Schadstoffbelastung von Elbauen und Testung der Sanierung durch Phytoremediation

Aus früheren und aktuellen Untersuchungen ist bekannt, dass die Auenböden der Elbe und vor allem des Nebenflusses Mulde, elementspezifisch zum Teil hochgradig mit Metallen kontaminiert sind [1], [2]. Das Ausmaß der Belastung an einem Standort wird insbesondere durch die Überflutungsbedingungen während der Hochwasserphasen gesteuert und hängt maßgeblich von der Qualität und Quantität der Schwebstoffe sowie Sedimente ab, die sich während der Hochwasserphasen in den Auen absetzten.

Die mit dem Flusswasser der Elbe transportierten Schwebstoffe und Feinsedimente sind oftmals mit Schwermetallen und Arsen belastet. Bei Hochwasser gelangen diese Stoffe in die Flussauen, wo sie sich bevorzugt in strömungsberuhigten Bereichen absetzen. In Folge dieser Sedimentationsprozesse können Auenböden sowie die dort etablierten Pflanzen Belastungen aufweisen, die gültige Richt- und Grenzwerte überschreiten. Ausgehend von einer zusammenfassenden Darstellung über die Sediment-, Boden- und Pflanzenbelastung an repräsentativen Elbauenstandorten von Sachsen bis Niedersachsen wird für ein Untersuchungsgebiet ein mathematisches Verfahren zur Extrapolation von punktuell vorliegenden Analysendaten auf größere Flächenareale vorgestellt. Abschließend wird über erste Ergebnisse und konzeptionelle Vorstellungen zur Sanierung dieser Standorte mittels Phytoremediation durch Pappeln und Weiden berichtet.



Copyright: © Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH
Quelle: Wasserwirtschaft 06 / 2009 (August 2009)
Seiten: 8
Preis inkl. MwSt.: € 10,90
Autor: Prof. Dr. Ralph Meißner
Sebastian Bolze
Dr. Holger Rupp
PD Dr. habil. Christel Baum
Prof. Dr. Peter Leinweber

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