Herausforderungen in der Wasserwirtschaft bedürfen innovativer Lösungen

Wasser ist ein besonderes Gut. Es dient Menschen, Tieren und Pflanzen als Lebensgrundlage und ist nicht substituierbar. Obwohl Deutschland ein wasserreiches Land ist, ist die Wasserversorgung mit einer Reihe von Herausforderungen konfrontiert. So wird es aufgrund des Klimawandels in Zukunft häufiger regional und saisonal zu Wasserknappheiten kommen, die Nutzungskonflikte unter und zwischen privaten, gewerblichen und landwirtschaftlichen Verbrauchern befördern.

Auch Deutschland wird künftig regional und saisonal häufiger mit Wasserknappheiten konfrontiert sein. Zunehmend sind daher Nutzungskonflikte zwischen verschiedenen Verbrauchern zu erwarten, die jedoch über Innovationen abgemildert werden können. Größere Versorgungseinheiten sowie eine rationale Wasserbewirtschaftung schaffen zudem Anreize, innovative Lösungen zu generieren und zu nutzen. Um die Praktikabilität solcher Lösungen zu testen und die Adoptionswilligkeit in der Wasserwirtschaft zu erhöhen, sollten verstärkt Reallabore zum Einsatz kommen.



Copyright: © Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH
Quelle: Wasserwirtschaft Heft 05 (Mai 2025)
Seiten: 2
Autor: Prof. Dr. Uwe Cantner
Prof. Dr. Dr. h.c. Friederike Welter
Dr. Siegrun Brink
Lukas Dreier
Dr. Markus Rieger-Fels

Die Bibliothek und die Kaufoptionen sind umgezogen zu https://library.wasteculture.com

Bereits erworbene Artikel können weiterhin über myASK abgerufen werden.


Diese Fachartikel könnten Sie auch interessieren:

Wasserkraftnutzung und EG-Wasserrahmenrichtlinie
© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (6/2022)
Immer mächtiger werden die Forderungen verschiedener Kreise, die Wasserkraftnutzung zu beschränken oder nur noch bei Erfüllen massiver gewässerökologischer Maßnahmen zuzulassen. Was macht das Sinn, wenn das Medium Wasser durch Schmutzstoffe und hier besonders Spurenstoffe schon so „verseucht“ ist, dass Gewässerorganismen sich unterhalb üblicher Kläranlagen gar nicht mehr selbst reproduzieren können?

Kolkexperimente an Brückenpfeilern unter Sedimenttransportbedingungen mit Polystyrolgranulat
© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (5/2021)
Brückenzerstörungen durch Auskolkungen erfolgen bei hohen Strömungsintensitäten, die im Wasserbaulabor nur schwierig nachzubilden sind. In einer hydraulischen Versuchsrinne mit Sedimentrückführung wurden physikalische Modellversuche zur Kolkbildung an Brückenpfeilern unter Klarwasserbedingungen, bei Geschiebetransport und Suspensionstransport durchgeführt. Als Sediment wurde das Kunststoffgranulat Polystyrol verwendet. Die Fließgeschwindigkeiten betrugen das 0,8- bis 8,5-fache der kritischen Geschwindigkeit des Sohlenmaterials. Die maximale Kolktiefe wurde kontinuierlich mit einer endoskopischen Kamera aus dem Inneren eines kreisrunden Plexiglaszylinders gemessen.

Der geodätische Beitrag zur Karsthöhlenbewirtschaftung
© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (9/2009)
Im Rahmen BMBF-geförderter Verbundaktivitäten der Universität Karlsruhe (TH) zur Bewirtschaftung unterirdischer Karstfließgewässer auf Java mussten geometrische Grundlagen durch geodätische Arbeiten geschaffen werden. Dazu zählen 3-D-Höhlenvermessungen zur Planung, die Bohrstellen- und Bauachsabsteckungen, die Festlegung eines GPS-Referenzsystems, die Einmessung des Wasserverteilungsnetzes und technischer Einrichtungen, der Aufbau und die Verwaltung eines Geoinformationssystems (GIS) sowie Spezialvermessungen (Staumauerüberwachung, Steuerung einer Vertikalbohrmaschine). Die Randbedingungen in der Zielregion stellten hierbei eine besondere Herausforderung dar und erforderten den Einsatz innovativer Methoden.

Die schwerwiegenden Folgen von Krieg und Umweltzerstörung für die öffentliche Trinkwasserversorgung der Stadt Pokrovsk in der Ukraine
© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (11/2025)
Im Osten der Ukraine, vor allem in der von Krieg geprägten Region rund um die Stadt Pokrovsk, ist die Situation der öffentlichen Trinkwasserversorgung kritisch. Die bereits langanhaltenden militärischen Auseinandersetzungen verbunden mit industriellen Altlasten und mangelnder Wasserinfrastruktur verschärfen die Lage erheblich. Dieser Beitrag macht auf die Trinkwassersituation in der Region Pokrovsk, die als kennzeichnendes Beispiel für die Wasserproblematik in den ukrainischen Kriegsgebieten dienen soll, aufmerksam.

Die Nullspannungstemperatur in Gewichtsstaumauern
© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (6/2025)
Die Nullspannungstemperatur in Gewichtsstaumauern ist ein kritischer Faktor für deren Standsicherheit und Dauerhaftigkeit. Der Beitrag untersucht die temperaturinduzierten Spannungen, die durch den Hydratationsprozess des Betons während des Bauprozesses entstehen.

Name:

Passwort:

 Angemeldet bleiben

Passwort vergessen?