Roboterverfahren – großes Potenzial in der grabenlosen Kanalsanierung

Roboter werden heute bei vielfältigen Schadensbildern in der Kanalsanierung eingesetzt. Am Beispiel von umfangreichen Sanierungen in der Stadt Neuss kann gezeigt werden, worauf es bei der technischen Ausstattung der eingesetzten Systeme ankommt, damit Schäden dauerhaft und wirtschaftlich instand gesetzt werden können. Durch ein Verfahren mit Schalungsmanschette und leistungsstarken Fräs- und Spachtelwerkzeugen werden dort auch Extremschäden erfolgreich bearbeitet.

Das Ausheben von Baugruben im innerstädtischen Bereich verursacht hohe Kosten und bringt Verkehrsbehinderungen und Umweltbelastungen durch Lärm und Schmutz mit sich. Dadurch rechtfertigen sich in vielen Fällen grabenlose Reparaturen im Kanalnetz. Mit leistungsstarken Robotersystemen können inzwischen zahlreiche Schadensbilder partiell repariert werden. Eine Umfrage zeigte, dass sie 2004 als Ausbesserungsverfahren 9,3 Prozent der gesamten eingesetzten Verfahren zur Kanalinstandsetzung  ausmachten. Dennoch scheuen viele Kanalnetzbetreiber noch davor zurück, komplexe Schäden mit Robotern anzugehen (Tab. 1).



Copyright: © wvgw Wirtschafts- und Verlagsgesellschaft Gas und Wasser mbH
Quelle: Heft 07/08 - 2010 (August 2010)
Seiten: 6
Preis: € 4,00
Autor: Gerd Müller
Andreas Lieb
Dipl.-Kfm. Christian Noll

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