Das große Krabbeln: Der Umgang mit Bioabfällen und die Sammelpflicht erscheinen nicht immer durchdacht

Nach dem KrWG, §11 besteht die Pflicht zum Sammeln von Bioabfällen. Daraus folgt, dass entsprechende Behälter, also Biotonnen, flächendeckend aufgestellt werden müssen. So die rechtliche Voraussetzung. Aber ist diese Anordnung durchdacht? Was geschieht nach der Aufstellung der Biotonnen und was unterscheidet sie außer in der Farbe von normalen Mülltonnen? Gedanken einer Fachberaterin für Schädlingskunde.

Foto: Dia-Archiv Killgerm (16.10.2018) Die gesetzlich verordnete Sammelpflicht für Bioabfälle ist grundsätzlich zu begrüßen – auch wenn sich längst nicht alle Gebietskörperschaften daran halten. Die Gegner dieser gesetzlichen Vorschrift haben in diesem Sommer wieder Zulauf erhalten, denn es gab vielerorts massive Probleme. Die Fakten seien tabellarisch zusammengefasst:
• Die Tonnen stehen sehr oft in der Sonne.
• Die Abfälle erwärmen sich durch eigene Zersetzungswärme und natürlich durch die Sonnenenergie.
• Die Folge: Es entstehen schnell Gerüche, die je nach Abfallarten Schmeißfliegen und Stubenfliegen massenhaft anlocken.
• Die weiblichen Fliegen legen Eier ab (je Weibchen einige 100 - 200), aus denen nach etwa einem Tag Maden ausschlüpfen. Nach sieben Tagen sind die Maden verpuppungsreif. Sie versuchen, aus der Tonne herauszukriechen und sich im Erdboden zu verpuppen. Oftmals bleiben sie auch in der Tonne. Nach sieben Tagen der Puppenruhe schlüpfen die erwachsenen Fliegen. Unmittelbar nach dem Schlüpfen der Erwachsenen erfolgt die Paarung...

Autorenhinweis: Dr. Ingrid Körber, Berlin
Foto: Dia-Archiv Killgerm



Copyright: © Deutscher Fachverlag (DFV)
Quelle: Nr. 5 - Oktober 2018 (Oktober 2018)
Seiten: 2
Preis: € 5,75
Autor: Ingrid Körber

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