Neue Chancen für die kleine und mittelgroße Wasserkraft

Die Wasserkraft ist als ältester bekannter Energieträger unter Berücksichtigung von Wirkungsgrad, Erntefaktor, Nutzungszeit sowie ökologischer Anforderungen und Denkmalschutzaspekten - auch im Vergleich zu anderen erneuerbaren Energieträgern - ein wichtiger Bestandteil in unserem Energiemix. Sie trägt zu einer sauberen dezentralen grundlastfähigen und auf heimischen Ressourcen basierenden Energieversorgung bei. In den nachfolgenden Beiträgen werden die theoretischen Grundlagen, Potenziale, Limitierungen, technische Konzepte und Einsatzbereiche von kleinen und mittelgroßen Wasserkraftanlagen dargestellt. Für eine erfolgreiche Energiewende in Deutschland ist die Nutzung der Wasserkraft unverzichtbar. Die kleine und mittelgroße Wasserkraft kann, wie in den letzten über 2 000 Jahren, dazu einen wertvollen Beitrag liefern.

Die seit dem 20. Jahrhundert bestehende große Abhängigkeit Deutschlands von fossilen Energieträgern, wie Gas, Öl und Kohle, und die politisch strategischen Ziele der Energiewende zur Reduzierung der negativen Folgen des weltweiten Klimawandels müssen Anlass geben, die zukünftige Energieversorgung in Deutschland neu zu denken. Die stark angestiegenen Energiepreise und die Sicherheit der Energieversorgung in Europa und Deutschland müssen nach intensiver gesellschaftlicher Diskussion und  sorgfältiger Prüfung aller Fakten zu einer Neubewertung der zukünftigen Energieträger führen. Das gilt nicht nur für die Stromproduktion, sondern für den gesamten Energiebedarf einschließlich Mobilität und Wärme.



Copyright: © Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH
Quelle: Wasserwirtschaft - Heft 12 (Dezember 2022)
Seiten: 5
Preis inkl. MwSt.: € 10,90
Autor: Univ.-Prof. Dr.-Ing. Jürgen Jensen
Dr.-Ing. Jens Metzger
Dr.-Ing. Gerhard Haimerl
Dipl.-Ing. Christian Seidel
Dr. Gerald Müller

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