Gerlos I ist die weltweit erste horizontale sechsdüsige Pelton-Turbine

In den Anfängen ihrer Entwicklung waren Pelton-Turbinen mit horizontalen Wellen ausgeführt. Diese Anordnung war aufgrund ihrer Einfachheit bis in die 1950er-Jahre vorherrschend, zunächst nur mit einer, später dann auch mit zwei Düsen. Bald schon erkannte man, dass eine weitere Düse Probleme hinsichtlich der Abströmung des Wassers zur Folge hatte und dass diese bei vertikaler Anordnung der Welle umgangen werden konnten.

Mit der Inbetriebnahme im Oktober 2022 ist im Kraftwerk Gerlos I die erste horizontale sechsdüsige Pelton Turbine weltweit erfolgreich im kommerziellen Einsatz. Diesem Meilenstein ging ein intensiver Entwicklungsprozess voraus, geprägt von Modellversuchen und speziell entwickelten Strömungssimulationen. Am Ende steht heute eine alternative Pelton-Lösung. Insbesondere für Modernisierungen, aber auch für Neuanlagen bietet das neue Maschinekonzept Potenzial, die Gesamtkosten für Investition, Wartung und Betrieb zu minimieren.



Copyright: © Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH
Quelle: Wasserwirtschaft - Heft 05 (Mai 2023)
Seiten: 2
Preis inkl. MwSt.: € 10,90
Autor: Reiner Mack
Dr. Peter Mössinger
Dr. Jörg Necker

Artikel weiterleiten In den Warenkorb legen Artikel kommentieren


Diese Fachartikel könnten Sie auch interessieren:

Die Entwicklung der Schwammstadt
© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (11/2023)
Städte sind der Lebensraum für mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung. Um trotz kritischer globaler Entwicklungen und Krisen lebenswerte Städte zu gestalten, müssen zeitnah wesentliche Herausforderungen gelöst werden. Dabei gewinnt der Fokus „Wasser“ in der Stadtentwicklung weltweit immer mehr an Bedeutung.

Sanierungsarbeiten am Druckstollen der Enguri-Stauanlage
© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (6/2023)
Die Enguri-Staumauer in Georgien ist mit 750 m Breite und 271,5 m Höhe das gewaltigste Bauwerk im Kaukasus. Sie ist zugleich die höchste Bogenstaumauer der Erde und zurzeit die dritthöchste fertiggestellte Talsperre. Ein 15 050 m langer Druckstollen mit einem Innendurchmesser von 9,5 m verbindet die Staumauer mit einer Kaskade von Kraftwerken. Der Druckstollen durchquert einen schmalen Bergrücken aus verkarsteten Kalksteinen, Mergeln und mergeligen Sandsteinen.

Anpassung eines Betriebsplanes - Was, wenn die Widerstände sehr groß sind?
© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (6/2023)
Talsperren werden nach bestehenden Betriebs- und Bewirtschaftungsplänen betrieben. Im Rahmen der Evaluierung des Betriebsplanes der Talsperre Kelbra hat sich der Betreiber mit Anpassungen auf Grund von Veränderungen des Umwelt- und Wasserrechts sowie den vielfältigen Nutzungsanforderungen auseinanderzusetzen. Ein Prozess, in dem erhebliche Widerstände und Konflikte verschiedenster Protagonisten zu bearbeiten sind. Im Beitrag wird dargestellt, wie an diesen langwierigen Prozess herangegangen wird, um Akzeptanz auf vielen Ebenen zu schaffen.

Alte Schiebertürme an der Urfttalsperre werden erdbebensicher
© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (6/2023)
Die in der Nordeifel gelegene Urfttalsperre wurde in den Jahren 1900 bis 1905 nach den Plänen von Prof. Intze erbaut und dient mit einem Stauvolumen von 45,5 Mio. m³ bis zum heutigen Tag dem Hochwasserschutz, der Brauchwasserversorgung und der Stromerzeugung. Das als Schwergewichtsmauer konzipierte Sperrbauwerk besteht vollständig aus Bruchsteinmauerwerk und weist in Talmitte eine Fußbreite von 50,5 m und eine Höhe von 58 m auf. Bis zu einer Höhe von etwa 34 m ist der Staumauer im unteren Bereich der aus Hangschutt und Felsgeröll bestehende sogenannte Intzekeil vorgelagert.

Schwemmholz an Talsperren: Abflusskapazität, Aufstau und Gegenmaßnahmen
© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (6/2023)
Neben Geschiebe und Schwebstoffen werden bei Hochwasser meist auch Schwemmholz und Zivilisationsmüll mitgeführt, die an Einlaufbauwerken von Hochwasserentlastungsanlagen (HWE) zu Problemen führen können. Insbesondere Verklausungen von Schwemmholz an den Wehrkronen oder Wehrpfeilern reduzieren die Abflusskapazität maßgeblich und bewirken unzulässig hohe Wasserspiegel im Stauraum, so dass das erforderliche Freibord unter Umständen nicht mehr gewährleistet werden kann.

Name:

Passwort:

 Angemeldet bleiben

Passwort vergessen?