Schließung von StoffkreislĂ€ufen durch Separation von Kupferlegierungen mittels Röntgenfluoreszenz-Sortiersystemen
© Lehrstuhl fĂŒr Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der MontanuniversitĂ€t Leoben (11/2022)
Steigende Rohstoff- und Energiepreise, ExportabhĂ€ngigkeiten und Versorgungsrisiken bestĂ€rken aus ökonomischer und rohstoffpolitischer Sicht das Bestreben nach einem effizienteren Umgang mit Ressourcen (BMU 2020). Insbesondere der Ausbau der Sektoren erneuerbare Energien und E-MobilitĂ€t wird in den nĂ€chsten Jahren zu einer ĂŒberproportionalen Nachfrage nach Kupferwerkstoffen fĂŒhren (Elshaki et al. 2016). GegenĂŒber PrimĂ€rkupfer, dessen Gewinnung aufgrund stetig sinkender Erzgehalte immer aufwendiger wird (Rötzer 2021), stellt das Recycling von Kupfer- und Kupferlegierungsschrotten hier eine wesentlich umweltfreundlichere Alternative fĂŒr die metallerzeugende Industrie dar.

Verbesserung der SammelqualitÀt biogener AbfÀlle
© Lehrstuhl fĂŒr Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der MontanuniversitĂ€t Leoben (11/2022)
Der Kunststoffanfall in biogenen AbfĂ€llen gefĂ€hrdet immer mehr die Verwertung biogener AbfĂ€lle zu Kompost als DĂŒnger und Bodenverbesserer, die eine tragende SĂ€ule der modernen Kreislaufwirtschaft ist. Beschwerden ĂŒber den sichtbaren Kunststoffgehalt in Kompost nehmen stark zu. Als Folge davon sinken die Vermarktungserlöse fĂŒr Kompost, wodurch die Übergabekosten der Kommunen an die Kompostierer steigen und RĂŒckweisungen zu stark störstoffbehafteter Chargen an die Kommunen erfolgen. In der Steiermark haben beispielsweise einzelne Kompostierer ihre ÜbernahmevertrĂ€ge mit Kommunen aufgrund der hohen Störstoffbelastungen gekĂŒndigt. Fallweise mĂŒssen sich die Kommunen zumindest verpflichten, aussortierte Kunststoffe vom Kompostierer zurĂŒckzunehmen, was zusĂ€tzlich steigende Kosten verursacht.

Grenzen der getrennten Sammlung
© Lehrstuhl fĂŒr Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der MontanuniversitĂ€t Leoben (11/2022)
Die getrennte Sammlung von AbfĂ€llen gilt als die Voraussetzung fĂŒr die stoffliche Verwertung der so erfassten AbfĂ€lle. Dabei ist diese TĂ€tigkeit eigentlich ein unbezahlter Beitrag der Bevölkerung fĂŒr Aufgaben, fĂŒr deren Erledigung in erster Linie die Öffentliche Hand zustĂ€ndig ist. Diese Leistung war so lange notwendig, so lange die Technik nicht in der Lage war, die AbfĂ€lle aus einem Gemisch entsprechend sortenrein auszusortieren. Heute ist die Technik weiterentwickelt, gleichzeitig ist die Bevölkerung - vor allem in GroßstĂ€dten - zur bedingungslosen Abfalltrennung nicht mehr bereit. Am Beispiel der Stadt Wien wird gezeigt, welche Wege möglich wĂ€ren, aber auch, was sich in der Gesetzgebung der EU und des Bundes Ă€ndern mĂŒsste, damit die getrennte Sammlung nicht als Eine reine "BeschĂ€ftigungstherapie" bleibt und dem Gedanken der Abfallverwertung trotzdem voll entsprochen wird.

AVV-Novelle: Evaluierung der QualitÀtssicherung von Ersatzbrennstoffen und Ersatzbrennstoffprodukten
© Lehrstuhl fĂŒr Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der MontanuniversitĂ€t Leoben (11/2022)
Im Zuge der Novellierung der bestehenden Abfallverbrennungsverordnung (AVV, 2002) wurde der Lehrstuhl fĂŒr Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft (AVAW) mit einer Evaluierung der Vorgaben fĂŒr die QualitĂ€tssicherung von Ersatzbrennstoffen (EBS) und Ersatzbrennstoffprodukten (Anlagen 8 und 9) betraut. Neben eigenen Erkenntnissen des AVAW sollten Erfahrungen, Daten und Feedback von den fĂŒr die AVV relevanten Stakeholdern (Zementwerke, andere Mitverbrennungsanlagen, Ersatzbrennstoffhersteller, Genehmigungsbehörden/ Landesregierungen, befugte Fachpersonen/Fachanstalten) eingeholt werden und die RĂŒckmeldungen in anonymisierter Form aufbereitet werden.

Konzepte zur Kreislaufwirtschaft in EuropÀischen StÀdten
© Lehrstuhl fĂŒr Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der MontanuniversitĂ€t Leoben (11/2022)
Mit dem Kreislaufwirtschaftspaket der EuropĂ€ischen Union werden erhebliche VerĂ€nderungen in der Sammlung und Behandlung von SiedlungsabfĂ€llen erforderlich werden. Je nach Siedlungsstruktur stellen sich unterschiedliche Anforderungen. FĂŒr die Entwicklung der Abfallwirtschaft in der Stadt Wien ist ein Austausch mit vergleichbaren StĂ€dten hinsichtlich der bereits gesetzten Maßnahmen und Erfolge sowie der geplanten Maßnahmen von großem Interesse.

Green Deal im Wackersdorfer Revier – wie vor 40 Jahren der Kohleausstieg gelang
© Lehrstuhl fĂŒr Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der MontanuniversitĂ€t Leoben (11/2022)
Die MĂŒllverbrennungsanlage Schwandorf ersetzte ein Braunkohleheizkraftwerk zur industriellen Energieversorgung. Zudem werden Strom und FernwĂ€rme ins öffentliche Netz eingespeist. Dies war Grund genug, im JubilĂ€umsjahr eine RĂŒckschau auf 40 Jahre Klimaschutz zu werfen und die Effekte zu quantifizieren.

Re-Use AktivitĂ€ten des Landes Steiermark als Motor fĂŒr die Kreislaufwirtschaft
© Lehrstuhl fĂŒr Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der MontanuniversitĂ€t Leoben (11/2022)
„Re-Use“, der umgangssprachlich genutzte, englische Begriff sowohl fĂŒr die Wiederverwendung von Produkten als auch fĂŒr die Vorbereitung zur Wiederverwendung von AbfĂ€llen, trĂ€gt wesentlich zu Abfallvermeidung und Ressourcenschonung bei. Re-Use wird daher zu Recht als Motor fĂŒr die Kreislaufwirtschaft betrachtet. Die Wiederverwendung sowie alle dazu notwendigen Prozesse (z.B. Sammlung, Transport, Vorbereitung und Vertrieb), welche die wiederholte Nutzung von Produkten ermöglichen, sollten daher verstĂ€rkt in den Fokus der Kreislaufwirtschaft gerĂŒckt werden.

Bestandsnutzung und BrachflĂ€chenrecycling vs. GrĂŒne Wiese - Vorteile und Risikominimierungsoptionen
© Lehrstuhl fĂŒr Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der MontanuniversitĂ€t Leoben (11/2022)
Die FlĂ€cheninanspruchnahme, darunter ist die Verbauung von biologisch produktivem Boden zu verstehen, stellt in Österreich ein wachsendes ökonomisches und ökologisches Problem dar. Die Auswirkungen zeigen sich einerseits im Verlust der biologischen Bodenfunktion sowie der ProduktivitĂ€t des Bodens, aber auch in der BeeintrĂ€chtigung der biologischen Vielfalt und der StaubbindefĂ€higkeit, dem vermehrten Hochwasserrisiko und der VerĂ€nderung des Mikroklimas, da versiegelte Böden aufgrund der verringerten VerdunstungsfĂ€higkeit lokal zu einem Temperaturanstieg fĂŒhren. Abb. 1 zeigt die Entwicklung der FlĂ€cheninanspruchnahme / Versiegelung seit 2001.

Papier oder Bioplastik? GegenĂŒberstellung zweier Vorsammelhilfen fĂŒr biogene AbfĂ€lle
© Lehrstuhl fĂŒr Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der MontanuniversitĂ€t Leoben (11/2022)
Im Rahmen der Arbeit von Paul Demschar und Josef Adam wurden zwei Versuche durchgefĂŒhrt. Eine hĂ€usliche Projektstudie zur Erhebung subjektiver Sichtweisen und daraus ein Vergleich von Vorsammelhilfen aus Papier und kompostierbarem Kunststoff aus Sicht der Konsumenten. Den zweiten Versuch stellte ein Verdunstungsversuch dar. Dieser lieferte objektive Werte darĂŒber, bei welcher Vorsammelhilfe der grĂ¶ĂŸte Gewichtsverlust in Folge von Verdunstung auftritt. ZusĂ€tzlich wurde eine Marktrecherche durchgefĂŒhrt, um das Angebot an Vorsammelhilfen fĂŒr biogene AbfĂ€lle im lokalen Handel abzubilden und die Preisstruktur der verschiedenen BioabfallsĂ€cke herauszuarbeiten.

Optimierte kommunale Erfassung von ElektroaltgerÀten, Lithium-Jonen Akkus und Waren zur Wiederverwendung
© Lehrstuhl fĂŒr Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der MontanuniversitĂ€t Leoben (11/2022)
Die Idee, ElektrogerĂ€te ĂŒberdacht am Annahmetisch anzunehmen sowie gut erhaltene Dinge aus dem Abfallstrom zu retten und fĂŒr die Wiederverwendung zu erhalten, wurde im Modellprojekt Dasing realisiert. Alle Beteiligten im Landkreis Aichach-Friedberg, von Politik bis Presse, von den Mitarbeiter:innen bis zu den Besucher:innen der Wertstoffhöfe sind mit der Materie vertraut und der Umsetzung mehr als zufrieden.

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