Grüne Tonne plus – ein alternatives Wertstofferfassungssystem

Abfallwirtschaftliche Lösungen zeichnen sich in der Regel dadurch aus, dass sie auf individuelle Gegebenheiten abgestimmt sind und damit nicht ohne weiteres auf andere Gebiete übertragen werden können. Dies gilt sicher auch für das System der Grünen Tonne plus im Rhein-Neckar-Kreis.

Der Rhein-Neckar-Kreis ist mit rd. 540.000 Einwohnern der größte Landkreis in Baden-Württemberg. Mit einer Fläche von 1.062 km² und über 240.000 Haushalten vereint er in der Gebietsstruktur sowohl städtische Elemente im Nahbereich von Mannheim und Heidelberg als auch ländlich geprägte Gebiete im Odenwald und Kraichgau. Vor diesem Hintergrund wurden gerade in den achtziger Jahren vielfältige Untersuchungen sowohl zur stofflichen Erfassung und Verwertung von Abfällen als auch zur thermischen Nutzung der Abfallstoffe angestellt. Insbesondere erfolgte bereits Anfang 1990 die Ausgliederung der Aufgaben der Abfallentsorgung – nach dem damaligen Sprachgebrauch – in eine Eigengesellschaft, der AVR Abfallverwertungsgesellschaft des Rhein-Neckar-Kreises mbH mit Sitz in Sinsheim. Hieraus ist in den letzten Jahren eine Unternehmensgruppe mit 5 Einzelfirmen in den Geschäftsfeldern der hoheitlichen und gewerblichen Abfallwirtschaft, der Gebäudereinigung und der Energieerzeugung und -verwertung im Bereich der erneuerbaren Energien mit über 500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern entstanden.



Copyright: © Universität Kassel
Quelle: Kasseler Modell - mehr als Abfallentsorgung (2009) (Dezember 2009)
Seiten: 10
Preis inkl. MwSt.: € 5,00
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