StandortalternativenprĂŒfung bei Deponievorhaben auf eigenen FlĂ€chen - Herausforderungen zwischen steigendem Deponiebedarf und erweiterten Klagerechten der UmweltverbĂ€nde
© Lexxion Verlagsgesellschaft mbH (1/2018)
Die Entscheidung des OVG LĂŒneburg vom 4.7.2017 – 7 KS 7/15 ĂŒber eine Umweltverbandsklage gegen ein Deponievorhaben im Norden Niedersachsens ist unter anderem deshalb von besonderem Interesse, weil sie zu den ersten gehört, die bereits nach der sog. „großen Novelle“ des UmwRG vom Sommer 2017 und der letzten Ausweitung der RĂŒgerechte von anerkannten Umweltvereinigungen bei Klagen gegen umweltrelevante Großvorhaben ergangen ist.

DeponiekapazitÀten in Deutschland
© Wasteconsult International (5/2017)
Die Deponierung wird von der Politik eher stiefmĂŒtterlich behandelt. Dennoch besteht Bedarf fĂŒr die Deponierung, weil Wirtschaft und Privathaushalte mineralische bzw. inerte AbfĂ€lle produzieren, fĂŒr die sich eine unkontrollierte Ausbringung verbieten.

Neue Technologien und Anforderungen an die Deponienachsorge – Reichen die RĂŒckstellungen?
© Witzenhausen-Institut fĂŒr Abfall, Umwelt und Energie GmbH (5/2017)
Betrachtet man die Kostenblöcke bei der Deponienachsorge, im Wesentlichen also die Aufwendungen in der Nachsorgephase, so wird unschwer deutlich, dass die Sickerwasserreinigung die höchsten Ausgaben erforderlich machen wird. Die Deponiegasbehandlung wird sich zwar auch noch einige Zeit hinziehen, erfordert aber vergleichsweise deutlich kleinere GeldbetrĂ€ge. Daneben spielen Aufwendungen fĂŒr andere TĂ€tigkeiten, also solche wie Unterhalt, Instandhaltung und Reparatur z. B. fĂŒr die Abdeckung oder Abdichtung, RandgrĂ€ben, Straßen und Wege oder Bepflanzung eine untergeordnete Rolle. Von Kosten bei einer Nachnutzung sei hier abgesehen. Positiv fĂŒr die Nachsorgekostenberechnung von Deponien war, dass sich die Preissituation im Bereich der Ersatzbaustoffe erheblich in der Vergangenheit Ă€nderte und dass sich die Kosten fĂŒr die OberflĂ€chenabdichtungen insgesamt erniedrigten. Im Wesentlichen soll hier aber auf die Kostensituation in der Nachsorgephase eingegangen werden.

Anlagenumstellung und Stoffstromoptimierung im Entsorgungszentrum Gescher
© Witzenhausen-Institut fĂŒr Abfall, Umwelt und Energie GmbH (5/2017)
Die Entsorgungsgesellschaft WestmĂŒnsterland mbH verwertet seit 1995 die kreiseigenen BioabfĂ€lle in ihrem Kompostwerk in Gescher. Im Jahr 2000 wurde am gleichen Standort eine MBA in Betrieb genommen, die 2004 um eine Nachrottehalle erweitert wurde. Die MBA wurde zwischen 2012 und 2014 in zwei Stufen auf die Behandlung von BioabfĂ€llen umgestellt. 2004 wurde am Entsorgungszentrum Gescher eine KlĂ€rschlammvergĂ€rungsanlage errichtet, die als Ergebnis eines Forschungsvorhabens inzwischen ebenfalls auf die Verarbeitung von BioabfĂ€llen umgestellt wurde. Mittlerweile sind alle Stoffströme zwischen den Anlagen vernetzt, um ein hohes Maß an Betriebssicherheit und Kosteneffizienz zu erreichen. Der Anlagenpark wird aktuell um eine GrĂŒngutverwertungsanlage ergĂ€nzt.

Deponiewirtschaft heute und morgen – Potenziale, Problemfelder und Chancen
© Witzenhausen-Institut fĂŒr Abfall, Umwelt und Energie GmbH (5/2017)
In den meisten BundeslĂ€ndern besteht zumindest heute schon regionaler Deponiebedarf. Wenn zeitnah keine neuen Deponien hinzukommen, nĂ€hern sich einige BundeslĂ€nder sehr schnell dem Entsorgungsnotstand. Angesichts des gewaltigen jĂ€hrlichen Massenstroms an mineralischen AbfĂ€llen wĂŒrde eine Teilverschiebung in Folge von RechtsĂ€nderungen sehr schnell zum Entsorgungsnotstand in einigen BundeslĂ€ndern fĂŒhren. Vermeidbar wĂ€re dies nur, wenn nach heutigem Wissensstand bundesweit rund 50 Mio. m3 jĂ€hrlich neue DeponiekapazitĂ€t geschaffen wĂŒrde. Dabei sind die Unterschiede zwischen den BundeslĂ€ndern und den jeweiligen Deponieklassen zu berĂŒcksichtigen. Vielfach ist die Datenlage in den BundeslĂ€ndern unklar, zumindest aber nicht eindeutig und muss verbessert werden. Einige Bedarfsgutachten liegen inzwischen vor oder sind beauftragt.

Bundeseinheitliche QualitĂ€tsstandards (BQS) fĂŒr Deponieabdichtungssysteme – Was wurde erreicht?
© Witzenhausen-Institut fĂŒr Abfall, Umwelt und Energie GmbH (5/2017)
Abdichtungssysteme fĂŒr Deponien und die darin eingesetzten Materialien, Komponenten oder Systeme mĂŒssen dem Stand der Technik entsprechen. Die Anforderungen werden fĂŒr Geokunststoffe, Polymere und serienmĂ€ĂŸig hergestellte Dichtungskontrollsysteme durch die Bundesanstalt fĂŒr Materialforschung und -prĂŒfung in Zulassungsrichtlinien und fĂŒr sonstige Materialien, Komponenten oder Systeme dadurch die LĂ€nder in Bundeseinheitlichen QualitĂ€tsstandards (BQS) definiert. FĂŒr die Erarbeitung dieser BQS haben die LĂ€nder die LAGA Ad-hoc-AG „Deponietechnik“ eingerichtet. Dieser Ad-hoc-AG hat seit 2010 insgesamt 24 BQS erarbeitet. Sie bilden die Grundlage sowohl fĂŒr bundeseinheitliche Eignungsbeurteilungen durch die Ad-hoc-AG als auch fĂŒr Eignungsbeurteilungen im Einzelfall.

Sicherung einer Deponie fĂŒr Kraftwerksschlacke aus Sicht der Abfallbehörde
© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (4/2017)
Im Zuge der Stilllegung einer Deponie fĂŒr Schlackengranulat mussten die seinerzeit neuen Anforderungen an den Stand der Technik abfallrechtlich und baupraktisch im Nachgang zur bestehenden Genehmigung umgesetzt werden. Unvorhergesehene Schwierigkeiten, verursacht durch den Baugrund und die Bauverfahren, stellten besondere Herausforderungen an die Projektbeteiligten.

Erwartete und tatsÀchlich eingetretene Setzungen auf der Deponie Cröbern
© Wasteconsult International (11/2016)
Die Zentraldeponie Cröbern wurde auf einer Tagebaukippe in Mitteldeutschland geplant.

Entwicklung eines Simulationsmodells zur KostenabschÀtzung von Landfill Mining Projekten
© Lehrstuhl fĂŒr Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der MontanuniversitĂ€t Leoben (11/2016)
Landfill Mining (LFM) bietet die Möglichkeit SekundĂ€rrohstoffe aus Deponien wiederzugewinnen. Ob dieses Vorhaben ökonomisch durchgefĂŒhrt werden kann, ist von mehreren Faktoren abhĂ€ngig. Hierzu zĂ€hlt z.B. die Menge an wiedergewonnenen, potentiellen SekundĂ€rrohstoffen (z.B. Metalle), welche erlösbringend verwertet werden können.

Die Anwendung von Geogittern im Deponiebau und dabei besonders zu berĂŒcksichtigende Randbedingungen
© Lehrstuhl fĂŒr Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der MontanuniversitĂ€t Leoben (11/2016)
Geogitter können als Bewehrungselemente im Deponiebau mehrere Funktionen erfĂŒllen. Sie dienen der Sicherung gegen hangparalleles Gleiten von Abdichtungssystemen. Sie können ungleichmĂ€ĂŸige Setzungen insbesondere im Bereich von Zwischenabdichtungen ausgleichen. StĂŒtzwĂ€nde stabilisieren BöschungsfĂŒĂŸe nach dem Prinzip der kunststoffbewehrten Erde. Somit dienen Geogitter der Sicherung von Abdichtungssystemen gegen Gleiten und Verformungen oder, nach den gleichen technischen Prinzipien, dem wirtschaftlichen Aspekt der Optimierung des Deponievolumens. In der Planungsphase ist hierbei besonderes Augenmerk auf die BauausfĂŒhrung zu richten und die geometrischen Randbedingungen sind zu berĂŒcksichtigen. FĂŒr die Verankerung ist genĂŒgend Auflast und somit Platz vorzuhalten. Die Verlegung der Abdichtungskomponenten kann auf sehr steilen und langen Böschungen wegen der eingeschrĂ€nkten Befahrbarkeit problematisch bis unmöglich sein. Gegebenenfalls sind temporĂ€re Sicherungsmaßnahmen erforderlich.

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