Luftschadstoffemissionen bei der Holzverbrennung

Steigende Rohölpreise, die CO2-Diskussion und letztlich auch das novellierte Erneuerbare- Energien-Gesetz (EEG) haben in Deutschland in den letzten Jahren zu einer Steigerung der Energieerzeugung aus Biomasse geführt. Eine Studie im Auftrag des Umweltministeriums (BMU) weist für 2006 eine installierte Leistung von fast 2.200 MWel aus Biomasse heiz)- kraftwerken aus, die etwa 2,3 % des deutschen Strombedarfs liefern.

Es werden Ergebnisse aus verschiedenen Messkampagnen an Holzfeuerungsanlagen unterschiedlicher Bauart und Feuerungswärmeleistung vorgestellt. Dabei kamen verschiedene Holzbrennstoffe zum Einsatz. Untersucht wurden neben den „klassischen“ Schadstoffen wie Staub, Kohlenmonoxid und Stickoxide besonders die Emissionen an polychlorierten Dibenzodioxinen und -furanen (PCDD/PCDF). Bereits beim Einsatz naturbelassener Holzbrennstoffe können während der Anfeuerungsphase und bei unzureichenden Verbrennungsverhältnissen nennenswerte PCDD/PCDF-Emissionen auftreten. Mit anderen Holzbrennstoffen werden starke Schwankungen der Emissionskonzentrationen beobachtet. Teilweise werden PCDD/PCDF-Gehalte im Abgas erreicht, die weit über dem für Anlagen nach der 17. BImSchV geltenden Grenzwert von 0,1 ng ITEQ/m3 liegen. An anderen Anlagen wurden jedoch nur Gehalte von weniger als 1 pg ITEQ/m3 gemessen. Es zeigte sich, dass die PCDD/ PCDF-Konzentrationen dabei ebenso wie die Kohlenmonoxid- und TOC-Gehalte stark von der Güte der Verbrennung abhängig sind.



Copyright: © Lehrstuhl für Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der Montanuniversität Leoben
Quelle: Depotech 2008 (November 2008)
Seiten: 4
Preis inkl. MwSt.: € 2,00
Autor: Dipl.-Ing. Horst Christian Gass
Dipl.-Chem. Wolfgang Sünderhauf
Dipl.-Ing. Norbert Suritsch

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