Im Rahmen der Modernisierung der Wasserwirtschaft in Deutschland werden derzeit u. a.unterschiedliche Konzepte zur Darstellung der ökonomischen Leistungsfähigkeit diskutiert (z. B. Branchenbild, Zwangs-Benchmarking, Naming and Shaming“).
Als Optionen für eine endproduktbezogene Darstellung der Dienstleistung Abwasserreinigung“ und den ökonomischen Vergleich unterschiedlicher Unternehmen bzw. Anlagen wurden acht Definitionen für eine mögliche Spitzenkennzahl sowie drei denkbare Skalierungsverfahren zur Bildung einer Rangfolge untersucht. Beim Vergleich der verschiedenen Ansätze wurden hinsichtlich der Abgrenzung der ökonomisch Besseren“ von den Schlechteren“ für relevante Teile des Untersuchungsfeldes sehr unterschiedliche, zum Teil sogar widersprüchliche Ergebnisse festgestellt. Die dargestellten Optionen für eine ökonomische Gesamtbewertung sollten deshalb als nur bedingt objektiv und belastbar angesehen werden. Interpretationen sollten zurückhaltend erfolgen.
| Copyright: | © Vulkan-Verlag GmbH | |
| Quelle: | GWF 06 / 2005 (Juni 2005) | |
| Seiten: | 8 | |
| Autor: | Dr.-Ing. Arno Bäumer | |
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Erfahrungen aus dem Benchmarking in der Wasserwirtschaft
© IWARU, FH Münster (5/2005)
In den letzten Jahren haben sich die Rahmenbedingungen der Wasserwirtschaft deutlich verändert. Neben der Qualität und der Sicherheit der Wasserver- und Abwasserentsorgung rücken immer mehr die Kosten- und Gebührenentwicklung sowie die Wirtschaftlichkeit von Maßnahmen und des Anlagenbetriebes in den Vordergrund. Gestiegene Anforderungen an die Siedlungswasserwirtschaft machen zudem erhebliche Aufwendungen für die qualitative und quantitative Verbesserung der Abwasserreinigung erforderlich. Gleiches wird für die Bereiche Abwasserableitung und Regenwasserbehandlung sowie Gewässerbewirtschaftung erwartet.
Benchmarking als betriebliches Controllinginstrument Kennzahlen und Benchmarking – Bedeutung für die betriebliche Steuerung
© IWARU, FH Münster (5/2005)
Wirtschaftlichkeitssteuerung ist verbunden mit der Suche nach Kostensenkungspotenzialen. Hierzu benötigen kommunale Abfallwirtschafts- und Städtereinigungsbetriebe Anregungsinformationen, d.h. Informationen darüber, in welchen Leistungsbereichen Möglichkeiten der Effizienzsteigerung bestehen. Private Unternehmen orientieren sich dazu im wesentlichen an der Preisentwicklung auf ihren Absatzmärkten. Diese Marktpreis- Informationen fehlen den kommunalen Betrieben naturgemäß.
Fortentwicklung bestehender Benchmarking-Projekte und Ausblick
© IWARU, FH Münster (5/2005)
Im Jahr 1998 startete das VKS-Projekt Kennzahlenvergleich und Optimierung der Prozessabläufe für kommunale Abfallentsorgungs- und Stadtreinigungsbetriebe“. Anlass waren ein erhöhter Kostendruck, eine zunehmende Konkurrenzsituation und die wachsende Forderung an eine auch unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten optimierte Leistungserbringung durch kommunale Betriebe. Ziel des Projektes war und ist es, den teilnehmenden Betrieben ein Instrument an die Hand zu geben, mit dessen Hilfe betriebliche Probleme aufgedeckt, Optimierungspotenziale ermittelt und Veränderungsprozesse effizient gestaltet werden können.
Zusammenfassung des Abschlussberichts: Effizienz und Qualitätsuntersuchung der kommunalen Wasserversorgung in Bayern
© Vulkan-Verlag GmbH (10/2003)
Prozessbenchmarking erschließt Wasserversorgungsunternehmen deutliches Verbesserungspotenzial durch das Lernen vom Klassenbesten
Benchmarking als Bestandteil der Modernisierungsstrategie in der Wasserversorgung
© Vulkan-Verlag GmbH (2/2003)
Kennzahlensysteme und Benchmarking spielen in der Wasserversorgung eine zunehmende Rolle, wie die rasch zunehmende Anzahl von Projekten in Deutschland zeigt.Der vorliegende Beitrag gibt einen grundlegenden Überblick über das Thema und wichtige Projekte in Deutschland.