Regenwasserbehandlung ermöglicht Gewässereinleitung

Großen Flüssen wird einiges zugemutet: Abwärme von Kraftwerken, Belastungen durch Wasserfahrzeuge, Zuflüsse aus Klärwerken und Regenüberlaufbecken, auch Oberflächenwassereinleitungen von Betrieben und vieles andere mehr. Nach dem Wasserhaushaltsgesetz (WHG) 2009 § 55 (2) verlangt der Gesetzgeber, dass Niederschlagswasser nicht mehr mit Schmutzwasser vermischt, sondern „ortsnah (…) in ein Gewässer eingeleitet“ werden soll. Dabei muss nach § 57 (1) WHG „die Menge und Schädlichkeit des Abwassers so gering gehalten werden, wie dies bei Einhaltung der jeweils in Betracht kommenden Verfahren nach dem Stand der Technik möglich ist.“

Am westlichen Bodensee scheinen sich Donau und Rhein, zwei der größten Flüsse Europas zu begegnen: Nur 30 km voneinander entfernt fließen sie in entgegengesetzte Richtungen aneinander vorbei. Nachfolgend werden aktuelle Beispiele vorgestellt, wie an der Donau bzw. am Rheinufer liegende Betriebe das Oberflächenwasser direkt in die beiden Flüsse einleiten – allerdings nach einer vorausgehenden Behandlung auf den eigenen Grundstücken und gedrosselt, um die Belastung der Gewässer zu verringern.



Copyright: © wvgw Wirtschafts- und Verlagsgesellschaft Gas und Wasser mbH
Quelle: Heft 03 - 2016 (März 2016)
Seiten: 4
Preis: € 4,00
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