Acesulfam – ein universeller Tracer?

Acesulfam, ein künstlicher Süßstoff, wird in den meisten Binnengewässern in so hohen Konzentrationen gefunden, dass eine Verwendung dieser Substanz als Markierstoff für den Einfluss von Oberflächenwasser auf Uferfiltrat und Grundwasser naheliegt. Laborversuche und Feldstudien an Uferfiltratstrecken zeigten die Möglichkeiten und Grenzen der praktischen Anwendbarkeit von Acesulfam als Tracer auf.

Acesulfam, ein künstlicher Süßstoff, wurde in Konzentrationen bis zu 10 μg/l in Oberflächenwasser nachgewiesen, wobei die Konzentrationen in großen Flüssen wie dem Rhein etwas niedriger sind. In die Vorfluter gelangt es vor allem mit dem häuslichen Abwasser über die Kläranlagen. Acesulfam hatte sich in einigen Studien im aeroben Milieu als sehr stabil erwiesen und auch geringe Konzentrationen bis 10 ng/l können analytisch problemlos nachgewiesen werden. Deshalb wird Acesulfam als mögliche Substanz diskutiert, um den Einfluss von Oberflächenwasser in Uferfiltraten zu quantifizieren. Gegenüber bisher verwendeten Markierstoffen besitzt Acesulfam Vorteile, da es als Lebensmittelzusatzstoff verwendet wird und in geringen Konzentrationen für Trinkwasserkonsumenten weder visuell noch sensorisch wahrnehmbar ist.



Copyright: © wvgw Wirtschafts- und Verlagsgesellschaft Gas und Wasser mbH
Quelle: Heft 07/08 - 2015 (Juli 2015)
Seiten: 4
Preis: € 4,00
Autor: Dr. Florian Rüdiger Storck
Prof. Dr. Heinz-Jürgen Brauch
Dipl.-Geol. Christian Skark
Frank Remmler
Dipl.-Ing. Ninette Zullei-Seibert

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