Steinklee - eine Energiepflanze für trockene Standorte

Unter den aktuellen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen werden auf den trockenen Sandstandorten Norddeutschlands nur sehr wenige Fruchtarten angebaut. Bekannte Probleme enger Fruchtfolgen verstärken sich in diesen Regionen durch das insgesamt niedrige Ertragsniveau und das Fehlen bodenfruchtbarkeitsfördernder Kulturen.

Weißer und Gelber Steinklee (Melilotus albus und M. officinalis) sind tiefwurzelnde überwinternde Leguminosen, die auch auf Sandbödenund bei niedrigen Jahresniederschlagsmengen hohe Erträge bringen können. IhreEinbeziehung in die Fruchtfolge fördert den Humusaufbau, verbessert dieBodenstruktur, verringert den Bedarf an N-Düngern und erhöht dieArtendiversität. Blühende Bestände sind eine hervorragende Bienenweide. DerAnbau als Energiepflanzen für Biogasanlagen ermöglichst ihre wirtschaftlicheVerwertung. Für die moderne Tierfütterung ist cumarinreicher Steinklee nichtgeeignet. Bei Beachtung der besonderen Anforderungen und Eigenschaften desmeist zweijährigen Steinklees kann Biomasse von 25-80 dt TM ha-1 im Ansaatjahr und 100-150 dt TM ha-1 im Hauptnutzungsjahr geerntet werden. Dasentspricht Methanerträgen von ca. 1200-2850 m3 CH4 ha-1 und etwa 3000 m3 CH4 ha-1.



Copyright: © Agrar- und Umweltwissenschaftliche Fakultät Universität Rostock
Quelle: 8. Rostocker Bioenergieforum (Juni 2014)
Seiten: 5
Preis inkl. MwSt.: € 2,50
Autor: Ines Bull

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