Neu-Entstehung von Uferabbrüchen durch die natürliche Gewässerdynamik an der mittleren Ruhr

Die Verbesserung der Gewässerstruktur an Flüssen und ihren Auen ist neben der Güte eine wesentliche Voraussetzung zum Erreichen der Ziele der Wasserrahmenrichtlinie. Dort, wo eine natürliche Gewässerdynamik zugelassen wird oder werden kann, können auch Hochwasserereignisse unterstützend wirken. Die zeitliche Entwicklung wird an einem Beispiel dargestellt.

In den letzten 25 Jahren erweiterte die Ruhr in einem Bereich bei Haus Füchten zunehmend ihren Gewässerraum bis in die landwirtschaftlich genutzte Aue hinein. Auf einer Länge von 150 m hat sich so die Gewässerbreite durch dynamische Fließprozesse verdoppelt. Es kam zur Verlagerung des Hauptstromes in Grünlandflächen hinein. Im Weiteren wird die Abhängigkeit einer Flächenzunahme der Abbrüche von Hochwasserereignissen dargestellt.

Untersuchungsgebiet
Das Untersuchungsgebiet liegt auf etwa 145 m Höhe im Gebiet der Gemeinde Ense, Kreis Soest. Es gehört zum Teileinzugsgebiet der mittleren Ruhr nach dem Zusammenfluss mit der Möhne wenige Kilometer oberhalb, bei Arnsberg-Neheim (Bild 1). Die Lauflänge der Ruhr beträgt in diesem Abschnitt 58 km bei einem mittleren Gefälle von 1,38 Promille. Die Ruhr entspringt auf 679 m Höhe über dem Meeresspiegel bei Winterberg im Hochsauerland und mündet bei Duisburg-Ruhrort auf einer Höhe von 20 m rechtsseitig in den Rhein.



Copyright: © Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH
Quelle: Wasser und Abfall 11 (November 2021)
Seiten: 6
Preis inkl. MwSt.: € 10,90
Autor: Jörg Drewenskus

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