Umweltverträglichkeit von Baustoffen aus industriellen Prozessen sowie Recycling-Baustoffen

Für den Einsatz von industriellen Nebenprodukten sowie Recycling-Baustoffen im Straßen- und Erdbau gibt es schon seit vielen Jahren einschlägige Regelwerke der Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen (FGSV), in Form von Technischen Lieferbedingungen (TL), Richtlinien und auch Merkblättern, in denen bautechnische Eigenschaften aber auch Anforderungen an die Umweltverträglichkeit festgelegt sind.

In der Bundesrepublik Deutschland wurden beispielsweise 2008 insgesamt 580,9 Millionen Tonnen Gesteinskörnungen produziert. Hiervon entfielen 260,0 Millionen Tonnen (44,8 %) auf Kies und Sand, 218,0 Millionen Tonnen (37,5 %) auf Naturstein sowie 36,3 Millionen Tonnen (6,2 %) auf industrielle Nebenprodukte und 66,6 Millionen Tonnen (11,5 %) auf Recycling-Baustoffe. Wie diesen Zahlen zu entnehmen ist, verfügt der deutsche Mineralstoffmarkt noch über hohe Substitutionspotenziale.

Grundvoraussetzung für eine Verwendung von Baustoffen aus industriellen Prozessen sowie Recycling-Baustoffen als Ersatzbaustoffe ist die Einhaltung der Umweltverträglichkeit für das jeweilige Einsatzgebiet. Liegt diese Voraussetzung vor, so ist eine Vielzahl an Anwendungsgebieten unter ökologischen aber auch ökonomischen Gesichtspunkten, z.B. im Straßen- und Erdbau, möglich.



Copyright: © TK Verlag - Fachverlag für Kreislaufwirtschaft
Quelle: Recycling und Rohstoffe 5 (2012) (Juni 2012)
Seiten: 13
Preis inkl. MwSt.: € 0,00
Autor: Dr.-Ing. Klaus Mesters
Erhan Özdemir

Artikel weiterleiten Artikel kostenfrei anzeigen Artikel kommentieren


Diese Fachartikel könnten Sie auch interessieren:

Urban Mining - Rohstoffe der Zukunft
© ANS e.V. HAWK (9/2009)
Urban Mining bedeutet wörtlich aus dem Englischen übersetzt "städtischer Bergbau". Urban Mining umfasst im weitesten Sinne anthropogen geschaffene Lagerstätten materieller Ressourcen und ist somit nicht auf städtische Regionen beschränkt. Vor dem Hintergrund knapper und teurer werdender Ressourcen kommt diesen anthropogen geschaffenen Lagerstätten eine wachsende Bedeutung für die Ressourcenbereitstellung zu. Urban Mining ist ein in der Entsorgungswirtschaft etablierter Begriff und beschränkt sich üblicherweise auf die Lagerstätte Deponie das "Landfill Mining".

In der Praxis bewährt
© Rhombos Verlag (7/2007)
In der Abfallwirtschaftsverwaltung Nordrhein-Westfalens liegen vielversprechende Erfahrungen über den Einsatz internet-fähiger Datenbankanwendungen vor

Wiederverwendung von Bauteilen aus dem Hochbau
© Wasteconsult International (5/2017)
Städte und Gebäude sind Rohstoffminen, in denen große Mengen wertvoller Ressourcen über unterschiedlich lange Zeiträume verbleiben. Neben den üblichen Recylingaktivitäten für überwiegend mineralische Bauabfälle entsteht ein Markt für gut erhaltene gebrauchte Bauteile.

Rückbau von technischer Infrastruktur Ressourcenorientierung bei den beim Rückbau anfallenden Materialien - Dargestellt am Beispiel des Hamburger Hafens
© IWARU, FH Münster (2/2013)
Unter dem Begriff „Infrastruktur“ wird die Grundausstattung eines Landes mit Einrichtungen mit materiellen Gütern, die für die Existenz einer Wirtschaftstätigkeit eine grundlegende Bedeutung hinsichtlich Ihrer Effizienz haben. Diese auch als materielle Infrastruktur bezeichnete Ausstattung kann sowohl öffentlicher als auch privater Natur sein. Klassische Beispiele für diese wirtschaftliche bzw. technische Infrastruktur sind Verkehrsnetze (Straßen, Schienenund Wasserwege etc.) sowie Leitungsnetze von Ver- und Entsorgungseinrichtungen (Wasser, Abwasser, Energie, Kommunikation etc.).

Recycling von Beton / Betonbauteilen – Potenziale Qualitätssicherung, Stoffstrommanagement
© IWARU, FH Münster (2/2013)
Das Recyceln von Bauteilen und -abfällen ist kein neues Thema, sondern hat eine lange Tradition, die sich bis ins Altertum zurück verfolgen lässt. Verbunden mit der Forderung der heutigen Gesellschaft, umweltbewusst, ressourcen- und energieeffizient zu handeln, ist dem Thema Recycling, auch und gerade auf dem Bausektor infolge der Mengenrelevanz, eine hohe Bedeutung beizumessen. Mit dem neuen Kreislaufwirtschaftsgesetz (KrWG) wird das deutsche Abfallrecht noch stärker am Klima- und Ressourcenschutz ausgerichtet.

Name:

Passwort:

 Angemeldet bleiben

Passwort vergessen?