Die Kostenvergleichsrechnung dient in der Kanalsanierung als Grundlage für die Entscheidung zwischen Reparatur, Renovierung und Erneuerung. Bei ihrer Anwendung ist eine Reihe von Besonderheiten zu beachten. Dies betrifft zum Beispiel die Wahl der Nutzungsdauern, die Prognose der Zustandsentwicklung und die Berücksichtigung nachrangiger oder nicht sichtbarer Schäden.
Für die Abwägung und Unterscheidung von Alternativen hat sich in der Entwässerungsplanung die dynamische Kostenvergleichsrechnung (KVR) als Standardwerkzeug etabliert. So kann zum Beispiel die Entwässerung durch Pumpstation und Druckleitung mit einem Freispiegelkanal verglichen werden, indem die jährlichen Kosten für Energie, Wartung und Reparaturen sowie die erforderlichen Reinvestitionen insbesondere für die Maschinen- und Elektrotechnik berücksichtigt werden und entsprechend ihres Kostenzeitpunktes abgezinst in die Berechnung einfließen.
In der Kanalsanierung dient die KVR regelmäßig als Grundlage für die Entscheidung zwischen Reparatur, Renovierung und Erneuerung. Auf den ersten Blick erscheint dies einfach: In beiden Fällen sorgt hinterher ein intakter Kanal für die Abwasserableitung – insofern kann man zunächst Nutzengleichheit unterstellen. Die Projektkostenbarwerte für die Varianten werden unter Berücksichtigung der unterschiedlichen Nutzungsdauern berechnet und auf dieser Grundlage die wirtschaftlichste Variante ermittelt.
Bei genauerem Hinsehen zeigt sich jedoch eine ganze Reihe von Problemen bei der sachgerechten Anwendung der KVR. Diese sollen nachfolgend aufgezeigt und – soweit möglich – entsprechende Lösungsansätze vorgestellt werden.
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| Quelle: | Wasser und Abfall 09/2014 (September 2014) | |
| Seiten: | 4 | |
| Autor: | Dipl.-Ing. Michael Hippe | |
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Enormer Nachholbedarf - Kommunal-Investitionen stecken im Stau
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Deutschlands Kommunen haben in den nächsten zwölf Jahren mit über 700 Mrd. Euro einen mächtigen Berg an Investitionen vor sich. Neben Straßen und Schulen gehört die Abwasserbeseitigung zu den drei größten investiven Herausforderungen. Um sie zu bewältigen, sind strategisches Management und kreative Finanzierungsmodelle vonnöten.
Zur Machbarkeit eines Tunnels zur Hochwasserentlastung von der Ahr in den Rhein
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Das Juli-Hochwasser 2021 in Mitteleuropa verursachte in Deutschland Schäden von ca. 32,7 Mrd. € und es sind über 180 Menschen gestorben. Neben den zahlreichen Toten wurden Wohnhäuser und große Teile der Infrastruktur in den betroffenen Gebieten stark beschädigt oder sogar vollständig zerstört.
Wasserbauliches Versuchswesen im 21. Jahrhundert
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Das wasserbauliche Versuchswesen hat eine über hundertjährige Tradition und liefert nach wie vor einen wesentlichen Beitrag zur Beantwortung aktueller hydraulischer und morphologischer Fragestellungen. Während im 20. Jh. wasserbauliche Modellversuche oftmals die einzige Möglichkeit
waren, komplexe hydraulische Fragestellungen mit einer hinreichenden Prognosesicherheit zu beantworten, liegen im 21. Jh. oftmals die Schwerpunkte in den morphologischen Experimenten und in detaillierten Grundlagenuntersuchungen. Da die zu beantwortenden Fragestellungen immer
komplexer, die Naturdaten in ihrer Qualität und Quantität immer besser und die Anforderungen an die Genauigkeiten der Ergebnisse immer höher werden, sind Laborversuche unabdingbar, um weiterhin das Prozessverständnis zu verbessern. Die Erkenntnisse aus den wasserbaulichen Experimenten
dienen als Grundlagen für die Lösungsansätze numerischer Modelle und sind damit auch für deren Weiterentwicklung unabdingbar.
Bemessungsbeispiele von Tosbecken unterhalb von Treppenschussrinnen
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Treppenschussrinnen entstanden mit der Anwendung des Walzbetons im Talsperrenbau. Sie kommen heute auch vermehrt an den Felsflanken von Schüttdämmen zur Anwendung. Systematische Modellversuche im Rahmen eines Forschungsprojektes haben gezeigt, dass Tosbecken unterhalb von Treppenschussrinnen nicht mit den gleichen hydraulischen Ansätzen wie
jene nach glatten Schussrinnen dimensioniert werden sollten. Das Ziel dieses Artikels ist es, ein angepasstes Bemessungsverfahren für Tosbecken nach Treppenschussrinnen anhand von zwei Beispielen zu verdeutlichen sowie Unterschiede zu Tosbecken nach glatten Schussrinnen aufzuzeigen.
Sanierung von Schächten und Bauwerken in Entwässerungssystemen
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Die Sanierung von Schächten wurde in der Vergangenheit oftmals als Nebenprodukt zur Haltungssanierung betrieben. Die Praxis hat jedoch gezeigt, dass die Schächte und Schachtbauwerke oftmals in einem deutlich schlechteren Zustand sind, als die zugehörige Kanalleitung. Erst in der letzten Zeit hat hier ein Umdenken stattgefunden.