Erhöhter Durchsatz in Müllverbrennungsanlagen durch Einsatz einer hybriden Feuerleistungsregelung

Die Wirtschaftlichkeit von Müllverbrennungsanlagen steigt mit der Menge Müll, die innerhalb eines bestimmten Betriebszeitraumes durchgesetzt werden kann. Dabei ist noch zu beachten, dass
- vorgegebene Emissionsgrenzwerte nicht überschritten werden dürfen,
- der Müll gut ausgebrannt sein muss und
- der Einsatz von mit teurem Öl betriebenen Stützbrennern möglichst vermieden werden muss.

Je stabiler die Leistung eines mit Müll befeuerten Dampferzeugers auf dem gewünschten Niveau gehalten werden kann, desto näher kann der eingestellte Leistungssollwert an der Auslegungsgrenze des Müllkessels liegen. Ein erhöhter Leistungssollwert hat aber auch unmittelbar eine Erhöhung des Mülldurchsatzes zur Folge. Mit einer stabileren Feuerleistungsregelung wird daher direkt auch eine Erhöhung der Wirtschaftlichkeit der Müllverbrennungsanlage möglich. Aufgrund der Inhomogenität des Brennstoffes ist die Regelung der Leistung von Müllkesseln jedoch mit besonderen Schwierigkeiten verbunden. Klassische Regelkonzepte können der Brennstoff-Unsicherheit nicht in ausreichendem Maße Rechnung tragen. Fuzzy-Regelungskonzepte sind schwierig für eine ganz bestimmte Anlage optimierbar und wenig robust.



Copyright: © TK Verlag - Fachverlag für Kreislaufwirtschaft
Quelle: Energie aus Abfall 4 (2008) (Mai 2008)
Seiten: 14
Preis: € 0,00
Autor: Dipl.-Ing. Matthias Röderer

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