Methoden und Randbedingungen zur Zielerreichung am Beispiel des LIFE-Natur-Projektes Flusserlebnis Isar

Im Rahmen des LIFE-Natur-Projektes Flusserlebnis Isar wurden an der Unteren Isar große flussmorphologische Veränderungen durchgeführt, um natürliche Kiesstrukturen wiederherzustellen. Dies erfolgte unter gemeinsamer Leitung der Höheren Naturschutzbehörde der Regierung von Niederbayern und des Wasserwirtschaftsamtes Landshut. Dabei werden sowohl die Ziele der FFH-Richtlinie als auch des Bewirtschaftungsplanes nach WRRL erfüllt. Hauptaspekt waren kiesige Flachwasserzonen und ein neuer Seitenarm für die Isar bei Landau.

1 Der gemeinsame Weg

Nachdem das Ufergehölz gewichen ist, erkennt man, was das Grün all die Jahre kaschiert hat: ein kanalartiges Gerinne, das mit Wasserbausteinen eingezwängt zwischen den Hochwasserschutzdeichen liegt. Die vorhandene Kiessohle ist mit mindestens 3 m Wasser überdeckt. Die natürliche Reproduktion der Isarflussfische ist im Ausgangszustand nicht möglich (Bild 1). Bereits 2012 haben die Höhere Naturschutzbehörde der Regierung von Niederbayern und das Wasserwirtschaftsamt Landshut in einem Ökologischen Entwicklungskonzept für den Abschnitt der Unteren Isar zwischen Gummering und Ettling im Landkreis Dingolfing-Landau die gemeinsamen Ziele zur Umsetzung der WRRL und der Natura-2000-Richtlinie erarbeitet. Das LIFE-Projekt Flusserlebnis Isar hat im Oktober 2015 die Förderzusage der EU-Kommission erhalten. Von September 2017 bis April 2018 wurde der Stadtdurchgang in Dingolfing als erste Großbaustelle im Rahmen des Projektes renaturiert. Zwei Jahre später von Herbst 2019 bis Frühjahr 2020 entstand der neue Seitenarm der Isar bei Landau und damit verbunden eine neue Isarinsel.



Copyright: © Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH
Quelle: Wasserwirtschaft - Heft 02-03 (März 2022)
Seiten: 4
Preis inkl. MwSt.: € 10,90
Autor: Antje Uhl

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