Qualitative und quantitative Analyse von gemischten Kunststoffabfällen© Lehrstuhl fĂĽr Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der Montanuniversität Leoben (11/2022)
Mit dem im Jahr 2019 beschlossenen „Green Deal“ fordert die Europäische Union von seinen Mitgliedsstaaten, dass bis zum Jahr 2030 mindestens 55 % der anfallenden Kunststoffverpackungsabfälle recycelt werden (Lumpe & Rossig 2021). An die Aufbereitung und Sortierung von gemischten Kunststoffabfällen resultieren daraus hohe Anforderungen, da nur bei einer entsprechenden Reinheit der Rezyklate ein höherwertiges werkstoffliches Recycling überhaupt erst möglich wird. Zur Bewertung der gewonnenen Sortierprodukte ist es somit erforderlich, deren qualitative und quantitative Zusammensetzung zu bestimmen.
PFAS im Altlastenbereich – Erfahrungen aus Europa und Ă–sterreich© Lehrstuhl fĂĽr Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der Montanuniversität Leoben (11/2022)
Per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen (PFAS) sind eine Gruppe synthetischer,
persistenter organischer Schadstoffe, die aufgrund ihrer breiten Anwendungsmöglichkeiten und ihrer stofflichen Eigenschaften ubiquitär in der Umwelt vorkommen. In den vergangenen beiden Jahrzehnten wurden in Europa zahlreiche PFAS-Verunreinigungen in Böden und Gewässern identifiziert. Zu den wichtigsten Eintragsquellen zählen die PFAS-produzierende Industrie, die Ausbringung von Reststoffen der Abwassereinigung, die Verwendung PFAS-hältiger Feuerlöschschäume, sowie diffuse atmosphärische Deposition. In Österreich wurden in jüngster Zeit mehrere Monitoring-Programme und Studien zu der Thematik durchgeführt. Auf Basis der Ergebnisse wurden in der Folge zwei Fälle im Detail untersucht, bei denen es durch die Verwendung von Löschschäumen zu weitreichenden Grundwasserverunreinigungen gekommen ist.
Kunststoffe im Kompost – Praxisversuch zur Bestimmung der Polymerzugehörigkeit© Witzenhausen-Institut fĂĽr Abfall, Umwelt und Energie GmbH (10/2021)
In einem Praxistest wurden Komposte aus acht verschiedenen Bioabfallbehandlungsanlagen mit vorgeschalteter Vergärungsstufe untersucht. Insgesamt wurden zehn Komposte (jeweils mit dreifacher Wiederholung) untersucht. Hierbei sollten Folienkunststoffe und insbesondere BAW-Folienpartikel identifiziert werden. Die Kunststoffpolymergruppenbestimmungen wurden von der Universität Bayreuth durchgeführt.
Leitfaden zu einem Qualitätsmanagement der sortenreinen Bioguterfassung© Witzenhausen-Institut fĂĽr Abfall, Umwelt und Energie GmbH (10/2021)
Biotonneninhalte weisen immer häufiger Fremdstoffgehalte auf, die eine Eignung zur Erzeugung hochwertiger Dünger einschränken oder sogar verunmöglichen. Die sortenreine Bioguterfassung ist offensichtlich kein Selbstläufer. Die BGK plädiert bei der getrennten Sammlung daher für ein gezieltes Qualitätsmanagement. Sie hat dazu eine „Orientierungshilfe für qualitätssteigernde Maßnahmen“ erstellen lassen. Die wesentlichen Aspekte werden in diesem Beitrag dargestellt.
Aktuelle Herausforderungen und Perspektiven fĂĽr die Kompostwirtschaft© Witzenhausen-Institut fĂĽr Abfall, Umwelt und Energie GmbH (10/2021)
Die Bioabfallwirtschaft hat sich als zentrale Säule der modernen Kreislaufwirtschaft etabliert. Natur- und Umweltverbände wie der NABU und die DUH fordern einen Ausbau der getrennten Erfassung von Bioabfällen.
Können Fremdstoffe bei der Biogutbehandlung wirksam entfernt werden?© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (3/2020)
Fremdstoffe, insbesondere Fragmente von Folien und Glas, sind wesentliche Hemmnisse fĂĽr die Vermarktung von Komposten aus Biogut. Deshalb ist auf den Behandlungsanlagen ein gezieltes Fremdstoffmanagement notwendig, dessen Erfolg im Wesentlichen von der technischen Ausstattung und dem praktischen Betrieb der Anlage bestimmt wird.
Qualitätsmanagement von Bioabfall und Kompost – Erfolgreiche MaĂźnahmen zur Reduzierung von Fremdstoffgehalten© Witzenhausen-Institut fĂĽr Abfall, Umwelt und Energie GmbH (11/2019)
Die Entsorgungswirtschaft Soest GmbH hat im Jahr 2016 die „Qualitätsoffensive Bioabfälle“ gestartet. Nach Überzeugung der Kommunen und entsprechender Anpassungen der Abfallsatzungen werden seit Anfang 2017 regelmäßig Kontrollen bei der Abfuhr der Biotonnen durchgeführt. Durch eine konsequente Umsetzung in allen Kommunen und einer begleitenden Öffentlichkeitsarbeit fand ein Umdenken der Bürger und Bürgerinnen statt. Die schon im ersten Jahr erzielte Qualität des Bördekomposts liegt weit unter den relevanten Grenzwerten der Bundesgütegemeinschaft Kompost (BGK). Um die Qualität langfristig zu sichern, sind regelmäßige Kontrollen notwendig. Die Beteiligung an der Kampagne #wirfuerbio unterstützt die Öffentlichkeitsarbeit.
Hochwertige Verwertung© Rhombos-Verlag (9/2019)
Wirkungsvolle Anforderungen an die Behandlung von Elektroaltgeräten helfen, Rohstoffe im Kreislauf zu führen und Schadstoffe auszuschleusen
Biologisch abbaubare Werkstoffe (BAW) und Mikrokunststoffe – Problem oder Lösung?© Witzenhausen-Institut fĂĽr Abfall, Umwelt und Energie GmbH (11/2018)
Zertifiziert biologisch abbaubare Werkstoffe (BAW) werden aufgrund ihrer chemischen Struktur in industriellen Kompostieranlagen vollständig durch natürlich vorkommende Mikroorganismen zu Kohlendioxid und Biomasse abgebaut. Durch den vollständigen biologischen Abbau verbleibt kein Mikroplastik im Kompost. Der Einsatz von BAW-Beuteln kann zu einer Verringerung der Fehlwurfrate beitragen, da weniger nicht-abbaubare, konventionelle Beutel zur Sammlung von organischen Abfällen im Haushalt verwendet werden. Somit leisten BAW einen Beitrag bei der Vermeidung von Mikroplastikpartikeln im Kompost.