Sortenreine Separation schwarzer Kunststoff-Gemische

Die vorgestellten Beispiele zeigen, dass es mit Hilfe der elektrostatischen Separationstechnik problemlos möglich ist, schwarze Kunststoffe sortenrein zu separieren. Die elektrostatischen Separatoren zeichnen sich dabei insbesondere durch hohe Durchsätze, geringe Separationskosten und hohe Reinheit der Fertig-Produkte aus.

Beim Recycling von Haushaltsabfällen, Elektronikschrott, Automobilen usw., aber auch bei der Wiederaufarbeitung von Abfällen und Ausschuss aus der Produktion fallen nach der Abtrennung von Metallen, Glas, Holz und anderen Fremdstoffen große Mengen gemischter Kunststoffe an. In den meisten Fällen sind solche gemischten Kunststoffe als Wertstoff jedoch nicht brauchbar, da sich die verschiedenen Kunststoffe untereinander nicht vertragen. Die Kunststoff-Sortierung hat deshalb das Ziel, einen möglichst hohen Anteil der Kunststoffe als saubere, verwertbare und sortenreine Wertstoffe zu gewinnen und gleichzeitig die Menge an nicht verwertbaren Kunststoffen zu minimieren. Viele Gemische sind allerdings mit herkömmlichen Verfahren nicht trennbar bzw. nicht sortierbar, da oft die Farbe, die Form, die spezifischen Gewichte und andere physikalische Parameter zu ähnlich sind. Solche Mischungen waren in sauber getrennter Form wertvolle Rohstoffe; als nicht getrennte Mischungen sind sie leider nur Abfall! Die Sortenreinheit der separierten Produkte und damit ihre Verwertbarkeit sind deshalb mangels geeigneter Separationsverfahren gering.

Besonders schwierig wird die Trennung, wenn die Kunststoffe schwarz eingefärbt sind und sogar noch gleiche Dichte haben. Nachfolgend wird ein Verfahren vorgestellt, mit dem es unter Verwendung von im industriellen Einsatz vielfach erprobten elektrostatisch arbeitenden Geräten und Systemen gelingt, solche schwarzen Kunststoff-Gemische sortenrein zu sortieren und als wertvolle Rohstoffe zurückzugewinnen.



Copyright: © TK Verlag - Fachverlag für Kreislaufwirtschaft
Quelle: Recycling und Rohstoffe 6 (2013) (Juni 2013)
Seiten: 15
Preis inkl. MwSt.: € 15,00
Autor: Dr. Rainer Köhnlechner

Artikel weiterleiten In den Warenkorb legen Artikel kommentieren


Diese Fachartikel könnten Sie auch interessieren:

Ergebnisse der Versuche zur Grauen Wertstofftonne
© Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH (3/2013)
Die „Arbeitsgemeinschaft Graue Wertstofftonne“ ist ein Zusammenschluss von öffentlich- rechtlichen Entsorgungsträgern, privaten und öffentlichen Abfallverwertungsanlagen und abfallwirtschaftlichen Organisationen, die sich zum Ziel gesetzt haben, Restabfälle und die darin enthaltenen Wertstoffe im Sinne des Kreislaufwirtschaftsgesetzes (KrWG) möglichst hochwertig zu verwerten und effiziente Sammel- und Sortiersysteme zu entwickeln. Vor diesem Hintergrund initiierten die Abfallentsorgung Kreis Kassel, Eigenbetrieb des Landkreises Kassel sowie der Abfallzweckverband Südniedersachsen gemeinsam mit der B+T Umwelt GmbH, Alsfeld einen Versuch zur weiteren Wertstoffentfrachtung des Hausmülls als mögliche Alternative zur Wertstofferfassung mittels Wertstofftonne.

Kunststoffe im Fokus der Wertstofftonne
© Universität Stuttgart - ISWA (10/2011)
Im Vergleich zu den anderen Stoffströmen ist das Kunststoffrecycling zwar das jüngste Kind der Stoffstromfamilie aber es hat sich dafür stürmisch entwickelt. Heute liefert das Kunststoffrecycling entweder hochwertige Recyclate, die das Primärmaterial in idealer Weise ergänzen oder es wird eine Vielzahl von verbraucher- und industrienahen Endprodukten gefertigt. Darüber hinaus werden Kunststoffe eingesetzt, um maßgeschneiderte Ersatzbrennstoffe und Sekundärbrennstoffe herzustellen, die Primärbrennstoffe (Heizöl, Erdgas) substituieren.

Abbauverhalten und Entsorgungsoptionen biologisch abbaubarer Kunststoffe
© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (6/2020)
Der Einsatz sowie die Entsorgung biologisch abbaubarer Kunststoffe (BAK) werden in Deutschland kontrovers diskutiert. Die Ergebnisse eines Gutachtens zum praktizierten Umgang mit den Kunststoffen werden vorgestellt.

Ein integrierter Ansatz zur Biopolymerproduktion aus Abwasser
© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (6/2020)
Der Einsatz biologisch abbaubarer biobasierter Kunststoffe kann durch die Nutzung von Produktionsabwässern aus der Lebensmittel- und Getränkeindustrie unterstützt werden. Über Untersuchungen zur integrierten Herstellung von biologisch abbaubaren biobasierten Kunststoffen aus verschiedenen Industrieabwässern bestehender Kläranlagen mittels bakteriellen Mischkulturen wird berichtet. Ihre potenzielle Anwendung als Ersatz für petrochemische Kunststoffe wird diskutiert.

Mikro- und Makrokunststoffe in der Umwelt – Ursachen, Mengen, Wirkungen und Lösungsansätze
© Universität Stuttgart - ISWA (7/2019)
Es ist kaum möglich, eine längere Strecke zu gehen, ohne auf Kunststoffabfälle zu stoßen. Neben diesen offensichtlichen makroskopischen Kunststoffobjekten finden sich aber auch nicht direkt sichtbare Kunststoffabfälle, sog. »Mikroplastik«, in der Umwelt.

Name:

Passwort:

 Angemeldet bleiben

Passwort vergessen?