Semmering-Basistunnel: Deponie Longsgraben und die komplexen Randbedingungen
© Lehrstuhl f√ľr Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der Montanuniversit√§t Leoben (11/2016)
In der Deponie Longsgraben wird Tunnelausbruch aus s√§mtlichen Zwischenangriffen sowie dem Portalbereich M√ľrzzuschlag abgelagert. Ausbruchmaterial aus dem Portalvortrieb in Gloggnitz wird aufgrund der geografischen Voraussetzungen mit der Bahn weggeschafft. Die Anlieferung des Tunnelausbruchs aus den benachbarten Baulosen auf die Deponie Longsgraben erfolgt per LKW √ľber im Vorfeld eigens errichtete Baustra√üen. Innerhalb des Bauloses erfolgt der Transport des Schuttermaterials von der BE-Fl√§che Fr√∂schnitzgraben √ľber ein etwa 2,3 km langes F√∂rderband in die Deponie.

FTIR-Sickerwasseranalysen f√ľr Monitoring von Altablagerungen und Deponien
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Sickerwasseruntersuchungen liefern wichtige Informationen √ľber die Reaktivit√§t organischer Substanz in Deponien und sind hilfreich, um aktuell ablaufende Vorg√§nge in Deponien bzw. Deponieabschnitten zu beschreiben. FTIR-Spektroskopie ist rasch durchf√ľhrbar, zuverl√§ssig und erm√∂glicht eine umfassende Charakterisierung von Sickerw√§ssern. Eine Unterscheidung aerober und anaerober Deponiebedingungen ist mithilfe der Spektren eindeutig m√∂glich.

Intensiviertes Monitoring zur Bewertung der Deponienachsorge
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Deponiebetreiber sind verpflichtet Deponien nach Ablagerungsende solange nachzusorgen (zu betreuen bzw. zu kontrollieren) bis aus Sicht der zust√§ndigen Beh√∂rde von der Deponie keine Gef√§hrdung f√ľr Mensch und Umwelt zu erwarten ist. Als Grundlage zur Berechnung der finanziellen Sicherstellungsleistung f√ľr Nachsorgema√ünahmen werden in der Deponieverordnung Mindestzeitr√§ume von 30 (f√ľr Baurestmassen-, Reststoff- und Massenabfalldeponien) bzw. 40 Jahren (f√ľr ehemalige Hausm√ľlldeponien) festgeschrieben

Aerobe Stabilisierung von Deponien ‚Äď Technische L√∂sungen und erste Ergebnisse gef√∂rderter Projekte in Deutschland
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Das Umweltbundesamt sch√§tzt, dass im Jahr 2015 ‚Äď und damit 10 Jahre nach Ende der Ablagerung von Organik auf Deponien in Deutschland ‚Äď immer noch √ľber 500.000 Tonnen Methan in deutschen Deponien entstanden sind, die erfasst und behandelt werden m√ľssen.

Wissenschaftliche Erkenntnisse aus der Bel√ľftung der Altlast Heferlbach
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Obgleich in √Ėsterreich die Deponierung von unbehandelten Abf√§llen seit 2004 bzw. 2009 verboten ist, lagern auf √∂sterreichischen Deponien und Altablagerungen sch√§tzungsweise mehr als 60 Millionen Tonnen an unbehandelten Siedlungsabf√§llen. Die Emissionen dieser Deponien/Altablagerugen sind einerseits durch eine lang andauernde organische Belastung der Sickerw√§sser gekennzeichnet und andererseits durch die Produktion von Deponiegas (Methan und Kohlendioxid). Um die Emissionen zu reduzieren und insbesondere ihre Dauer zu verk√ľrzen wurde in den vergangenen Jahren die Methode der In-situ Bel√ľftung von Deponien propagiert. Dabei wird Luft in die Deponie/Altablagerung injiziert um aerobe Abbaubedingungen zu schaffen unter denen organische abbaubare Substanz schneller mineralisiert wird.

Deponierung und Verwertung von gefährlichen Abfällen im Kali- und Steinsalzbergbau
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Gem√§√ü Kreislaufwirtschaftsgesetz ist der Begriff Entsorgung der Oberbegriff f√ľr Beseitigung und Verwertung. Bei der Untertagedeponie steht die langzeitsichere Beseitigung der Abf√§lle im Vordergrund. Bei der Untertageverwertung werden die stofflichen Eigenschaften von weniger kontaminierten Abf√§llen genutzt, um die bergrechtlich bestehenden Versatzpflichten f√ľr ausgew√§hlte Bereiche der Grube zu erf√ľllen.

Kohlenstoff- und Stickstoffbilanzen bei der in-situ Bel√ľftung von Altablagerungen
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Deponien sind sehr uneinheitliche Strukturen, u.a. wegen der gro√üen Unterschiede im abgelagerten Abfall, dem Alter, klimatischen Gegebenheiten und der verwendeten Deponietechnik. Es lassen sich nichtsdestotrotz allgemeine Gesetzm√§√üigkeiten ableiten. Alte Hausm√ľllablagerungen z.B., die nicht vorbehandelte Abf√§lle enthalten, k√∂nnen jahrhundertelang problematische Stoffe √ľber das Sickerwasser emittieren, w√§hrend man davon ausgeht, dass Deponiegasemissionen mehrere Jahrzehnte nach Ablagerungsende ein umweltvertr√§gliches Ma√ü erreichen.

Kohlenstoffsenke Deponie - Restkohlenstoffgehalt nach Aerobisierung
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Die mechanisch biologische Behandlung von Restabfall (MBA) hat das Ziel die enthaltenen organischen Ursprungssubstanzen zu mineralisieren bzw. zu stabilisieren. Dies f√ľhrt zur deutlichen Verringerung von Emissionen nach der abschlie√üenden Deponierung. Weiters kann eine MBA-Deponie auch als Kohlenstoffsenke betrachtet werden, da ein Teil der stabilisierten Kohlenstoffverbindungen √ľber lange Zeitr√§ume nicht abgebaut wird. Welcher Kohlenstoffanteil schlussendlich langfristig im Deponiegut verbleibt, ist derzeit jedoch nicht bekannt.

Massenmanagement beim Bau von Deponien aus planerischer Sicht
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Ein Massenmanagement bestimmter Materialien beim Deponiebau kann u.a. √∂konomische Vorteile bewirken, wie z.B. Kostenersparnisse, welche aufgrund g√ľnstiger Zeitpunkte der Akquisition sowie positive Auswirkungen auf den Bauablauf entstehen k√∂nnen. Auch die Verkn√ľpfung verschiedener Projekte in materialspezifischer Hinsicht lassen sich durch eine gute Planung aufeinander abstimmen.

Deponie Kapiteltal, DK I-Erweiterung ‚Äď ‚ÄěDeponie auf Deponie‚Äú
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Bei allem abfallwirtschaftlichen Engagement zur Vermeidung, Wiederverwendung und Recycling verbleibt am Ende eine Teilmenge zur Beseitigung. Hierf√ľr m√ľssen Kapazit√§ten geschaffen und vorgehalten werden.

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