Beitrag der Abfallwirtschaft zur Energieversorgung der Bundesrepublik Deutschland

Die Beiträge der Abfallwirtschaft müssen unter unterschiedlichen Aspekten beurteilt werden.

Zur Energieversorgung tragen nicht nur die Maßnahmen der Abfallwirtschaft bei, die unmittelbar Energie erzeugen und diese als elektrische Energie, Wärmeenergie oder Kraftstoff dem Markt zur Verfügung stellen, sondern ebenso sind die abfallwirtschaftlichen Maßnahmen zu nennen, die den Energieverbrauch minimieren und durch Effizienzsteigerungen dazu beitragen, dass die zur Herstellung von Materialien und Ressourcen benötigte Energie vermindert wird. Ebenso wird man den Bereich der Abfallwirtschaft weiter verstehen müssen, als dieser durch die Definition des Begriffs Abfall im Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetz gefasst ist, wenn man den Beitrag zur Energieversorgung richtig ermessen will, der durch Stoffe bewirkt wird, die nicht mehr zur Herstellung von Gütern benötigt werden. Anderenfalls käme man schnell zu der Auffassung, dass Stoffe, die noch der Energieerzeugung dienen können, keine Abfälle sind. Unabhängig von allen Normungsbemühungen für Ersatzbrennstoffe, die aus Abfällen hergestellt werden, endet deren Abfalleigenschaft erst in der Brennkammer oder bei anderen stofflichen Umwandlungen. Gleichfalls muss in Betracht gezogen werden, dass gerade für die Herstellung von Biogas oder durch weitere Umwandlung auch von Biokraftstoffen tierische Nebenprodukte, die nicht zum menschlichen Verzehr geeignet sind, eine gewichtige Rolle spielen. Auf diese findet das Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetz durch gesetzliche Bestimmung keine Anwendung. Gleichwohl werden sie vom weiten europäischen Abfallbegriff erfasst.



Copyright: © TK Verlag - Fachverlag für Kreislaufwirtschaft
Quelle: Texte zur Abfall- und Energiewirtschaft 2 (2006) (Dezember 2006)
Seiten: 10
Preis inkl. MwSt.: € 0,00
Autor: MinDir Dr. Helge Wendenburg

Artikel weiterleiten Artikel kostenfrei anzeigen Artikel kommentieren


Diese Fachartikel könnten Sie auch interessieren:

Life cycle assessment of waste wood used for energy production – Methodology and case studies
© Lehrstuhl für Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der Montanuniversität Leoben (11/2020)
To assess the sustainability along the whole value chain, life cycle-based methodologies have been developed over the last years. Life Cycle Assessment (LCA) considers environmental impacts along supply chains, from extraction of raw materials to end-of-life of products (ASI 2006). The aim of this paper is to describe the use of LCA to assess the environmental impacts of the use of waste wood for energy production. Important methodological aspects on the use of LCA for the assessment of waste wood are presented using two different case studies from the H2020 projects STORY (Added value of STOrage in distribution sYstems) and TORERO (TORefying wood with Ethanol as a Renewable Output: large-scale demonstration).

Der Markt für Waste-to-Energy – Entwicklungen und Trends bis 2030
© Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH (10/2021)
Der Beitrag „Der Markt für Waste-to-Energy – Entwicklungen und Trends bis 2030“ stellt dar, wie sich die Abfallentsorgung und insbesondere die energetische Verwertung in Deutschland in den kommenden Jahren entwickeln werden. Dabei werden auch Teilmärkte, wie der Markt für Klärschlamm(mono)verbrennung oder der für Biomasse/Altholz, dargestellt.

Development of local municipal solid waste management in the Western Transdanubia region of Hungary
© Lehrstuhl für Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der Montanuniversität Leoben (11/2020)
Hungarian municipal solid wastes (MSW) management has developed tremendously over the past 15 years. More than 3,000 landfills and dumps had been closed, just to mention one improvement. However, still, lots of work is necessary to accomplish the EU’s ambitious aim of decreasing landfilling and increasing recycling and composting.

Die neue Wirbelschichtverbrennungsanlage der Norske Skog Bruck GmbH
© Lehrstuhl für Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der Montanuniversität Leoben (11/2020)
Am österreichischen Standort in Bruck a.d. Mur des norwegischen Papierkonzerns Norske Skog entsteht eine neue Wirbelschichtverbrennungsanlage für Papierrejecte, Ersatzbrennstoffe und Klärschlamm. Die Kapazität beträgt 160.000 t/Jahr.

Anlagensicherheit von Biogas-/Anearobanlagen mit beispielhafter MSR/PLT
© Lehrstuhl für Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der Montanuniversität Leoben (11/2020)
In einer Studie für das Umweltbundesamt in Dessau wurden von der Ingenieurgruppe RUK GmbH Muster von Verfahrensfließschemata und Rohrleitungs- und Instrumentenfließschemata (R- und I-Fließschemata) für Biogaserzeugungsanlagen getrennt nach Anlagen für besondere Einsatzstoffe nach Technische Regel für Anlagensicherheit (TRAS) 120 (im Folgenden als Typ B bezeichnet) und den anderen der TRAS 120 unterliegenden Anlagen (im Folgenden als Typ A bezeichnet) erstellt. Hierzu sei auf die Literatur verwiesen.

Name:

Passwort:

 Angemeldet bleiben

Passwort vergessen?