Kernkraftwerk Greifswald/Lubmin – Stilllegung, Abbau und Standortperspektiven

Am Standort des Kernkraftwerkes Greifswald (KGR) befanden sich 1990 acht Blöcke des Druckwasserreaktors WWER-440 sowjetischer Bauart, ein Nasslager für abgebrannten Kernbrennstoff (ZAB), eine Zentrale Aktive Werkstatt (ZAW) und weitere Gebäude für die Behandlung und Lagerung von radioaktiven Abfällen.

Nach der Wiedervereinigung Deutschlands wurden die im Leistungsbetrieb befindlichen Blöcke 1 – 4 abgeschaltet, der Probebetrieb des Blockes 5 wurde eingestellt. Die Bauarbeiten an den Blöcken 6 – 8 wurden abgebrochen. In den Jahren 1990 und 1991 fiel die Entscheidung, die Anlagen stillzulegen; nach eingehenden Untersuchungen wurde schließlich aus wirtschaftlichen Gründen der Entschluss für die unmittelbare Beseitigung der Anlagen gefasst. Die Aufgabe der Energiewerke Nord (EWN) GmbH als Rechtsnachfolger des ehemaligen Kombinats Kernkraftwerke „Bruno Leuschner“ besteht in der Durchführung von Stilllegung und Abbau. Hierbei hat die Minimierung des Sicherheitsrisikos unter Berücksichtigung der Kosten den Vorrang. Eine weitere Aufgabe der EWN GmbH ist die Vorbereitung des Standortes für eine künftige industrielle Nutzung.



Copyright: © Lexxion Verlagsgesellschaft mbH
Quelle: EurUP 03/2006 (Juni 2006)
Seiten: 6
Preis inkl. MwSt.: € 16,00
Autor: Dipl.-Ing. Manfred Häger
Dipl. Ing. Eberhard Thurow

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