AVV-Novelle: Evaluierung der QualitÀtssicherung von Ersatzbrennstoffen
und Ersatzbrennstoffprodukten© Lehrstuhl fĂŒr Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der MontanuniversitĂ€t Leoben (11/2022)
Im Zuge der Novellierung der bestehenden Abfallverbrennungsverordnung (AVV, 2002) wurde der Lehrstuhl fĂŒr Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft (AVAW) mit einer Evaluierung der Vorgaben fĂŒr die QualitĂ€tssicherung von Ersatzbrennstoffen (EBS) und Ersatzbrennstoffprodukten (Anlagen 8 und 9) betraut. Neben eigenen Erkenntnissen des AVAW sollten Erfahrungen, Daten und Feedback von den fĂŒr die AVV relevanten Stakeholdern (Zementwerke, andere Mitverbrennungsanlagen, Ersatzbrennstoffhersteller, Genehmigungsbehörden/ Landesregierungen, befugte Fachpersonen/Fachanstalten) eingeholt werden und die RĂŒckmeldungen in anonymisierter Form aufbereitet werden.
Green Deal im Wackersdorfer Revier â wie vor 40 Jahren der Kohleausstieg gelang© Lehrstuhl fĂŒr Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der MontanuniversitĂ€t Leoben (11/2022)
Die MĂŒllverbrennungsanlage Schwandorf ersetzte ein Braunkohleheizkraftwerk zur industriellen Energieversorgung. Zudem werden Strom und FernwĂ€rme ins öffentliche Netz eingespeist. Dies war Grund genug, im JubilĂ€umsjahr eine RĂŒckschau auf 40 Jahre Klimaschutz zu werfen und die Effekte zu quantifizieren.
Aufbereitung von SiebĂŒberlauf aus der Bioabfallbehandlung zu biogenem Restbrennstoff© Lehrstuhl fĂŒr Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der MontanuniversitĂ€t Leoben (11/2022)
Vor dem Hintergrund steigender Mengen von BioabfĂ€llen und dem damit verbundenen SiebĂŒberlauf aus der Bioabfallbehandlung wird im Projekt BioRestBrennstoff ein energieeffizienter Einsatz im Biomasseheizkraftwerk untersucht. Durch Variation der Aufbereitungsstrecke konnte eine Aufkonzentration der holzigen Fraktionen erreicht werden. Hohe Konzentrationen von Chlor, Kalium und Natrium im SiebĂŒberlauf-Holz fĂŒhren allerdings zu einem erhöhten Verschlackungsrisiko bei der Verbrennung. Um die kritischen Inhaltsstoffe zu entfernen, werden in einer aktuellen Kampagne nasse Aufbereitungsverfahren eingesetzt.
Was können Kompost und Humus zur Lösung der Klima- und
Ressourcenkrise beitragen?© Witzenhausen-Institut fĂŒr Abfall, Umwelt und Energie GmbH (11/2022)
Die VergĂ€rung von Biogut ist ein Verwertungsverfahren zur Erzeugung von Energie, ohne dabei auf Masse fĂŒr die Herstellung von humusreichem organischem DĂŒnger verzichten zu mĂŒssen. Die Bioabfall- und Kompostwirtschaft leistet bereits heute einen bedeutenden Beitrag zum Ressourcen- und Klimaschutz. Ein Ausbaupotenzial ist jedoch insbesondere durch eine Steigerung der getrennt erfassten BioabfĂ€lle aus privaten Haushalten gegeben. FĂŒr Unternehmen der Bioabfall- und Kompostbranche ist es empfehlenswert, sich einen Ăberblick ĂŒber die betriebliche Treibhausgasbilanz anhand anerkannter Normen zu verschaffen. Dazu hat der VHE in Zusammenarbeit mit der AWADO Agrar- und Energieberatung einen Leitfaden erstellt.
ZMS - Ăkonomische StabilitĂ€t in der Region© ia GmbH - Wissensmanagement und Ingenieurleistungen (7/2022)
Inhalt der PowerPoint PrÀsentation:
1. Ausgangsituation Schwandorf/Oberpfalz
2.Kohleausstieg als Chance
3.Aktuelle Situation
4.Bilanz nach 40 Jahren
5.Was bringt die Zukunft
Die Zukunft der MĂŒllverbrennung in einer modernen Kreislaufwirtschaft© Witzenhausen-Institut fĂŒr Abfall, Umwelt und Energie GmbH (10/2021)
Aktuell werden 26,3 Millionen Tonnen AbfĂ€lle in 66 MĂŒllverbrennungsanlagen (MVA) und 32 Ersatzbrennstoff(EBS)-Kraftwerken verbrannt. Nach konservativer SchĂ€tzung mĂŒssen bis 2030 etwa 50 der 66 MVA modernisiert werden.
Schwermetallbelastung und Behandlung von Aschen aus Abfallverbrennungsanlagen© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (3/2021)
Die Thermische Abfallbehandlung in Abfallverbrennungsanlagen sorgt fĂŒr eine Inertisierung des RestmĂŒlls bei gleichzeitiger Minimierung von abgas- und abwasserseitigen Emissionen. Da der GroĂteil der RĂŒckstĂ€nde in verwertbare SekundĂ€rprodukte ĂŒberfĂŒhrt wird, fördert die thermische Abfallbehandlung
die Verwirklichung einer Circular Economy in Europa.
Aktives Vorbeugen von BrĂ€nden durch beschĂ€digte Akkus in der Ersatzbrennstoffproduktion mit dem Lindner Feuer-PrĂ€ventionssystem© Lehrstuhl fĂŒr Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der MontanuniversitĂ€t Leoben (11/2020)
Eines der aktuellsten Probleme in der Aufbereitung von AbfĂ€llen zu Ersatzbrennstoffen (EBS) ist das hohe Brandrisiko, gröĂtenteils bedingt durch die stĂ€ndig steigende Anzahl an Lithiumbatterien im RestmĂŒll. Werden diese beschĂ€digt, kann eine chemische Reaktion in Gang gesetzt werden, welche zu enorm hohen Temperaturen fĂŒhrt. Dieser Umstand kann einerseits zu schweren BeschĂ€digungen der Anlage und schlimmstenfalls zu einem GroĂbrand fĂŒhren. Um diese Gefahrenquellen zu minimieren, erkennt das Lindner FPS (Feuer-PrĂ€ventionssystem) ĂŒberhitzte Partikel im Materialstrom, kĂŒhlt diese auf ein ungefĂ€hrliches Niveau oder ermöglicht die sichere manuelle Entnahme von nicht kĂŒhlbaren Objekten.
Was bedeuten neue Erkenntnisse zur Schlackenkonditionierung fĂŒr die Abfallwirtschaft?© Lehrstuhl fĂŒr Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der MontanuniversitĂ€t Leoben (11/2020)
In Ăsterreich fallen jĂ€hrlich rund 940.000 t Stahlwerksschlacken an (Bundesministerium fĂŒr Klimaschutz, Umwelt, Energie, MobilitĂ€t, Innovation und Technologie 2020), davon rund 78.000 t Elektroofenschlacken (EOS) (Perz 2001). Die EOS der Marien-hĂŒtte in Graz sind dabei seit 2019 kein Abfall, sondern Nebenprodukt (Landesverwaltungsgericht Steiermark 2018) und werden als Baustoff eingesetzt (MarienhĂŒtte Stahl und Walzwerk GmbH 2020). Dieser Beitrag zur Kreislaufwirtschaft fĂŒhrte zu einem Konflikt zwischen den Produzenten natĂŒrlicher und industrieller Gesteinskörnungen (Oberösterreichische Nachrichten 2014), der durch den Erlass der Recycling-Baustoffverordnung geschlichtet wurde (Bundesminister fĂŒr Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft 2015). Auslaugverhalten von Stahlwerksschlacken zu vertiefen und Grundlagen fĂŒr eine Op-timierung des Auslaugverhaltens zu legen, startete 2016 das Forschungsprojekt âMiLeSlagâ (FFG, Bridge FrĂŒhphase, Projekt-Nummer 851210), das von einem internationalen Konsortium, bestehend aus der MontanuniversitĂ€t Leoben, der Bundesanstalt fĂŒr Materialforschung und prĂŒfung, dem Energy Research Centre of the Netherlands, dem FEhS-Institut fĂŒr Baustoffforschung, der MarienhĂŒtte Stahl- und Walzwerk GmbH, der Max Aicher Umwelt GmbH, der Porr Umwelttechnik GmbH und der Scholz Austria GmbH umgesetzt wurde. Die abfallwirtschaftliche Relevanz der erzielten Projektergebnisse wurde bisher noch nicht ausreichend dargestellt und wird im Folgenden beleuchtet.
Die Brennstoffbeschickung von mit heterogenen Festbrennstoffen betriebenen Verbrennungsanlagen© Lehrstuhl fĂŒr Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der MontanuniversitĂ€t Leoben (11/2018)
Anlagen mit heterogenen Festbrennstoffen sind insbesondere Restabfall-, Biomasse- und Ersatzbrennstoff-Verbrennungsanlagen. Allen ist gemein, dass der heterogene Brennstoff zu ungleichmĂ€Ăigen VerbrennungszustĂ€nden fĂŒhrt, die u. a. das Freisetzen von emissions- und korrosionsrelevanten Schadstoffen beeinflussen.