Falten im Liner und ihre statischen Auswirkungen

Ist das Rohr nun zu klein oder der Schlauchliner zu groß? Bei falscher Konfektionierung oder wechselnden Durchmessern der zu sanierenden Leitungen kann es zu Faltenbildungen im Schlauchliner kommen. Letztendlich ist das Resultat in beiden Fällen das gleiche: (Längs-)Falten im Liner, über deren Länge und Lage keine eindeutigen Aussagen getätigt werden können. Die Ursachen sind vielfältig, jedoch in den meisten Fällen erklärbar. Oft werden auch die Toleranzen, die die Normung vorgibt, nicht überschritten. Aber was ist, wenn Falten nicht eindeutig erkennbar sind oder bei der optischen Inspektion nach einer Kanalrenovation gar übersehen werden? Welche Auswirkungen in statischer Hinsicht sind zu erwarten? Im nachstehenden Fachartikel werden die häufigsten Ursachen und Faltenarten betrachtet und anhand von Praxisbeispielen Handlungsmöglichkeiten aufgezeigt.

Schlauchliner sind mittlerweile seit nunmehr über 45 Jahren weltweit im Einsatz und haben sich seitdem zu einem Standard-Sanierungsverfahren entwickelt. Gerade in Deutschland hat sich – parallel zu den technischen Entwicklungen der Hersteller – ein ebenfalls gewachsenes Regelwerk etabliert, welches das Schlauchliningverfahren als Bauprodukt genauestens beschreibt. Obwohl die Fehlerquote in den letzten Jahren stark zurückgegangen ist, kann es immer noch zu Mängeln im Grenzbereich kommen, zu denen u. a. auch die (Längs-)Falten im Liner gehören. Um diesen Sachverhalt zu regeln, ist das Maß der Oberflächenunregelmäßigkeiten in der DIN EN ISO 11296, Teil 4, seit Längerem beschrieben. Dort werden die Höhen der Falten auf den Nenndurchmesser bezogen, zudem wird ein Maximalwert festgelegt.



Copyright: © wvgw Wirtschafts- und Verlagsgesellschaft Gas und Wasser mbH
Quelle: Heft 04 - 2016 (April 2016)
Seiten: 6
Preis: € 600,00
Autor: Dipl.-Ing. Markus Maletz

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