Quellen, Arten und Ströme von Makro- Kunststoffverschmutzungen in und entlang der Donau
© Lehrstuhl fĂŒr Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der MontanuniversitĂ€t Leoben (11/2022)
Mithilfe einer Materialflussanalyse (MFA) konnten die wesentlichen Hauptquellen, EintrĂ€ge, Transport- und Entsorgungswege von KunststoffabfĂ€llen (KSA) der Donau und den angrenzenden UferflĂ€chen zwischen Wien und der LĂ€ndergrenze AT-SK dargestellt werden. Die MFA zeigt, dass jĂ€hrlich etwa 96.000 t durch die getrennte Kunststoffsammlung und Verwertung im Projektgebiet ordnungsgemĂ€ĂŸ entsorgt werden, wĂ€hrend rund 1.260 t an PlastikmĂŒll vor allem durch Littering in die Umwelt gelangen. Davon werden etwa 890 t KSA durch öffentliche Reinigungsmaßnahmen (z.B. Straßenreinigung) bzw. 200 t durch freiwillige SammelaktivitĂ€ten (wie Flurreinigungsaktionen, etc.) erfasst, rund 170 t verbleiben jĂ€hrlich in der fluvialen und terrestrischen Umgebung. Als relevante Verschmutzungsquellen konnten die Haushalte (62 Gew.- %), die Binnenschifffahrt (17 Gew.-%) und der Bausektor (12 Gew.-%) identifiziert warden.

Dynamische Sammlung – Learnings und Potentiale
© Lehrstuhl fĂŒr Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der MontanuniversitĂ€t Leoben (11/2022)
JĂ€hrlich fallen in Österreich rund 270.000 Tonnen Altglas an (Austria Glas Recycling, o. D.). Den Großteil tragen dabei die privaten Haushalte bei. Zu den Erfolgsgeheimnissen der Österreichischen Sammelbetriebe zĂ€hlt das etablierte flĂ€chendeckende Sammelsystem, das von Austria Glas Recycling, Kommunen und der Entsorgungswirtschaft stĂ€ndig optimiert und auf die regionalen BedĂŒrfnisse angepasst wird. Seit 2020 ist hierbei eine Logistikplattform, das so genannte Smart Collection Portal, in einigen Pilotregionen im Einsatz.

Grenzen der getrennten Sammlung
© Lehrstuhl fĂŒr Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der MontanuniversitĂ€t Leoben (11/2022)
Die getrennte Sammlung von AbfĂ€llen gilt als die Voraussetzung fĂŒr die stoffliche Verwertung der so erfassten AbfĂ€lle. Dabei ist diese TĂ€tigkeit eigentlich ein unbezahlter Beitrag der Bevölkerung fĂŒr Aufgaben, fĂŒr deren Erledigung in erster Linie die Öffentliche Hand zustĂ€ndig ist. Diese Leistung war so lange notwendig, so lange die Technik nicht in der Lage war, die AbfĂ€lle aus einem Gemisch entsprechend sortenrein auszusortieren. Heute ist die Technik weiterentwickelt, gleichzeitig ist die Bevölkerung - vor allem in GroßstĂ€dten - zur bedingungslosen Abfalltrennung nicht mehr bereit. Am Beispiel der Stadt Wien wird gezeigt, welche Wege möglich wĂ€ren, aber auch, was sich in der Gesetzgebung der EU und des Bundes Ă€ndern mĂŒsste, damit die getrennte Sammlung nicht als Eine reine "BeschĂ€ftigungstherapie" bleibt und dem Gedanken der Abfallverwertung trotzdem voll entsprochen wird.

Sensorbasierte Sortierung mineralischer AbfÀlle und Rohstoffe
© Lehrstuhl fĂŒr Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der MontanuniversitĂ€t Leoben (11/2022)
Der Freifallsortierer „Apollo“ stellt in Anlehnung an die von Pretz und Julius (Pretz & Julius 2008) eingefĂŒhrte Einteilung eine „Rinnenmaschine“ dar. Eine Schwingförderrinne dient zunĂ€chst der Vereinzelung und gleichmĂ€ĂŸigen Verteilung des aufgegebenen Rezyklates ĂŒber die gesamte Arbeitsbreite des Sortierers von 600 mm. Von dort gelangt das Material in die Ebene „Sortiermaschine“. Die Identifizierung erfolgt am freifallenden Stoffstrom, wobei Farberkennung und hyperspektrale Nahinfrarot (NIR)-Technologie einzeln agieren oder miteinander gekoppelt sind. Beidseitig zum Stoffstrom angeordnete Sensoren erfassen jeweils zwei gegenĂŒberliegende PartikelflĂ€chen. In AbhĂ€ngigkeit vom Ergebnis der Bemusterung werden die Partikel in der Ebene „Materialaustrag“ entweder mittels Druckluft als „Reject“ ausgetragen oder verlassen den Sortierer im freien Fall als „Accept“.

RecyclingfÀhigkeit von Verpackungen: Ziele, Bewertung & Grenzen
© Lehrstuhl fĂŒr Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der MontanuniversitĂ€t Leoben (11/2022)
Steigende gesetzliche Anforderungen an den Umfang und die QualitĂ€t des Recyclings von Wertstoffen im Generellen und von VerpackungsabfĂ€llen im Besonderen, sind ein wichtiges Instrument zur Schonung von Ressourcen und zum Schließen von StoffkreislĂ€ufen. So wurden beispielsweise in Deutschland, im Rahmen des Verpackungsgesetzes (VerpackG), die Quoten fĂŒr das werkstoffliche Recycling von Verpackungen aus Kunststoffen in zwei Stufen von 36 % im Jahr 2018 bis auf 63 % ab dem Jahr 2022 deutlich erhöht. In Österreich ist dies Ă€hnlich. Die Verpackungsverordnung verpflichtet die Sammel- und Verwertungssysteme fĂŒr Kunststoffverpackungen aus Haushalten ab dem Jahr 2023 zu einer Recyclingquote von mindestens 50 % und ab dem Jahr 2024 von 55 %.

Deep Learning basiertes Sortieren von Aluminiumschrott auf Grundlage von Röntgentransmissionsdaten
© Lehrstuhl fĂŒr Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der MontanuniversitĂ€t Leoben (11/2022)
Eine gesicherte VerfĂŒgbarkeit an Rohstoffen fĂŒr die Industrie und die zunehmende Verknappung an Rohmaterialien bestĂ€rken die Ziele der Kreislaufwirtschaft und rĂŒcken den Einsatz von SekundĂ€rrohstoffen stĂ€rker in den Fokus. Ein Teil der Kreislaufwirtschaft ist die Recyclingindustrie, durch die es möglich wird, effizient und nachhaltig die enthaltenen Materialien in AltgerĂ€ten zur Wiederverwertung aufzubereiten und die VerfĂŒgbarkeit von SekundĂ€rrohstoffen zu sichern.

Entwicklung einer Bewertungsmethode zur eindeutigen Validierung der Maschinenleistung
© Lehrstuhl fĂŒr Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der MontanuniversitĂ€t Leoben (11/2022)
Ehrgeizige Recyclingziele von Siedlungs-, und VerpackungsabfĂ€llen sind Teil des Pakets zur Kreislaufwirtschaft der EuropĂ€ischen Union (Sarc & Pomberger 2021). Dieses Bestreben bringt jedoch Herausforderungen mit sich, da es sich bei SiedlungsabfĂ€llen um heterogene Abfallströme handelt, welche in Zusammensetzung und KorngrĂ¶ĂŸe sehr variabel sind. Ein Lösungsansatz ist die Entwicklung international anerkannter PrĂŒf- und Bewertungsmethoden zur eindeutigen Validierung der Maschinenleistung bis hin zur EinfĂŒhrung standardisierter Prozesse und der Errichtung einer Smart Waste Factory.

Bewertung der RecyclingfÀhigkeit von ElektroaltgerÀten: Ein praxisbezogenes Modell
© Lehrstuhl fĂŒr Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der MontanuniversitĂ€t Leoben (11/2022)
Die Bedeutung von ElektrogerÀten nimmt im Zuge der fortschreitenden Digitalisierung immer weiter zu. Dies ist anhand der steigenden Sammelmengen von Elektro- und ElektronikaltgerÀten (EAG) nach dem TÀtigkeitsbericht der ElektroaltgerÀte Koordinierungsstelle 2020 (kurz EAK) auch in der Abfallwirtschaft ersichtlich. Jedoch werden nach SchÀtzungen von Eurostat (EuropÀische Kommission, 2020) nur 40 % der EAG in der EU recycelt.

Abfallart-Zuordnung von Schlacken aus der Siedlungsabfallverbrennung nach ihrer Aufbereitung
© Lexxion Verlagsgesellschaft mbH (9/2022)
Bei der Verbrennung von SiedlungsabfĂ€llen in HausmĂŒllverbrennungsanlagen (HMV-Anlagen) fallen verschiedene Reststoffe an, u.a. Aschen, die hĂ€ufig als Schlacken oder aufgrund ihrer Herkunft auch als HMV-Schlacken bezeichnet werden.

Die neue Ersatzbaustoffverordnung
© Lexxion Verlagsgesellschaft mbH (7/2022)
Anforderungen an die gĂŒteĂŒberwachte Herstellung mineralischer Ersatzbaustoffe in Aufbereitungsanlagen (Teil 1)

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