Perspektiven der kommunalen Entsorgungswirtschaft unter aktuellen Randbedingungen

Randbedingungen bilden den Rahmen für die Ausgestaltung einer Tätigkeit. Den Rahmen für die Ausgestaltung der deutschen Abfallwirtschaft bilden maßgeblich die Randbedingungen, die von Politik, Wirtschaft und ökologischen Gegebenheiten vorgegeben werden. Auch die Auseinandersetzungen zwischen privaten und kommunalen Entsorgungsunternehmen beeinflussen die Ausgestaltung der Aufgaben. Die aktuellen Konflikte sind in der Renaissance der kommunalen Entsorger begründet und werden durch Unklarheiten des Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetzes ermöglicht.

Langfristige Entsorgungssicherheit bei bestmöglichem Service auf einem hohen ökologischen Niveau und bei stabilen Gebühren. Diese festen, kommunalen Grundprinzipien, zusammengefasst unter der Bezeichnung „Citizen Value“, haben in den letzten Jahren zu einer Renaissance der kommunalen Abfallwirtschaft geführt. Besonders die Entwicklungen in der aktuellen Wirtschaftskrise verdeutlichen, dass kommunale Unternehmen auch in wirtschaftlich schwierigen Situationen weiterhin verlässlich ihren Pflichten nachkommen. Selbstsicher entwickeln sich die kommunalen Entsorger nun zu einem Teil der Kreislaufwirtschaft und unterstützen damit aktiv den Klima- und Ressourcenschutz. Die Wiedererstarkung hat die kommunale Abfallwirtschaft nachhaltig gefestigt und die Auseinandersetzung zwischen Privaten und Kommunalen angetrieben.



Copyright: © Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH
Quelle: 22. Kasseler Abfall- und Bioenergieforum - 2010 (April 2010)
Seiten: 9
Preis inkl. MwSt.: € 4,50
Autor: Prof. Dr.-Ing. Rüdiger Ulrich Siechau

Artikel weiterleiten In den Warenkorb legen Artikel kommentieren


Diese Fachartikel könnten Sie auch interessieren:

Wertstoffhof 2020 - Neuorientierung von Wertstoffhöfen
© ia GmbH - Wissensmanagement und Ingenieurleistungen (4/2015)
Im Jahr 2014, zwanzig Jahre nach dem durch das Bayerische Staatsministerium für Landesentwicklung und Umweltfragen organisierten Wettbewerb „Der vorbildliche Wertstoffhof“, ist es sicher angebracht, sich dem Thema erneut zuzuwenden. Was ist aus den prämierten Wertstoffhöfen der Preisträger in den jeweiligen Clustern geworden? Wie hat sich das System grundsätzlich entwickelt? Wo geht es hin, wenn man die gesellschaftlichen Anforderungen aus demografischer Entwicklung, Ressourcenschutz und Klimarelevanz betrachtet?

Rekommunalisierung versus Privatisierung
© TK Verlag - Fachverlag für Kreislaufwirtschaft (6/2009)
Während Kommunen teilweise nach wie vor unverändert die Marschroute der vergangenen Jahre verfolgen und weiter auf Privatisierung setzen, kehrt sich diese Entwicklung andernorts scheinbar um und Städte und Gemeinden holen sich zurück, was einst ausgegliedert wurde (Rekommunalisierung). Insbesondere im Bereich der Abfallentsorgung ist dies zunehmend zu beobachten, so dass an manchen Stellen schon von einer Trendwende oder sogar von einem neuen Trend zur Rekommunalisierung gesprochen wird.

Das Züricher Modell
© Universität Stuttgart - ISWA (9/2008)
Das Schweizer Umweltschutzgesetz USG, Art. 30 ist die Basis der Abfallwirtschaft für alle Beteiligten mit den bekannten Parametern: - Vermeiden - Recyclen - Entsorgen und Verwerten

Kosten und Gebühren der Abfallwirtschaft in Bayern 2008
© Bayerisches Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz (6/2008)
Gebührenvergleich aller 86 örE in Bayern; Abfallgebühren in den einzelnen Bundesländern; Strategien der Zusammenarbeit von Privatwirtschaft und Kommunen - Handlungsfelder und Beispiele

Kosten und Gebühren der Abfallwirtschaft in Bayern 2006
© Bayerisches Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz (2/2006)
Die Abfallgebühren für einen durchschnittlichen 4-Personen-Haushalt wurden auf Basis der aktuellen Gebührensatzungen ermittelt. In Bayern wurden dabei erstmals die Abfallgebühren aller öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträger aus 86 Landkreisen und kreisfreien Städten erfasst.

Name:

Passwort:

 Angemeldet bleiben

Passwort vergessen?