Die Anwendung von Geogittern im Deponiebau und dabei besonders zu ber√ľcksichtigende Randbedingungen
© Lehrstuhl f√ľr Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der Montanuniversit√§t Leoben (11/2016)
Geogitter k√∂nnen als Bewehrungselemente im Deponiebau mehrere Funktionen erf√ľllen. Sie dienen der Sicherung gegen hangparalleles Gleiten von Abdichtungssystemen. Sie k√∂nnen ungleichm√§√üige Setzungen insbesondere im Bereich von Zwischenabdichtungen ausgleichen. St√ľtzw√§nde stabilisieren B√∂schungsf√ľ√üe nach dem Prinzip der kunststoffbewehrten Erde. Somit dienen Geogitter der Sicherung von Abdichtungssystemen gegen Gleiten und Verformungen oder, nach den gleichen technischen Prinzipien, dem wirtschaftlichen Aspekt der Optimierung des Deponievolumens. In der Planungsphase ist hierbei besonderes Augenmerk auf die Bauausf√ľhrung zu richten und die geometrischen Randbedingungen sind zu ber√ľcksichtigen. F√ľr die Verankerung ist gen√ľgend Auflast und somit Platz vorzuhalten. Die Verlegung der Abdichtungskomponenten kann auf sehr steilen und langen B√∂schungen wegen der eingeschr√§nkten Befahrbarkeit problematisch bis unm√∂glich sein. Gegebenenfalls sind tempor√§re Sicherungsma√ünahmen erforderlich.

Kombinierte Deponiebel√ľftung und -bew√§sserung √ľber horizontale Drainagesysteme
© Lehrstuhl f√ľr Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der Montanuniversit√§t Leoben (11/2016)
Vor dem Hintergrund signifikant abnehmender Deponiegasmengen sowie anhaltend hoher Verunreinigungen des erfassten Sickerwassers werden seit Dezember 2014 gro√ütechnische Ma√ünahmen zur beschleunigten Stabilisierung der Reaktordeponie am Standort umgesetzt. Ziel ist es, technische Aufwendungen und damit einhergehende Kosten im Zuge der Deponienachsorge zu minimieren und die Reaktordeponie in einen emissionsarmen und langzeitstabilen Zustand zu √ľberf√ľhren.

Die erfolgreiche Umsetzung des UVP-Verfahrens Deponie Rautenweg Wien
© Lehrstuhl f√ľr Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der Montanuniversit√§t Leoben (11/2016)
Eine Zielvorgabe der strategischen Umweltpr√ľfung f√ľr die Wiener Abfallwirtschaft, durchgef√ľhrt in den Jahren 2011 bis 2012, war die Gew√§hrleistung der Entsorgungssicherheit und Entsorgungsautarkie der Stadt Wien auch f√ľr die n√§chsten Jahrzehnte. Dies bedeutet ausreichend freies Deponievolumen f√ľr die Ablagerung der vorbehandelten Verbrennungsr√ľckst√§nde auf der Reststoffdeponie Rautenweg, der kommunalen Deponie der Stadt Wien.

Semmering-Basistunnel: Deponie Longsgraben und die komplexen Randbedingungen
© Lehrstuhl f√ľr Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der Montanuniversit√§t Leoben (11/2016)
In der Deponie Longsgraben wird Tunnelausbruch aus s√§mtlichen Zwischenangriffen sowie dem Portalbereich M√ľrzzuschlag abgelagert. Ausbruchmaterial aus dem Portalvortrieb in Gloggnitz wird aufgrund der geografischen Voraussetzungen mit der Bahn weggeschafft. Die Anlieferung des Tunnelausbruchs aus den benachbarten Baulosen auf die Deponie Longsgraben erfolgt per LKW √ľber im Vorfeld eigens errichtete Baustra√üen. Innerhalb des Bauloses erfolgt der Transport des Schuttermaterials von der BE-Fl√§che Fr√∂schnitzgraben √ľber ein etwa 2,3 km langes F√∂rderband in die Deponie.

FTIR-Sickerwasseranalysen f√ľr Monitoring von Altablagerungen und Deponien
© Lehrstuhl f√ľr Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der Montanuniversit√§t Leoben (11/2016)
Sickerwasseruntersuchungen liefern wichtige Informationen √ľber die Reaktivit√§t organischer Substanz in Deponien und sind hilfreich, um aktuell ablaufende Vorg√§nge in Deponien bzw. Deponieabschnitten zu beschreiben. FTIR-Spektroskopie ist rasch durchf√ľhrbar, zuverl√§ssig und erm√∂glicht eine umfassende Charakterisierung von Sickerw√§ssern. Eine Unterscheidung aerober und anaerober Deponiebedingungen ist mithilfe der Spektren eindeutig m√∂glich.

Intensiviertes Monitoring zur Bewertung der Deponienachsorge
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Deponiebetreiber sind verpflichtet Deponien nach Ablagerungsende solange nachzusorgen (zu betreuen bzw. zu kontrollieren) bis aus Sicht der zust√§ndigen Beh√∂rde von der Deponie keine Gef√§hrdung f√ľr Mensch und Umwelt zu erwarten ist. Als Grundlage zur Berechnung der finanziellen Sicherstellungsleistung f√ľr Nachsorgema√ünahmen werden in der Deponieverordnung Mindestzeitr√§ume von 30 (f√ľr Baurestmassen-, Reststoff- und Massenabfalldeponien) bzw. 40 Jahren (f√ľr ehemalige Hausm√ľlldeponien) festgeschrieben

Aerobe Stabilisierung von Deponien ‚Äď Technische L√∂sungen und erste Ergebnisse gef√∂rderter Projekte in Deutschland
© Lehrstuhl f√ľr Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der Montanuniversit√§t Leoben (11/2016)
Das Umweltbundesamt sch√§tzt, dass im Jahr 2015 ‚Äď und damit 10 Jahre nach Ende der Ablagerung von Organik auf Deponien in Deutschland ‚Äď immer noch √ľber 500.000 Tonnen Methan in deutschen Deponien entstanden sind, die erfasst und behandelt werden m√ľssen.

Wissenschaftliche Erkenntnisse aus der Bel√ľftung der Altlast Heferlbach
© Lehrstuhl f√ľr Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der Montanuniversit√§t Leoben (11/2016)
Obgleich in √Ėsterreich die Deponierung von unbehandelten Abf√§llen seit 2004 bzw. 2009 verboten ist, lagern auf √∂sterreichischen Deponien und Altablagerungen sch√§tzungsweise mehr als 60 Millionen Tonnen an unbehandelten Siedlungsabf√§llen. Die Emissionen dieser Deponien/Altablagerugen sind einerseits durch eine lang andauernde organische Belastung der Sickerw√§sser gekennzeichnet und andererseits durch die Produktion von Deponiegas (Methan und Kohlendioxid). Um die Emissionen zu reduzieren und insbesondere ihre Dauer zu verk√ľrzen wurde in den vergangenen Jahren die Methode der In-situ Bel√ľftung von Deponien propagiert. Dabei wird Luft in die Deponie/Altablagerung injiziert um aerobe Abbaubedingungen zu schaffen unter denen organische abbaubare Substanz schneller mineralisiert wird.

Deponierung und Verwertung von gefährlichen Abfällen im Kali- und Steinsalzbergbau
© Lehrstuhl f√ľr Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der Montanuniversit√§t Leoben (11/2016)
Gem√§√ü Kreislaufwirtschaftsgesetz ist der Begriff Entsorgung der Oberbegriff f√ľr Beseitigung und Verwertung. Bei der Untertagedeponie steht die langzeitsichere Beseitigung der Abf√§lle im Vordergrund. Bei der Untertageverwertung werden die stofflichen Eigenschaften von weniger kontaminierten Abf√§llen genutzt, um die bergrechtlich bestehenden Versatzpflichten f√ľr ausgew√§hlte Bereiche der Grube zu erf√ľllen.

Kohlenstoff- und Stickstoffbilanzen bei der in-situ Bel√ľftung von Altablagerungen
© Lehrstuhl f√ľr Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der Montanuniversit√§t Leoben (11/2016)
Deponien sind sehr uneinheitliche Strukturen, u.a. wegen der gro√üen Unterschiede im abgelagerten Abfall, dem Alter, klimatischen Gegebenheiten und der verwendeten Deponietechnik. Es lassen sich nichtsdestotrotz allgemeine Gesetzm√§√üigkeiten ableiten. Alte Hausm√ľllablagerungen z.B., die nicht vorbehandelte Abf√§lle enthalten, k√∂nnen jahrhundertelang problematische Stoffe √ľber das Sickerwasser emittieren, w√§hrend man davon ausgeht, dass Deponiegasemissionen mehrere Jahrzehnte nach Ablagerungsende ein umweltvertr√§gliches Ma√ü erreichen.

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