Erhöhte Reinigungsleistung: Trommelsieb erreicht bessere Reduktionsleistungen als eine Vorklärung

Bei einer Kläranlage ist für eine wirtschaftliche und energieoptimierte Umstellung von einer aeroben zu einer anaeroben Schlammstabilisierung der Einsatz einer Vorklärung meist unumgänglich, wobei diese im konventionellen Sinne bisher über ein traditionelles Vorklärbecken erfolgte. Als platzsparende Alternative zum Vorklärbecken entwickelte Huber das CarbonWin-Verfahren, das im Kern auf dem Prinzip der Feinstsiebung beruht.

Foto: Huber SE(04.05.2018) Der erste Schritt des so genannten CarbonWin- Verfahrens ist eine mechanische Reinigungsstufe mit z.B. sechs Millimeter Spaltrechen und ein Sand- und Fettfang. Das Trommelsieb ‚Liquid’ wird nach dem Sandfang anstelle eines Vorklärbeckens installiert und kann einfach in bestehende Systeme integriert werden. Dabei erfolgt die Montage horizontal in ein Gerinne oder einen Behälter; die Durchströmung gestaltet sich von innen nach außen. Durch die horizontale Lage der Siebtrommel ist ein sehr hoher Einstau vor der Maschine und somit eine optimale Nutzung der vorhandenen Filterfläche möglich.
Mit steigendem Wasserstand vor der Maschine wird auf dem Maschengewebe eine Siebgutschicht aufgebaut. Durch diese Siebgutschicht und durch den damit einhergehenden Tiefenfiltrationseffekt werden Partikel zurückgehalten, welche auch wesentlich kleiner als die nominale Öffnungsweite des Gewebes sind. Wenn der maximale Wasserstand vor dem Trommelsieb erreicht ist, wird der Siebkorb gereinigt. Das Feinstsiebgut (Primärschlamm) wird in den innenliegenden Trichter abgereinigt und über Freispiegelgefälle in den nachgeschalteten Durchlaufeindicker gefördert...

Unternehmen, Behörden + Verbände: Huber SE (Berching)
Autorenhinweis: Franziska Dietrich, Huber SE
Foto: Huber SE



Copyright: © Deutscher Fachverlag (DFV)
Quelle: Nr. 2 - Mai 2018 (Mai 2018)
Seiten: 1
Preis: € 0,00
Autor: Franziska Dietrich

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