Die Mär von der Atom-Renaissance

Die ganze Welt baut Atomkraftwerke? Von wegen. Die Metapher der »Renaissance« ist zum ideologischen Kampfbegriff geworden. Sieht man genauer hin, muss man eher von einer Talfahrt der Atomkraft reden. Ihr Anteil an der Stromversorgung geht zurück.

Am 9. Oktober titelte die New York Times: »Der Präsident stellt Pläne für eine Renaissance der Atomenergie vor«. Die USRegierung, heißt es dort, habe konkrete Schritte angekündigt, die sie unternehmen werde, um die kommerzielle Atomkraft wiederzubeleben. Das war 1981. Der Präsident hieß Ronald Reagan. Seitdem taucht der Begriff einer angeblichen Renaissance der Atomenergie immer wieder auf. Und immer wieder sucht man die wichtigste Zutat dieser Renaissance, nämlich den kraftvollen Zubau von Atomkraftwerken, vergeblich in der offiziellen Statistik des weltweiten Kraftwerkparks.
 
Mit Kommentar zum "Finnischem Atomprojekt Olkiluoto"



Copyright: © zeo2 - Deutsche Umwelthilfe e. V.
Quelle: 2-2008 (Februar 2008)
Seiten: 4
Preis inkl. MwSt.: € 4,00
Autor: Privatdozent, Dr. Lutz Mez
Mycle Schneider

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