Die Lebenszyklusanalysen verschiedener Sanitärsysteme wurde in einer Meta-Studie verglichen. Der Fokus liegt dabei auf dem Vergleich der Umweltwirkungen von konventionellen Sanitärsysteme mit einem Abwasserstrom und quelltrennenden Sanitärsystemen, bei denen verschiedene Ströme unterschiedlich behandelt werden.
Die wasserbasierte Sanitärversorgung hat seit dem 20. Jahrhundert zweifellos die Lebensqualität und Gesundheit von Menschen insbesondere in urbanisierten Gebieten der westlichen Welt verbessert. Angesichts von fortschreitendem Klimawandel und zunehmender Ressourcenknappheit werden jedoch die mit dem linearwirtschaftenden System verbundenen Probleme zunehmend sichtbarer. Abwasserbasierte Sanitärversorgung verbraucht große Mengen an Frischwasser und Energie, verursacht erhebliche Mengen an Treibhausgasemissionen (THG) und belastet trotz hochmoderner Kläranlagen unsere terrestrischen und aquatischen Ökosysteme mit Nähr- und Schadstoffen. Somit stellt das etablierte Sanitärsystem eine nicht zu vernachlässigende Belastungsquelle der planetaren Grenzen dar. Insbesondere der hohe Verbrauch und die Beeinträchtigung durch Verschmutzung der zunehmend kostbaren Frischwasserressourcen in Zeiten von Dürren und Trockenheit bekräftigt die Diskussion rund um die Umsetzung alternativer Sanitärsysteme.
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| Quelle: | Wasser und Abfall 01 (Januar 2025) | |
| Seiten: | 7 | |
| Autor: | Gero Frank Scheck Dr. Greta Sudermann | |
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