Sicherstellung der Anlagenauslastung Bestandsaufnahme und Prognose

Die Verbrennungsanlagen für Siedlungs- und Gewerbeabfälle in Deutschland gewährleisten die Entsorgungssicherheit für Bürger und Industrie unter Einhaltung höchster Umweltstandards. Deutschland hat hierbei als erste große Industrienation ein Deponieverbot für nicht vorbehandelte Siedlungsabfälle umgesetzt. Der Vortrag gibt eine Übersicht über die Leistungen der Branche und betrachtet kritisch die aktuellen Diskussionen um zukünftig benötigte Behandlungskapazitäten und das Zusammenspiel der energetischen und stofflichen Verwertung.

Mit den Diskussionen um das erforderliche bzw. notwendige Maß an (Vor-) Behandlungskapazitäten für Siedlungsabfälle und ausdrücklich auch Gewerbeabfälle sind die Diskussionen um den besten Weg zur nachhaltigen Nutzung der Ressource Abfall eng verbunden.
Basierend auf den europarechtlichen Vorgaben der Abfallrahmenrichtlinie bzw. der Abfallhierarchie und deren Umsetzung im deutschen Kreislaufwirtschaftsgesetz wird der Wandel der Abfallwirtschaft zur möglichst vollständigen Kreislaufwirtschaft in den Vordergrund gestellt.
Oft hat man aber den Eindruck, dass in den Diskussionen das nötige Augenmaß und die erforderliche Sachlichkeit verloren gehen, und die bereits in der Vergangenheit vielfach von sogenannten Ressourcenschützern genutzte Schwarz-weiß- Malerei „Verbrennung versus Recycling“ die Oberhand gewinnt. I
n den z.T. sehr emotional geführten Diskussionen taucht hierbei neben der Forderung nach höheren Recyclingquoten auch immer wieder die Forderung nach der Stilllegung von Verbrennungskapazitäten zum Schutz des Recyclings auf.



Copyright: © IWARU, FH Münster
Quelle: 14. Münsteraner Abfallwirtschaftstage (Februar 2015)
Seiten: 6
Preis: € 3,00
Autor: Dipl.-Ing. Carsten Spohn
Martin Treder

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