„Nachhaltige Trinkwasserpreise für öffentlich-rechtliche Wasserversorgungsunternehmen“

Kommunale Wasserversorgungsunternehmen in Bayern sind im Vergleich zu anderen Bundesländern sehr dezentral und kleinräumig strukturiert. Entsprechend groß ist die Anzahl der Versorgungsunternehmen. Die Bandbreite reicht vom gemeindlichen Ein-Mann-Betrieb ohne erkennbare unternehmerische Strategie bis hin zum Stadtwerk mit perfekt ausgearbeitetem Vierjahresplan. Gerade kleinere Unternehmen weisen gemäß den Statistiken des Landesamts für Umwelt, den Umfrageergebnissen in Wasserwerksnachbarschaften und den Ergebnissen der Benchmark-Projekte oftmals Defizite in punkto Kostendeckung, Beschäftigung von Fachpersonal und Substanzerhalt auf.

Untersucht wurde in einer wirtschaftswissenschaftlichen Abschlussarbeit zum Bachelor of Arts in Zusammenarbeit mit den Stadtwerken Memmingen, welche Konsequenzen auf kommunale Wasserversorgungsunternehmen in Bayern zukommen, die aufgrund betrieblicher bzw. fachlicher Defizite ihre Preiskalkulation nicht aus den Erfordernissen einer nachhaltigen und somit auch wirtschaftlich effizienten Betriebsführung ableiten. Grund für die Untersuchung war die aktuelle Diskussion um die Rechtmäßigkeit der Preise für die öffentliche Trinkwasserversorgung. Auch von Bürgerseite wird der Ruf nach Aufklärung immer stärker, warum welcher Preis für welche Leistung zu bezahlen ist. Diese Situation sehen andere Gruppierungen als Chance für einen Pauschalangriff auf die natürliche Monopolstellung der öffentlich-rechtlich geführten kommunalen Wasserversorger.



Copyright: © Kommunal-Verlag GmbH
Quelle: Ausgabe 10-11_2010 (November 2010)
Seiten: 2
Preis inkl. MwSt.: € 0,00
Autor: Bachelor of Arts Thomas Junger

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