Grabenlos in Bulgarien – Sanierung einer Trinkwasserversorgungsleitung im Pull-In-Verfahren

Lochfraß machte die Sanierung einer Hauptversorgungsleitung der Stadt Shumen in Bulgarien zur obersten Priorität, um eine einwandfreie Trinkwasserversorgung sicherzustellen. Eine kurze Installationszeit, die heikle Bodenbeschaffenheit, ein Gefälle von sechs bis acht Prozent sowie ein 15°-Bogen begründeten die grabenlose Sanierung. Zum Einsatz kam ein Schlauchlining-Verfahren mittels Pull- In-Variante.

Bei der Sanierung von Wasserversorgungsnetzwerken gewinnt die grabenlose Bauweise seit Jahren an Bedeutung. Insbesondere im Bereich Trinkwasser und Brauchwasser haben die Schlauchliningtechnologien ein hohes technisches und wirtschaftliches Lösungspotenzial inne. Sie decken ein sehr breites Spektrum von Nennweiten und teils auch Profilen ab. Im bulgarischen Shumen setzte das verantwortliche Versorgungsunternehmen „Water Supply and Sewerage Company of Shumen“ auf das Schlauchlining-Verfahren und beauftragte die Instandsetzung von insgesamt vier Abschnitten des Rohrnetzwerkes von Shumen. Ein Abschnitt war zugleich ein Pilotprojekt: Zur Sanierung eines Abschnittes von 328 Metern Länge mit einem Durchmesser von 920 mm mit 16 bar Betriebsdruck wurde erstmals der Schlauchliner Nordipipe in der Pull-In-Variante installiert



Copyright: © wvgw Wirtschafts- und Verlagsgesellschaft Gas und Wasser mbH
Quelle: Heft 04 - 2014 (April 2014)
Seiten: 4
Preis inkl. MwSt.: € 4,00
Autor: Ingo Hoffmann
Viktor Laufer

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