Bodenmanagement beim Emscherumbau in Zeiten knappen Deponieraums und der Entwicklungen zur Mantelverordnung

Seit dem Beginn der 1990er Jahre wird der Umbau des Emschersystems geplant und baulich umgesetzt.

Die Ableitung der Abwässer in offenen Gewässergerinnen wird durch neue unterirdische Abwasserkanäle mit einer Gesamtlänge von rd. 420 km er-setzt und die Gewässer der Emscher und deren Nebengewässer ökologisch auf rd. 330 km verbessert. Dabei fallen erhebliche Mengen an überschüssigem Bodenmaterial an, welches sich in etwa hälftig aus natürlichem Bodenmaterial und hälftig aus Bodenmate-rial mit einem Anteil technogener Substrate von mehr als 10 Vol.-% zusammensetzt.
Die Verwertung bzw. Beseitigung dieser Böden hängt zwar von vielen Faktoren ab, den entscheidenden Rahmen für das Bodenmanagement bilden jedoch die gesetzlichen Grundlagen des KrWG und Bodenschutzrechtes. Im August 2015 wurde der dritte Arbeitsentwurf der Mantelverordnung vom BMUB ver-öffentlicht. Um die möglichen Folgen bei einer Verabschiedung des 3. Arbeitsentwurfes abschätzen zu können, wurde unter dem Schlagwort „Planspiel“ ein moderierter Dialog zwischen BMUB und betroffenen Verbänden und Marktakteuren geführt. Die in diesem Planspiel herausgearbeiteten wesentlichen fachlichen Kritikpunkte an dem dritten Ar-beitsentwurf der MVO werden am konkreten Beispiel dargelegt, namentlich dem Em-scherumbau, als Infrastrukturprojekt in einem stark überprägten Siedlungsraum.



Copyright: © Wasteconsult International
Quelle: Praxistagung Deponie 2016 (November 2016)
Seiten: 15
Preis inkl. MwSt.: € 7,50
Autor: Christiane Hellmann

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