Werden bestimmten Wirtschaftszweigen großzügig Emissionshandelszertifikate zugeteilt, stellt sich die Frage eines Verstoßes gegen das Beihilfenverbot nach Art. 87 EG.
Einen solchen untersagt Ziff. 5 Anhang III Emissionshandelsrichtlinie explizit und verbietet daher eine ungerechtfertigte Bevorzugung bestimmter Unternehmen oder Tätigkeiten bei der Aufstellung nationaler Zuteilungspläne und damit bei der Ausgabe und Zuteilung von Emissionsberechtigungen. Die dabei zu beachtenden Gesichtspunkte hat die Kommission in einem auf die vorgenannten Bestimmungen bezogenen Schreiben State Aid and National Allocation Plans“ vom 17. März 20041 näher konkretisiert. Darin wird eine Zertifikatausgabe als Beihilfe betrachtet, die den voraussichtlichen Bedarf zur Abdeckung der von einem Unternehmen ausgestoßenen Emissionen übersteigt. Eine Störung des Wettbewerbs wird aber dann ausgeschlossen, wenn eine Verbindung zu einer ökonomischen oder ökologischen Gegenleistung vorliegt. Damit besteht auch nach der Kommission ein Ansatz, um Selbstverpflichtungen bei der Zertifikatausgabe adäquat zu berücksichtigen.
| Copyright: | © Lexxion Verlagsgesellschaft mbH | |
| Quelle: | EurUP 05/2004 (Oktober 2004) | |
| Seiten: | 6 | |
| Preis inkl. MwSt.: | € 32,00 | |
| Autor: | Univ.-Prof. Dr. jur. Walter Frenz | |
| Artikel weiterleiten | In den Warenkorb legen | Artikel kommentieren |
Die Umsetzung der EU-Emissionshandels-Richtlinie aus der Perspektive eines globalen Energie-Konzerns
© Lexxion Verlagsgesellschaft mbH (3/2004)
Im Rahmen des Kyoto-Protokolls verpflichten sich die Industriestaaten, ihre Emissionen der sechs wichtigsten Treibhausgase im Zeitraum 2008 bis 2012 um mindestens 5% gegenüber dem Stand von 1990 zu reduzieren.
Einsatz eines adaptiven Kennfeldreglers auf kommunalen Kläranlagen
© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (10/2025)
Steigende Energiekosten veranlassen immer mehr Betreiber von Abwasseranlagen, energetische Optimierungen vorzunehmen. Durch den Einsatz von neuen Reglern lässt sich die Betriebsführung sowohl gleichzeitig hinsichtlich Ablaufqualität und Energiebedarf als auch gezielt auf eine der beiden Zielgrößen verbessern. Der Vergleich eines neu entwickelten adaptiven Kennfeldreglers (AMC) mit einem klassischen PI-Regler macht dies deutlich.
Überarbeitung der Abfallrahmenrichtlinie
© Lexxion Verlagsgesellschaft mbH (8/2025)
Maßnahmen gegen Lebensmittelverschwendung und die erweiterte Herstellerverantwortung für Textilien
Das Schiffsenergierecht der FuelEU-Maritime- Verordnung als Konsolidierung emissionshandelsrechtlicher Regelungsstrukturen im (Umwelt-)Ordnungsrecht
© Lexxion Verlagsgesellschaft mbH (8/2024)
Die Schifffahrt ist neuerdings zwei Klimaschutzinstrumenten unionsrechtlichen Ursprungs unterworfen, die erstmals eine Reduktion ihrer Treibhausgasemissionen zum Ziel haben: Einerseits ist der Schiffsverkehr seit Beginn des Jahres 2024 in das Emissionshandelssystem der Europäischen Union eingebunden, andererseits gelten ab 2025 die Vorschriften der FuelEU- Maritime-Verordnung.
Zur Machbarkeit eines Tunnels zur Hochwasserentlastung von der Ahr in den Rhein
© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (5/2024)
Das Juli-Hochwasser 2021 in Mitteleuropa verursachte in Deutschland Schäden von ca. 32,7 Mrd. € und es sind über 180 Menschen gestorben. Neben den zahlreichen Toten wurden Wohnhäuser und große Teile der Infrastruktur in den betroffenen Gebieten stark beschädigt oder sogar vollständig zerstört.