Neue Wege der Sortierung und Wiederverwertung von Altholz

Die Sortierung und Wiederverwertung eines nachwachsenden Rohstoffs wie des Holzes scheint angesichts seines hohen Brennwertes und seiner vermeintlich unerschöpflichen Menge ungewöhnlich zu sein. Da die Waldwirtschaft aber nicht mehr unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit wirtschaftet, ist eine Verknappung des Holzangebots abzusehen. Vor dem Hintergrund, dass in Zukunft auch ein Teil der derzeit aus fossilen Ressourcen gespeisten Rohstoffe aus lignocellulosen Materialien hergestellt werden müssen, ist auch hier -wie in anderen Industriebereichen- eine Kaskadennutzung anzustreben.

Die ersten Untersuchungen zur sensorgestützten Sortierung von Fremdkörpern und Holzschutzmitteln mit modernen Detektionstechniken wie der Nah-Infrarot-Spektroskopie, Ionen-Mobilitäts-Spektrometrie (IMS) und der Röntgenfluoreszenzanalyse (RFA) sind sehr vielversprechend.

Es erscheint möglich – auch unter den in Deutschland vorgegebenen rechtlichen Rahmenbedingungen – die Menge des stofflich genutzten Altholzes von derzeit etwa 30 Prozent auf deutlich mehr als 50 Prozent zu erhöhen und damit ähnliche Verwertungsquoten wie in anderen Ländern Europas zu erzielen.



Copyright: © TK Verlag - Fachverlag für Kreislaufwirtschaft
Quelle: Recycling und Rohstoffe 6 (2013) (Juni 2013)
Seiten: 24
Preis inkl. MwSt.: € 0,00
Autor: Dipl.-Phys. Peter Meinlschmidt
Dr. Dirk Berthold
Robert Briesemeister

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