Deponiewirtschaft heute und morgen – Potenziale, Problemfelder und Chancen
© Witzenhausen-Institut fĂŒr Abfall, Umwelt und Energie GmbH (5/2017)
In den meisten BundeslĂ€ndern besteht zumindest heute schon regionaler Deponiebedarf. Wenn zeitnah keine neuen Deponien hinzukommen, nĂ€hern sich einige BundeslĂ€nder sehr schnell dem Entsorgungsnotstand. Angesichts des gewaltigen jĂ€hrlichen Massenstroms an mineralischen AbfĂ€llen wĂŒrde eine Teilverschiebung in Folge von RechtsĂ€nderungen sehr schnell zum Entsorgungsnotstand in einigen BundeslĂ€ndern fĂŒhren. Vermeidbar wĂ€re dies nur, wenn nach heutigem Wissensstand bundesweit rund 50 Mio. m3 jĂ€hrlich neue DeponiekapazitĂ€t geschaffen wĂŒrde. Dabei sind die Unterschiede zwischen den BundeslĂ€ndern und den jeweiligen Deponieklassen zu berĂŒcksichtigen. Vielfach ist die Datenlage in den BundeslĂ€ndern unklar, zumindest aber nicht eindeutig und muss verbessert werden. Einige Bedarfsgutachten liegen inzwischen vor oder sind beauftragt.

Bundeseinheitliche QualitĂ€tsstandards (BQS) fĂŒr Deponieabdichtungssysteme – Was wurde erreicht?
© Witzenhausen-Institut fĂŒr Abfall, Umwelt und Energie GmbH (5/2017)
Abdichtungssysteme fĂŒr Deponien und die darin eingesetzten Materialien, Komponenten oder Systeme mĂŒssen dem Stand der Technik entsprechen. Die Anforderungen werden fĂŒr Geokunststoffe, Polymere und serienmĂ€ĂŸig hergestellte Dichtungskontrollsysteme durch die Bundesanstalt fĂŒr Materialforschung und -prĂŒfung in Zulassungsrichtlinien und fĂŒr sonstige Materialien, Komponenten oder Systeme dadurch die LĂ€nder in Bundeseinheitlichen QualitĂ€tsstandards (BQS) definiert. FĂŒr die Erarbeitung dieser BQS haben die LĂ€nder die LAGA Ad-hoc-AG „Deponietechnik“ eingerichtet. Dieser Ad-hoc-AG hat seit 2010 insgesamt 24 BQS erarbeitet. Sie bilden die Grundlage sowohl fĂŒr bundeseinheitliche Eignungsbeurteilungen durch die Ad-hoc-AG als auch fĂŒr Eignungsbeurteilungen im Einzelfall.

Sicherung einer Deponie fĂŒr Kraftwerksschlacke aus Sicht der Abfallbehörde
© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (4/2017)
Im Zuge der Stilllegung einer Deponie fĂŒr Schlackengranulat mussten die seinerzeit neuen Anforderungen an den Stand der Technik abfallrechtlich und baupraktisch im Nachgang zur bestehenden Genehmigung umgesetzt werden. Unvorhergesehene Schwierigkeiten, verursacht durch den Baugrund und die Bauverfahren, stellten besondere Herausforderungen an die Projektbeteiligten.

Erwartete und tatsÀchlich eingetretene Setzungen auf der Deponie Cröbern
© Wasteconsult International (11/2016)
Die Zentraldeponie Cröbern wurde auf einer Tagebaukippe in Mitteldeutschland geplant.

Entwicklung eines Simulationsmodells zur KostenabschÀtzung von Landfill Mining Projekten
© Lehrstuhl fĂŒr Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der MontanuniversitĂ€t Leoben (11/2016)
Landfill Mining (LFM) bietet die Möglichkeit SekundĂ€rrohstoffe aus Deponien wiederzugewinnen. Ob dieses Vorhaben ökonomisch durchgefĂŒhrt werden kann, ist von mehreren Faktoren abhĂ€ngig. Hierzu zĂ€hlt z.B. die Menge an wiedergewonnenen, potentiellen SekundĂ€rrohstoffen (z.B. Metalle), welche erlösbringend verwertet werden können.

Die Anwendung von Geogittern im Deponiebau und dabei besonders zu berĂŒcksichtigende Randbedingungen
© Lehrstuhl fĂŒr Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der MontanuniversitĂ€t Leoben (11/2016)
Geogitter können als Bewehrungselemente im Deponiebau mehrere Funktionen erfĂŒllen. Sie dienen der Sicherung gegen hangparalleles Gleiten von Abdichtungssystemen. Sie können ungleichmĂ€ĂŸige Setzungen insbesondere im Bereich von Zwischenabdichtungen ausgleichen. StĂŒtzwĂ€nde stabilisieren BöschungsfĂŒĂŸe nach dem Prinzip der kunststoffbewehrten Erde. Somit dienen Geogitter der Sicherung von Abdichtungssystemen gegen Gleiten und Verformungen oder, nach den gleichen technischen Prinzipien, dem wirtschaftlichen Aspekt der Optimierung des Deponievolumens. In der Planungsphase ist hierbei besonderes Augenmerk auf die BauausfĂŒhrung zu richten und die geometrischen Randbedingungen sind zu berĂŒcksichtigen. FĂŒr die Verankerung ist genĂŒgend Auflast und somit Platz vorzuhalten. Die Verlegung der Abdichtungskomponenten kann auf sehr steilen und langen Böschungen wegen der eingeschrĂ€nkten Befahrbarkeit problematisch bis unmöglich sein. Gegebenenfalls sind temporĂ€re Sicherungsmaßnahmen erforderlich.

Kombinierte DeponiebelĂŒftung und -bewĂ€sserung ĂŒber horizontale Drainagesysteme
© Lehrstuhl fĂŒr Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der MontanuniversitĂ€t Leoben (11/2016)
Vor dem Hintergrund signifikant abnehmender Deponiegasmengen sowie anhaltend hoher Verunreinigungen des erfassten Sickerwassers werden seit Dezember 2014 großtechnische Maßnahmen zur beschleunigten Stabilisierung der Reaktordeponie am Standort umgesetzt. Ziel ist es, technische Aufwendungen und damit einhergehende Kosten im Zuge der Deponienachsorge zu minimieren und die Reaktordeponie in einen emissionsarmen und langzeitstabilen Zustand zu ĂŒberfĂŒhren.

Die erfolgreiche Umsetzung des UVP-Verfahrens Deponie Rautenweg Wien
© Lehrstuhl fĂŒr Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der MontanuniversitĂ€t Leoben (11/2016)
Eine Zielvorgabe der strategischen UmweltprĂŒfung fĂŒr die Wiener Abfallwirtschaft, durchgefĂŒhrt in den Jahren 2011 bis 2012, war die GewĂ€hrleistung der Entsorgungssicherheit und Entsorgungsautarkie der Stadt Wien auch fĂŒr die nĂ€chsten Jahrzehnte. Dies bedeutet ausreichend freies Deponievolumen fĂŒr die Ablagerung der vorbehandelten VerbrennungsrĂŒckstĂ€nde auf der Reststoffdeponie Rautenweg, der kommunalen Deponie der Stadt Wien.

Semmering-Basistunnel: Deponie Longsgraben und die komplexen Randbedingungen
© Lehrstuhl fĂŒr Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der MontanuniversitĂ€t Leoben (11/2016)
In der Deponie Longsgraben wird Tunnelausbruch aus sĂ€mtlichen Zwischenangriffen sowie dem Portalbereich MĂŒrzzuschlag abgelagert. Ausbruchmaterial aus dem Portalvortrieb in Gloggnitz wird aufgrund der geografischen Voraussetzungen mit der Bahn weggeschafft. Die Anlieferung des Tunnelausbruchs aus den benachbarten Baulosen auf die Deponie Longsgraben erfolgt per LKW ĂŒber im Vorfeld eigens errichtete Baustraßen. Innerhalb des Bauloses erfolgt der Transport des Schuttermaterials von der BE-FlĂ€che Fröschnitzgraben ĂŒber ein etwa 2,3 km langes Förderband in die Deponie.

FTIR-Sickerwasseranalysen fĂŒr Monitoring von Altablagerungen und Deponien
© Lehrstuhl fĂŒr Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der MontanuniversitĂ€t Leoben (11/2016)
Sickerwasseruntersuchungen liefern wichtige Informationen ĂŒber die ReaktivitĂ€t organischer Substanz in Deponien und sind hilfreich, um aktuell ablaufende VorgĂ€nge in Deponien bzw. Deponieabschnitten zu beschreiben. FTIR-Spektroskopie ist rasch durchfĂŒhrbar, zuverlĂ€ssig und ermöglicht eine umfassende Charakterisierung von SickerwĂ€ssern. Eine Unterscheidung aerober und anaerober Deponiebedingungen ist mithilfe der Spektren eindeutig möglich.

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