In Deutschland werden seit Inkrafttreten des Gesetzes über den Vorrang erneuerbarer Energien (Erneuerbare-Energien-Gesetz-EEG) im Jahr 2000 vermehrt Photovoltaikanlagen (PVA) errichtet. Neben Dächern und Freiflächen sind auch vorübergehend oder dauerhaft nicht mehr in Betrieb befindliche Deponien oder Deponieabschnitte als Standorte für PVA geeignet.
Trotz Unterstützung von staatlichen Stellen (u.a, LfU; LfA der Länder) gibt es immer noch Unsicherheiten und Vorbehalte seitens der Deponiebetreiber. In den letzten Jahren wurden aber auch hier Konzepte und Techniken in der Photovoltaik entwickelt, die den speziellen Anforderungen und Bedürfnissen der Deponienachsorge Rechnung tragen. Im Vordergrund der nachfolgenden Ausführungen stehen technische Aspekte bei der Realisierung.
Mit Blick auf die weitere nachhaltige Sicherstellung der Energieversorgung wird zukünftig die Photovoltaik als eine umwelt- und Ressourcen schonende Art der dezentralen Stromerzeugung eine entscheidende Rolle spielen.
Durch die begrenzten wirtschaftlichen Nutzungsmöglichkeiten für sonstige Aufgaben einerseits sowie der oft sehr guten Ausgangsbedingungen für PV Nutzung andererseits werden Deponien hier weiter in den Focus rücken.
| Copyright: | © Wasteconsult International | |
| Quelle: | Praxistagung 2014 (Dezember 2014) | |
| Seiten: | 19 | |
| Preis inkl. MwSt.: | € 0,00 | |
| Autor: | Dipl.-Ing. Jürgen Schmid Dipl.-Ing. Axel Beese Dipl.-Ing. Manfred Karl | |
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Deponieabdichtung mittels Photovoltaikanlage
© Wasteconsult International (12/2008)
Die photovoltaische (PV) Energieerzeugung ist eine umwelt- und ressourcenschonende Möglichkeit der Stromerzeugung. Zur Realisierung von Anlagen mit sehr großer Leistung kommen als Standort Freiflächen außerhalb von Gebäuden in Betracht, z.B. Deponien.
Aufgrabung eines Oberflächenabdichtungssystems aus geosynthetischer
Tondichtungsbahn und Kunststoffdränelement 24 Jahre
nach der Errichtung
© Lehrstuhl für Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der Montanuniversität Leoben (12/2024)
Auf der Deponie Ansprung in Sachsen (Deutschland) wurde im Jahr 1999 ein Oberflächenabdichtungssystem mit Kunststoffdränelement und geosynthetischer Tondichtungsbahn errichtet. Bei der Tondichtungsbahn handelt es sich um eine vernähte, schwere Calciumbentonitmatte mit 10 kg/m² Bentoniteinwaage, wie sie bereits seit vielen Jahren auch in Österreich als alternatives Abdichtungssystem eingesetzt wird.
Deponieplanung unter Dichtestress: Ermittlung Deponiebedarf und Standortsuche in der Schweiz
© Lehrstuhl für Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der Montanuniversität Leoben (12/2024)
Trotz einer raumplanerisch schwierigen Ausgangslage, im dicht besiedelten Kanton Zürich, gelang es, ausreichend neue Deponiestandorte zu finden.
Stand der Technik der Abfallablagerung auf Deponien in Deutschland und deren Beitrag zum Klimaschutz zur Vorbereitung der Arbeiten für ein BVT-Merkblatt Deponien
© Lehrstuhl für Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der Montanuniversität Leoben (12/2024)
Der Stand der Technik im Bereich der Deponien soll künftig über ein BVTMerkblatt geregelt werden. So sollen Umweltauswirkungen im Zusammenhang mit dem Deponiebetrieb wie zum Beispiel die Freisetzung von klimarelevanten Methanemissionen minimiert werden.
Stilllegung und Rekultivierung von Deponien mit geringem Gefährdungspotential im Land Brandenburg
© Lehrstuhl für Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der Montanuniversität Leoben (12/2024)
Laut Auskunft der Europäischen Kommission befinden sich im EUTerritorium bis zu 500.000 Abfalldeponien. Eine Strategie zum Umgang mit diesen Deponien hat die Kommission nicht.