Mobile Baggergut-Entwässerung mit geotextilen Schläuchen

Im niedersächsischen Verden an der Aller wurde das erste großmaßstäbliche Pilotprojekt mit der Entwässerung von Baggergut mit geotextilen Schläuchen durchgeführt und wissenschaftlich begleitet. Dabei kam erstmals die Kombination dreier innovativer und mobiler Technologien zum Einsatz.

Der Sportboothafen Höltenwerder an der Verdener Aller war im Sommer 2009 so stark verschlammt, dass kaum ein Boot mehr anlegen konnte. Eine landseitige Verwertung der Baggerschlämme sollte erfolgen, um die feinkörnigen und zum Teil kontaminierten Sedimente nicht in der Aller umlagern zu müssen [1]. Um Transportkosten zu sparen und die geforderten bodenphysikalischen Eigenschaften zu gewährleisten, kommt für landseitige Verwertungswege meistens nur eine in-situ-Entwässerung des Baggerguts in Frage. Die technologische Entwässerung mit Kammerfilter- oder Siebbandpressen ist aber kostenintensiv. Eine Spülfeldlösung hingegen würde angrenzende Flächen auf Grund der langen Entwässerungszeiten dauerhaft beanspruchen. Daher wurde ein großmaßstäblicher Pilotversuch mit einem innovativen Entwässerungsverfahren durchgeführt.



Copyright: © Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH
Quelle: Wasser und Abfall 03/2011 (März 2011)
Seiten: 5
Preis inkl. MwSt.: € 10,90
Autor: Dr.-Ing. Stefan Cantré
Hilmar Schulz

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