Sekundärrohstoffe im Spannungsfeld Quote/Markt/Qualität - am Beispiel Stahl- und Metallschrott

Das umweltpolitische Ziel, natürliche Ressourcen zu schonen, kommt den Werkstoffen Feund NE-Metallen sehr entgegen. Schrotte werden immer wieder – und zwar ohne nennenswerten Qualitätsverlust – in Stahlwerken, Gießereien, Aluminium-, Kupfer- und Bleihütten als sekundäre Rohstoffe eingesetzt. Durch das Stahl- und Metallrecycling werden damit knappe Rohstoffvorräte geschont, Energie eingespart, die Umwelt von Rückständen entlastet und erhebliche Kohlendioxid-Emissionen vermieden.

Stahlschrott wird im Oxygenstahlverfahren zusätzlich zum Roheisen zu ca. 20 % eingesetzt. Im Elektrostahlverfahren beträgt der Stahlschrotteinsatz nahezu 100 %. Weltweit trägt die Elektrostahlerzeugung zu knapp 30 % zur Produktion von Stahl bei. In der EU beträgt der Anteil ca. 44 %, in Deutschland ca. 35 %.
Der Eigenentfall der Stahlwerke verbleibt im Kreislauf der Werke und wird deshalb auch Kreislaufschrott genannt. Durch den Einsatz der Stranggießtechnik hat der Kreislaufschrott in den letzten Jahren ständig abgenommen. Der sog. Zukaufschrott wird von der Stahlrecyclingwirtschaft erfasst, aufbereitet und an die Stahlwerke geliefert. Eine grobe Kategorisierung besteht hinsichtlich Stahlaltschrott und Stahlneuschrott.



Copyright: © IWARU, FH Münster
Quelle: 13. Münsteraner Abfallwirtschaftstage (Februar 2013)
Seiten: 4
Preis inkl. MwSt.: € 2,00
Autor: Dr. Rainer Cosson

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