verbrennung als deutliche Verbesserung der Energiebilanz. Grundsätzlich günstig bewertet wird auch das Schilfbeetverfahren. Erstmals bewertet wurden außerdem zwei Ansätze zur P-Rückgewinnung:
1. ein Verfahren zur Schlammbehandlung, das weniger Energieaufwand, dafür aber eine geringe PAusbringung hat,
2. ein Verfahren zur Aschebehandlung (nach Monoverbrennung) mit hohem Aufwand, dafür aber hoher P-Ausbringung. Beide Ansätze führen zur Schonung von P-Ressourcen und sind gleichzeitig mit minimalen Schadstoffeinträgen in den Böden verbunden.



Copyright: © Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH
Quelle: 18. Kasseler Abfallforum-2006 (Mai 2006)
Seiten: 18
Preis inkl. MwSt.: € 9,00
Autor: Dipl.-Biol. Horst Fehrenbach

Artikel weiterleiten In den Warenkorb legen Artikel kommentieren


Diese Fachartikel könnten Sie auch interessieren:

Ersatz für fossile Brennstoffe: Am Standort Karlsruhe begann die Verwertung von Bau- und Gewerbeabfall
© Deutscher Fachverlag (DFV) (10/2017)
Im Karlsruher Rheinhafen ging im Frühjahr eine Anlage in Betrieb, die nach der neuen Gewerbeabfallverordnung jedes Jahr rund 33.000 Tonnen Ersatzbrennstoffe aus gemischten Bau- und Gewerbeabfällen gewinnt. Mittels moderner Schneide- und Sortiertechnik wird eine Körnung der Sekundär-Energieträger von weniger als 80 Millimeter erreicht – in nur einer Zerkleinerungsstufe.

Modelling of Solid Recovered Fuel (SRF) Properties Based on Material Composition – Chloride Quality
© TK Verlag - Fachverlag für Kreislaufwirtschaft (9/2016)
Producing solid recovered fuels (SRF) is a well-established route for recovering energy resources from municipal solid waste (household and/or commercial). Chloride content critically impacts the quality of SRF. It directly influences operation of thermal processes, having deleterious effects through the high temperature corrosion of the boilers and through demands placed on the flue gas treatment (FGT) system, which could impact emissions control. Whereas design and specification of process plant can mitigate the technical issues associated with the presence of chloride experienced during thermal treatment, processing such fuels is associated with increased capital, operating and maintenance costs. This, at best, restricts the uptake/use of SRF or increases the cost of its treatment towards achieving a reduced chloride content.

Alternative Rohstoffe in der Zementindustrie
© IWARU, FH Münster (2/2015)
Im Jahr 2013 wurden gut 62 % des gesamten Brennstoffenergiebedarfs der deutschen Zementindustrie durch den Einsatz geeigneter Abfälle substituiert. Dadurch konnten bundesweit mehr als 1.900.000 Tonnen Steinkohleeinheiten an Primärenergie eingespart werden.

Las fábricas de cemento, una alternativa eficaz y fiable para la gestión de los residuos
© Editorial OMNIMEDIA S.L. (6/2013)
El sector cementero es un ejemplo ilustrativo de cómo una adecuada gestión de los residuos puede redundar en notables disminuciones de gases de efecto invernadero, mediante la sustitución de una parte de los combustibles fósiles empleados por combustibles obtenidos a partir de residuos que no se pueden reutilizar ni reciclar.

Was lange währt, wird Kompromiß
© Rhombos Verlag (12/2012)
Die EU hat verbindliche BVT-Schlussfolgerungen für die Herstellung von Zement-, Kalk- und Magnesiumoxid erstellt

Name:

Passwort:

 Angemeldet bleiben

Passwort vergessen?