Exergiebilanz der stofflichen & energetischen Abfallverwertung: Fallbeispiele© Lehrstuhl fĂĽr Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der Montanuniversität Leoben (11/2012)
Die Saubermacher Dienstleistungs AG ist an einer Energie- und Exergiebilanz der stofflichen und energetischen Verwertung von Abfällen interessiert, wobei die Randbedingungen ermittelt werden sollen, unter denen die stoffliche oder die energetische Verwertung sinnvoller ist. Anhand von vier Fallbeispielen – Aluminium, Kunststoff, Papier und Siedlungsabfall – wurde dieser Vergleich auf Basis einer Lebenszyklusanalyse („LCA - Life Cycle Assessment“) durchgeführt, und die wesentlichen Einflussparameter ermittelt. Einem Entsorgungsunternehmen stehen üblicherweise verschiedene Möglichkeiten der Behandlung zur Verfügung. Die Entscheidung, welcher Entsorgungsweg gewählt wird, obliegt dem Stoffstrommanagement. Die Entscheidung wird auf Basis ökonomischer aber zunehmend auch abfallwirtschaftlicher und ökologischer Kriterien gefällt.
Ver- und Entsorgung Recycling und Abfallverbrennung stellen keine Gegensätze dar© Rhombos-Verlag (10/2011)
Im Hinblick auf Rohstoffe und Energie nimmt die Abfallwirtschaft heute eine Mittler-position zwischen Entsorgung und Versorgung ein. Die Weichen für diese Entwicklung wurden mit dem ersten Abfallgesetz von 1986 gestellt. Zwei Erfordernisse muss die Abfallwirtschaft erfüllen: Abfälle müssen sicher – auch unter hygienischen, umwelt- und klimaschonenden Aspekten – behandelt werden. Und gleichzeitig gilt es, das Ressourcenpotential zu nutzen, das in den Abfällen enthalten ist. Das Recycling besitzt hohe Priorität, jedoch müssen ökologische und ökonomische Grenzen beachtet werden. Insbesondere muss sichergestellt werden, dass Schadstoffe durch das Recycling nicht in den Sekundärrohstoffen und damit in den Produkten angereichert werden.
Europäische Leitlinien zur Energieeffizienzberechnung in Abfallverbrennungsanlagen© Lexxion Verlagsgesellschaft mbH (9/2011)
Die Europäische Abfallrahmenrichtlinie 2008/98/EG vom 19.11.20081 (AbfRRL) hat bezüglich der Abfallverbrennung eine wesentliche Klarstellung vorgenommen. Verbrennungsanlagen, deren Zweck in der Behandlung fester Siedlungsabfälle besteht, können als energetische Verwertungsanlagen eingestuft werden, wenn sie eine Mindestenergieeffizienzkennzahl erreichen. Die Klarstellung des Status der Abfallverbrennung war notwendig, da die Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofes (im Fall „Luxemburg“)2, basierend auf der „alten“ Abfallrahmenrichtlinie, davon ausging, dass es sich bei der Verbrennung in einer „Abfallverbrennungsanlage“ grundsätzlich um eine Abfallbeseitigung, nicht um eine energetische Verwertung handele.
BegrĂĽndet die R1-Formel der Richtlinie 2008/98/EG einen allgemeinen „Verwerterstatus“ von HausmĂĽllverbrennungsanlagen?© Lexxion Verlagsgesellschaft mbH (9/2011)
Das Abfallrecht ist auf klare Begrifflichkeiten angewiesen; ohne klare Begriffe bleiben die abfallrechtlichen Vorgaben Stückwerk. Was in anderen Politikbereichen gilt, hat in der Abfallwirtschaft in besonderer Weise Gültigkeit: Wer eine gute Politik betreiben will, muss zunächst die Begriffe „in Ordnung bringen“.1 Vor diesem Hintergrund definiert Art. 3 der Richtlinie 2008/98/EG über Abfälle2 (nachfolgend AbfRL) insgesamt 20 abfallrechtliche Begriffe.
Energiesteuer im Bereich der Abfallwirtschaft – Besteuerung bei der Verbrennung von Abfällen und Ersatzbrennstoffen© Lexxion Verlagsgesellschaft mbH (9/2011)
Die Besteuerung von Ersatzbrennstoffen ist in Fachkreisen bereits seit Langem ein strittiges Thema, wobei die praktische Relevanz für die meisten Unternehmen in der Vergangenheit eher gering war. Durch die Änderungen des Energiesteuergesetzes, die zum 1.1.20111 bzw. zum 1.4.20112 in Kraft traten, sowie die gegenwärtig laufende Überarbeitung der Energiesteuerdurchführungsverordnung ist jedoch Bewegung in diese Thematik gekommen. Mit den Neuregelungen reagiert der Gesetzgeber insbesondere auf das Entstehen eines Marktes für Ersatzbrennstoffe, mit denen in der Praxis der Einsatz fossiler Brennstoffe verringert und Energiekosten eingespart werden. Die Substitution von Primärenergie durch hochkalorische Abfallfraktionen ist heute bereits fester
Bestandteil der Kreislaufwirtschaft.
Thermische Verwertung biogener Reststoffe und NährstoffrĂĽckgewinnung aus den VerbrennungsrĂĽckständen© Deutsche Gesellschaft fĂĽr Abfallwirtschaft e.V. (DGAW) (6/2011)
Die thermische Verwertung unterschiedlicher biogener Reststoffe stellt eine ökologisch sinnvolle Alternative der Energieerzeugung dar, da die Einsatzstoffe als klimaneutral gelten. Zudem entstehen bei dem Einsatz von Reststoffen keine Nutzungskonkurrenzen mit Nahrungsmitteln bezüglich der Anbauflächen, wie sie bei Energiepflanzen auftreten. Weiterhin kann mit einem breiteren Brennstoffspektrum flexibler auf Preisschwankungen am Markt reagiert werden.
Steigerung des elektrischen Wirkungsgrades bei der Abfallverbrennung mittels externer Ăśberhitzung© Deutsche Gesellschaft fĂĽr Abfallwirtschaft e.V. (DGAW) (6/2011)
Die Abfallverbrennung hat sich als ein wichtiger Bestandteil einer nachhaltigen Abfallwirtschaft etabliert. Trotz hoher Recyclingquoten sowie moderner Sortier- und Verwertungstechnik verbleiben Abfallfraktionen im Restmüll, die nicht stofflich nutzbar sind. Diese werden energetisch verwertet und substituieren somit Strom und Wärme aus konventioneller Erzeugung, wodurch ein Beitrag zur Ressourcenschonung geleistet wird. Aufgrund der bei der Verbrennung entstehenden korrosiven Abgasbestandteile und der damit verbundenen Begrenzung der Dampfparameter auf typischerweise 400 °C und 40 bar, sind die Wirkungsgrade bei der Abfallverbrennung und somit der Beitrag zur Ressourcenschonung jedoch limitiert.
Die ATAB: Backbone fĂĽr die Zukunft?© ia GmbH - Wissensmanagement und Ingenieurleistungen (5/2011)
Die ATAB hat zusammen mit der bayerischen Staatsregierung im Jahr 2010 erste Untersuchungen zur Hebung von Synergieeffekten bei der Integration von Bioabfallvergärungsanlagen in ein Abfallheizkraftwerk durchgeführt.
R1-Faktor zur Energieoptimierung von MĂĽllverbrennungsanlagen in der praktischen Umsetzung© Witzenhausen-Institut fĂĽr Abfall, Umwelt und Energie GmbH (4/2011)
Dieser Beitrag zielt darauf ab, Möglichkeiten aufzuzeigen, mit deren Hilfe die Energieeffizienz bei bestehenden Abfallverbrennungsanlagen im Zuge von Modernisierungs- und Sanierungsmaßnahmen erhöht werden kann. Dazu wird als Gütekriterium der von der europäischen Abfallrahmenrichtlinie beschriebene R1-Faktor herangezogen,
welcher definiert, wie der Wirkungsgrad bei eben diesen Anlagen zu bestimmen ist. Es soll hier nicht darum gehen, den R1-Faktor anzuzweifeln oder in Frage zu stellen. Vielmehr wird das sich bietende Potenzial durch die vereinheitlichte Bewertungsmöglichkeit für den Typus der Abfallverwertungsanlage bei dem die Verbrennung im Vordergrund steht genutzt [Abfallrahmenrichtlinie].