In der Stadt Hamburg werden jährlich ca. 160.000 Mg Hausmüllverbrennungsasche erzeugt. Da eine Verwertung als Ersatzbaustoff wegen sinkender Akzeptanz und steigenden rechtlichen Anforderungen immer schwieriger wird, sucht die Stadtreinigung Hamburg nach alternativen Verwertungswegen.
Dabei wird davon ausgegangen, dass eine hochwertige Verwertung von Teilfraktionen als Zuschlagstoff in der Beton- und Asphaltherstellung bzw. als alternativer Rohstoff in der Klinkerherstellung im Zementwerk möglich ist, sofern eine gezielte Aufbereitung des jeweiligen Teilstromes der Verbrennungsasche für den jeweiligen Verwendungszweck erfolgt.
Die frische Verbrennungsasche soll über eine Wäsche von Salzen entfrachtet und danach mit innovativsten Verfahren maximal von Metallen und weitgehend von Glas befreit werden. Die gereinigte Mineralik wird entsprechend der Vorgaben der Verwertungsbetriebe aufbereitet und ihr Einsatz in der Zement-, Asphalt- und Betonindustrie erprobt. Durch diese Untersuchungen möchte die Stadtreinigung Hamburg die hochwertige und nachhaltige Verwertung der Hamburger Hausmüllverbrennungsaschen langfristig sicherstellen. Erste konkrete Versuchsergebnisse werden Ende 2016 erwartet.
| Copyright: | © Lehrstuhl für Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der Montanuniversität Leoben | |
| Quelle: | Recy & Depotech 2016 (November 2016) | |
| Seiten: | 6 | |
| Preis inkl. MwSt.: | € 3,00 | |
| Autor: | Dr. Stefan Lübben | |
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Mechanical-Biological Treatment Plant in Hanover, Germany – Experience in Mechanical Processing, Anaerobic Digestion and Refuse Derived Fuel Quality –
© Thomé-Kozmiensky Verlag GmbH (12/2015)
The Hanover mechanical-biological treatment (MBT) plant can look back on 15 years of operator´s experience. The mechanical treatment facility has been working largely without any issues due to the simple technique and the comfortable redundancy and design. The biological treatment facility faces growing damage due to ageing of materials, which is accelerated by microbiological attack, and corrosive and abrasive ingredients in the residual waste. Comprehensive maintenance, renovation and replacement measures are planned.
Comparison of Methods for the Treatment of Mixed Municipal Waste from Households
© Wasteconsult International (6/2010)
The aim of the present study was a reliable comparison of two main municipal solid waste (MSW) treatment methods, the biological-thermal way and the thermal-only way. The biological-thermal method includes mechanical pre-treatment to separate the MSW mainly in two fractions, one for composting (undersize fraction) and the other for incineration
(oversize fraction), i.e. Solid Recovered Fuel. The subsequent biological and thermal treatments produce compost as a biologically stable product and incineration residues both for disposal in landfills.
Übersicht zur Schlackequalität aus der Hausmüllverbrennung in Deutschland
© Lehrstuhl für Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der Montanuniversität Leoben (11/2008)
Die thermische Abfallbehandlung ist in Deutschland ein wichtiger Bestandteil der Entsorgungswirtschaft, der aufgrund der Entwicklungen bei der Energieversorgung und Klimadiskussion zukünftig an Bedeutung gewinnen wird. Bei der Verbrennung von Hausmüll entstehen Schlacken, die nach einer Aufbereitung als kostengünstiger Ersatzstoff in der Bauindustrie genutzt werden können. Auf der anderen Seite ist zu berücksichtigen, dass die Schlacke eine wesentliche Senke für viele der im Abfall enthaltenen Schadstoffe darstellt. Für die Beurteilung von Schlacken werden u.a. die chemische Zusammensetzung und das Verhalten gegenüber Wasser im Rahmen von Eluatuntersuchungen herangezogen.
Bio- und Grünabfallverwertung im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen – Von der Sammlung bis zur Erzeugung hochwertiger Loisachtaler Erden
© Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH (11/2025)
Der Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen startete in den 1980er Jahren als einer der Pioniere mit der Einführung der Getrenntsammlung von Abfällen im Rahmen eines 2-Tonnensystems (Altstoff- und Nassmülltonne). Anfang der 1990er Jahre wurde das Konzept weiterentwickelt und 1993 die separate Erfassung und biologische Behandlung von Bio- und Grünabfällen über die Biotonne eingeführt.
Die Mischung macht‘s – Der Gärrestmischer in der Praxis
© Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH (11/2025)
Zur Nachbehandlung von Gärrest aus Bio- und Restabfall entwickelte Eggersmann den Gärrestmischer, der aus Gärresten und Zuschlagstoffen homogene, gut belüftbare Mischungen erzeugt. Damit wird den besonderen Anforderungen der Gärreste mit hohem Wassergehalt begegnet und eine effiziente Kompostierung ermöglicht.