Messgrößen für Technologien und Maßnahmen, die zu einer Steigerung ressourceneffizienten Handelns führen, können ebenso mannigfaltig sein, wie die Wege zu einer Steigerung der Ressourceneffizienz selbst. Um Empfehlungen für unternehmerische und politische Entscheidungsprozesse aussprechen zu können ist jedoch eine Vergleichbarkeit solcher Messgrößen relevant. Vor diesem Hintergrund wurde eine für Ökobilanzen nutzbare Methodik entwickelt, die den abiotischen Ressourcenverbrauch ganzheitlich messbar macht.
Neben der Methodik selbst wird auch die Datengrundlage geologischer Vorkommen als Basis der Bilanzierung ebenso wie die Äquivalenzeinheit neu aufgestellt. Zusammenfassend werden hinsichtlich geologischer Aspekte der Verbrauch, die Ressourcenverfügbarkeit, der anthropogene Vor-rat und die dissipativen Verluste global betrachtet berücksichtigt. Zusätzlich fließen neun sozioökonomische Aspekte als ein Co-Faktor in die Berechnung ein. Zu diesen zählen globale (z.B. Länderrisiko, Unternehmenskonzentration) als auch regionale (z.B. Importabhängigkeit, regionale Bedeutung) Eigenschaften.Ressourceneffiziente Arbeitsweisen ermöglichen es Unternehmen, Kosten, Importabhängigkeiten und die mit dem Rohstoffverbrauch verbundenen Umweltauswirkungen zu verringern. Anerkannte Strategien hierzu sind die generelle Verringerung des Ressourceneinsatzes zum Erreichen eines bestimmten Nutzens oder die Erhöhung des Nutzens aus einem gegebenen Ressourceneinsatz. In beiden Fällen steigt der Quotient – die Ressourceneffizienz – aus Nutzen zum dafür nötigen Aufwand an. Der Freistaat Bayern unterstützt in diesem Zusammenhang die Entwicklung von Innovationen durch anwendungsorientierte Forschung im Bereich Ressourceneffizienz und Kreislaufwirtschaft.
| Copyright: | © Lehrstuhl für Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der Montanuniversität Leoben | |
| Quelle: | Recy & Depotech 2020 (November 2020) | |
| Seiten: | 6 | |
| Preis inkl. MwSt.: | € 3,00 | |
| Autor: | Prof. Dr. Mario Mocker | |
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