Beleuchtet werden das Sachverständigenwesen im Themenfeld Altlasten, die möglichen Arten der Zulassung bzw. Bestellung von Sachverständigen sowie die entsprechenden Anforderungen. Ein neues Anerkennungsfeld stellt das Thema „Sachverständige für radioaktive Altlasten“ dar, mit dem eine Regelungslücke in Strahlenschutzgesetz und Strahlenschutzverordnung geschlossen wurde.
Das Bundes-Bodenschutzgesetz – BBodSchG sieht für ausgewählte fachlich zu beurteilende Sachverhalte den Einbezug von Sachverständigen vor. Sachverständige und Untersuchungsstellen, die Aufgaben gemäß BBodSchG wahrnehmen, müssen über die erforderliche Sachkunde und gerätetechnische Ausstattung verfügen und ihre Eignung für diese Tätigkeit durch Zuverlässigkeit und persönliche Integrität nachweisen. Der Anwendungsbereich des BBodSchG betrifft schädliche Bodenveränderungen und Altlasten, ausgenommen Kernbrennstoffe und sonstige radioaktive Stoffe, Grundstücke, Teile von Grundstücken, Gewässer und Grubenbaue. Sachverständige werden üblicherweise a) zur Klärung von Sachverhalten bei Streitigkeiten oder/und b) fachlichen Spezialthemen eingesetzt. Der Begriff der Sachverständigen ist rechtlich nicht geschützt. Sie haben die Aufgabe, unparteiisch, unabhängig und objektiv den vorgegebenen Sachverhalt fachlich zu beurteilen. Mit Hilfe von Sachverständigengutachten können gerichtliche Streitigkeiten vermieden oder, falls es dazu kommen sollte, korrekte und gerechte Entscheidungen getroffen werden.
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| Quelle: | Wasser und Abfall 02-03 (März 2025) | |
| Seiten: | 5 | |
| Preis inkl. MwSt.: | € 10,90 | |
| Autor: | Pof. Dr. Petra Schneider | |
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XXVIII. Sächsisches Altlastenkolloquium
© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (4/2025)
Am 4. und 5. November 2024 fand das XXVIII. Sächsische Altlastenkolloquium (SALKO) im Tagungssaal der Dreikönigskirche in der Dresdner Neustadt statt.
Altstandorte und ihre Auswirkungen auf die Festlegung weniger strenger Umweltziele
© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (3/2025)
Sachsen-Anhalt ist geprägt von einer langen industriellen Geschichte, die bis seit in das 19. Jahrhundert zurückreicht. Insbesondere die Chemieindustrie, der Bergbau und die Schwerindustrie, die nach dem zweiten Weltkrieg stark ausgebaut wurden, haben tiefe Spuren in Landschaft und Umwelt hinterlassen. Daraus resultierende Altlasten sind durch stillgelegte Altanlagen, Deponien, flächenhafte Boden- und Grundwasserkontaminationen sowie schadstoffbelastete Oberflächengewässer gekennzeichnet.
Rechtsfragen der Zwischenlagerung von hochradioaktiven wärmeentwickelnden Abfällen
© Lexxion Verlagsgesellschaft mbH (2/2025)
This article deals with the fact that the final disposal process for highly radioactive waste will be delayed way beyond the envisaged date of 2031. It will take several decades more to store this waste in the 16 interim storage facilities.
Sächsisches Altlastenkolloquium ermöglicht Austausch zu Fragen der Altlastensanierung
© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (1/2023)
Die Vorträge der Tagung gaben einen Überblick über die im August 2023 in Kraft tretende Mantelverordnung und die Knackpunkte der darin verankerten neuen Ersatzbaustoff- sowie Bundes- Bodenschutz- und Altlastenverordnung, die Notwendigkeit der im Koalitionsvertrag der Bundesregierung Ende 2021 verankerten Novellierung des Bundesbodenschutzgesetzes sowie über
vielfältige Themen der Altlastensanierung und des Flächenrecyclings, die die Akteure dieser Branche auch weiterhin herausfordern werden.
PFAS im Altlastenbereich – Erfahrungen aus Europa und Österreich
© Lehrstuhl für Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der Montanuniversität Leoben (11/2022)
Per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen (PFAS) sind eine Gruppe synthetischer,
persistenter organischer Schadstoffe, die aufgrund ihrer breiten Anwendungsmöglichkeiten und ihrer stofflichen Eigenschaften ubiquitär in der Umwelt vorkommen. In den vergangenen beiden Jahrzehnten wurden in Europa zahlreiche PFAS-Verunreinigungen in Böden und Gewässern identifiziert. Zu den wichtigsten Eintragsquellen zählen die PFAS-produzierende Industrie, die Ausbringung von Reststoffen der Abwassereinigung, die Verwendung PFAS-hältiger Feuerlöschschäume, sowie diffuse atmosphärische Deposition. In Österreich wurden in jüngster Zeit mehrere Monitoring-Programme und Studien zu der Thematik durchgeführt. Auf Basis der Ergebnisse wurden in der Folge zwei Fälle im Detail untersucht, bei denen es durch die Verwendung von Löschschäumen zu weitreichenden Grundwasserverunreinigungen gekommen ist.