Netz- und Schadenstatistik Wasser - Ergebnisse aus den Jahren 2010 bis 2012

Die hier vorliegenden Auswertungen führten die Autoren in Absprache mit dem DVGW-Projektkreis „W 402“ im DVGW-Technischen Komitee „Wassertransport und -verteilung“ durch. Grundlage sind Daten aus den Berichtsjahren 2010 bis 2012. Der DVGW hat bislang drei Auswertungen der DVGW-Schadenstatistik für die Jahre 1997 bis 1999, 1997 bis 2004 und 2006 bis 2009 veröffentlicht.

Die Netz- und Schadenstatistik nach DVGW-Arbeitsblatt W 402 ist ein wichtiger Baustein, um den Zustand von Wasserverteilungsanlagen objektiv beurteilen und nachvollziehbare Entscheidungen zur Instandhaltung treffen zu können. Vollständige und plausible Daten entsprechend dem DVGW-Arbeitsblatt W 402 sind dafür notwendig.

Die Auswertungen der gemeldeten Daten der Jahre 2010 bis 2012 zeichnen ein gutes Bild der Zustände der Wassernetze in Deutschland. Sie belegen, dass die Schadensraten im Bundesdurchschnitt auf einem niedrigen bis unteren mittleren Niveau liegen, es jedoch deutliche Unterschiede zwischen den einzelnen Bundesländern gibt. Der positive Trend der letzten Schadenstatistiken mit dem Rückgang der Schadensraten setzt sich fort. Darüber hinaus konnte die Rate an plausiblen Daten weiterhin gesteigert werden.

Durch die vereinfachte Datenabfrage, die schnellere und übersichtliche Bereitstellung der Auswertungen und die Ableitung aussagekräftiger Kennzahlen erhofft sich der DVGW eine Steigerung der Teilnahme an der Netzund Schadenstatistik und einen deutlichen Mehrwert für die Wasserversorgungsunternehmen.



Copyright: © wvgw Wirtschafts- und Verlagsgesellschaft Gas und Wasser mbH
Quelle: Heft 07/08 - 2014 (Juli 2014)
Seiten: 8
Preis inkl. MwSt.: € 4,00
Autor: Verm.-Ass. Dipl.-Ing. Frank Dietzsch
Dr.-Ing. Günter Walther

Artikel weiterleiten In den Warenkorb legen Artikel kommentieren


Diese Fachartikel könnten Sie auch interessieren:

Schachtsanierung: Das neue RSV-Merkblatt 6.2
© wvgw Wirtschafts- und Verlagsgesellschaft Gas und Wasser mbH (10/2012)
Es gibt rund 10 Millionen Schachtbauwerke in Deutschland. Sie sind damit ein wesentlicher Bestanteil bei der Errichtung und der Nutzung von Abwasserleitungen und -kanälen. Entgegen ihrer Bedeutung werden Schachtbauwerke bei Sanierungsarbeiten an den Kanalnetzen eher stiefmütterlich behandelt. Die meisten Verfahren sind hinlänglich bekannt. Werden sie aber auch richtig eingesetzt? Eine kurze Übersicht mit ausgewählten Verfahren soll hier zum besseren Verständnis beitragen.

Kennzahl zur Bewertung der Nachhaltigkeit der Rehabilitation von Trinkwasserrohrnetzen
© wvgw Wirtschafts- und Verlagsgesellschaft Gas und Wasser mbH (10/2010)
Ohne Kenntnis der unternehmensspezifischen Versorgungsqualität kann weder aus der mittelfristigen, der aktuellen noch aus der Kombination beider Rehabilitationsraten eine Bewertung der Nachhaltigkeit einer Rehabilitationsstrategie getroffen werden. Daran kranken auch die gegenwärtigen Benchmarking-Projekte in der Wasserversorgung. Auf Basis der Anforderungen des DVGW-Regelwerkes für eine gute Versorgungsqualität mit niedrigen Schadensraten und geringen Wasserverlusten wird eine Nachhaltigkeitskennzahl entwickelt, mit der eine belastbare Aussage zur nachhaltigen Sicherung der Substanz der Wasserverteilungsanlagen und auch der Versorgungsqualität getroffen werden kann.

Erprobung mobiler Wasseraufbereitungscontainer in Brasilien
© wvgw Wirtschafts- und Verlagsgesellschaft Gas und Wasser mbH (8/2010)
Das gehäufte Auftreten von Katastrophen, die Versorgung peripherer Siedlungsgebiete und die angestrebte Erfüllung der UN Millennium Development Goals bedingen ein Abrücken von zentralen Wasseraufbereitungssystemen. Gemeinsam mit dem brasilianischen Versorger COPASA führt die Grünbeck Wasseraufbereitung GmbH mit wissenschaftlicher Unterstützung durch die Universität der Bundeswehr München ein Projekt zur dezentralen Trinkwasseraufbereitung in Brasilien durch.

Neue Standsicherheitsnachweise für 80 Jahre alte Wehrwalzen
© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (4/2010)
Im Rahmen der Vertieften Überprüfung seiner Stauseen hat der Ruhrverband neue Standsicherheitsnachweise für die Wehrwalzen am Hengstey- und Harkortsee erstellt. Die Neuberechnung erfolgte jeweils an einem 3-D-Modell mittels der Finite-Elemente-Methode. Gegenüber der ursprünglichen Balkenstatik konnte das tatsächliche Tragverhalten besser erfasst werden. So konnten auch Tragwerkselemente nachgewiesen werden, die seinerzeit rein konstruktiv dimensioniert worden waren.

Die probabilistische Modellierung zur Ermittlung der Versagenswahrscheinlichkeit von Staudämmen
© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (4/2010)
Talsperren sind Bauwerke, welche in Deutschland auf Grundlage strenger Bemessungsregeln unter Einbeziehung extremer Belastungsszenarien geplant und gebaut werden. Dennoch kann das Versagen nicht vollkommen ausgeschlossen werden. Die Quantifizierung von Versagenswahrscheinlichkeiten ist ein wichtiger Schritt, um Restrisiken objektiv analysieren und mindern zu können. Sie kann durch Einsatz eines neu entwickelten probabilistischen Modells gelingen.

Name:

Passwort:

 Angemeldet bleiben

Passwort vergessen?