Störstoffmanagement in biogenen Abfällen
© Wasteconsult International (5/2017)
St√∂rstoffe in biogenen Abf√§llen begleiten die Abfallwirtschaft seit Beginn der getrennten Sammlung vor etwa 25 Jahren, z.B. im √∂sterreichischen Bundesland Steiermark seit 1989. Da biogene Abf√§lle innerhalb der Siedlungsabf√§lle die gr√∂√üte Wertstofffraktion darstellen, ist f√ľr diese Abfallfraktion zur Erh√∂hung von Recyclingquoten in Siedlungsabf√§llen vielerorts in Europa eine Zunahme der getrennten Erfassung zu erwarten. Damit steigt aber auch die St√∂rstoff-Problematik aller Marktteilnehmer.

Rechtliche Rahmenbedingungen des EEG 2017 f√ľr Abfallverg√§rungsanlagen
© Wasteconsult International (5/2017)
Am 01. Januar 2017 ist das EEG 2017 in Kraft getreten. Der Mechanismus zur Verg√ľtung von Strom aus erneuerbaren Energien ist damit erstmals seit in Kraft treten des EEGs im Jahr 2000 von einem System der Festverg√ľtung auf ein Ausschreibungssystem umgestellt. Die neuen Anforderungen stellen sowohl Anlagenbetreiber als auch an der Umsetzung beteiligte Beh√∂rden vor v√∂llig neue Herausforderungen.

Entsorgung von biogenen Abfallfraktionen in der VR China
© Wasteconsult International (5/2017)
China hat in den letzten Jahren gewaltige Schritte in Richtung einer nachhaltigen Abfallwirtschaft gemacht. Probleme bereiten nach wie vor die organischen Fraktionen, welche die Hauptursachen f√ľr klimarelevante Emissionen, Sickerwasser aus Deponien und Probleme bei der thermischen Behandlung sind.

Praxiserfahrungen beim Einsatz von biologisch abbaubaren Bioabfallsammelbeuteln
© Witzenhausen-Institut f√ľr Abfall, Umwelt und Energie GmbH (5/2017)
Die Verwendung von Biogutsammelbeuteln aus biologisch abbaubaren Werkstoffen (BAW-Beutel1) in Privathaushalten wird von vielen √∂ffentlich-rechtlichen Entsorgungstr√§gern (√∂rE) und Anlagenbetreibern sehr kontrovers diskutiert. In einem Praxisversuch wurde daher das Abbauverhalten von BAW-Beuteln in der gesamten Prozesskette von vier verschiedenen Biogutverg√§rungsanlagen in Deutschland untersucht. Hierbei handelt es sich um je zwei diskontinuierliche Batchverfahren sowie um zwei Pfropfenstromverfahren. Bei jeder Anlage wurden die anlagenspezifische Aufbereitung sowie die spezifische Aerobisierung/Intensivrotte und Nachrotte ber√ľcksichtigt. Am Ende der Nachrotte und der anlagen√ľblichen Behandlungsdauer konnte bei keiner der Anlagen mehr BAW-Material in den Stichproben nachgewiesen werden, sodass das Material vollst√§ndig abgebaut war.

Neue rechtliche Herausforderungen f√ľr die Bioabfallwirtschaft ‚Äď Konsequenzen f√ľr den praktischen Betrieb
© Witzenhausen-Institut f√ľr Abfall, Umwelt und Energie GmbH (5/2017)
Zahlreiche √∂ffentlich-rechtliche Entsorgungstr√§ger kommen weiterhin nicht ihrer abfallrechtlichen Verwertungspflicht gem√§√ü ¬ß 11 Abs. 1 KrWG nach, Bioabf√§lle getrennt zu erfassen. Der erwartete Anstieg der bundesweit erfassten Mengen an Biogut ist bisher ausgeblieben. Zudem enth√§lt der Entwurf zur Novelle der D√ľngeverordnung (Stand 15.02.2017) Vorgaben, welche die spezifischen Eigenschaften von organischen D√ľngern mit hohen Anteilen an stabilen Humusverbindungen und geringen Gehalten an verf√ľgbarem Stickstoff nicht ber√ľcksichtigen. Durch die Versch√§rfung bestehender und die Einf√ľhrung neuer Anforderungen in der D√ľngeverordnung ist zu bef√ľrchten, dass die Rahmenbedingungen f√ľr die Kompostvermarktung in vielfacher Hinsicht schwieriger werden.

Trennung von Biogut mit der Doppelrotorm√ľhle ‚Äď Bedeutung f√ľr die Kaskadennutzung in energetischer und stofflicher Verwertung
© Witzenhausen-Institut f√ľr Abfall, Umwelt und Energie GmbH (5/2017)
Gemischter Bioabfall stellt in seiner saisonal und regional unterschiedlichen Zusammensetzung eine erhebliche Herausforderung f√ľr die Verarbeitung und Entsorgung dar. Die aktuell unterschiedlichen Behandlungsstrategien und deren hohe Anlagenintensit√§t in diesem Bereich der Abfallwirtschaftsbetriebe zeigen zugleich das Spektrum der M√∂glichkeiten, aber auch die aktuellen Grenzen der Nutzung von Bioabfall auf. Zus√§tzlich verengen D√ľMV-Novelle und BGK-Grenzwerte nachvollziehbar (und sinnvoll) den Vermarktungsspielraum f√ľr Biogut bzw. treiben die Qualit√§tsanforderungen f√ľr D√ľngemittelherstellung und Erdenwirtschaft nach oben.

Nahrungs- und K√ľchenabf√§lle ‚Äď Potenziale, Nutzung und Auswirkungen auf die Prozesskette Biogutverwertung (Forschungsvorhaben Bio-OPTI)
© Witzenhausen-Institut f√ľr Abfall, Umwelt und Energie GmbH (5/2017)
Im Forschungsvorhaben Bio-OPTI wurden Optimierungsans√§tze zur Getrennterfassung von Nahrungs- und K√ľchenabf√§llen (NuK) privater Haushalte sowie zu deren Verwertung in integrierten Verg√§rungs- und Kompostierungsanlagen entwickelt. Das Gesamtpotenzial von NuK in Deutschland wurde auf rund 80 kg/E*a gesch√§tzt, von denen lediglich 20 % bereits √ľber die Biotonne erfasst werden. Daneben wurde die Erfassung von NuK in privaten Haushalten und durch die √∂ffentlich-rechtlichen Entsorgungstr√§ger (√∂rE) umfangreich dokumentiert und analysiert.

EEG 2017 in der abfallwirtschaftlichen Praxis ‚Äď Chancen f√ľr Bio- und Gr√ľngutverwertungsanlagen
© Witzenhausen-Institut f√ľr Abfall, Umwelt und Energie GmbH (5/2017)
Zum 1. Januar 2017 trat das erst 2014 letztmalig novellierte ‚ÄěGesetz f√ľr den Ausbau erneuerbarer Energien (Erneuerbare-Energien-Gesetz ‚Äď EEG 2017)‚Äú in Kraft. W√§hrend bislang die Produzenten von Strom aus erneuerbaren Energien f√ľr jede Kilowattstunde einen festgeschriebenen Verg√ľtungssatz erhielten, wird ab 2017, auch f√ľr biogene Abfallstoffe, die H√∂he der Verg√ľtung (bzw. der Marktpr√§mie) im Rahmen eines Ausschreibungsverfahrens ermittelt. Unter monet√§ren Gesichtspunkten muss, nach Einsch√§tzung des Witzenhausen-Instituts, die Teilnahmepflicht am Ausschreibungsverfahren zur Ermittlung der Verg√ľtungsh√∂he f√ľr Abfallanlagen keine wesentliche Verschlechterung darstellen. Sehr nachteilig, insbesondere im kommunalen Umfeld, ist die Planungsunsicherheit, da die Verg√ľtung f√ľr den erzeugten Strom erst zu einem relativ sp√§ten Zeitpunkt im Planungsverfahren endg√ľltig feststeht. Bis zu diesem Zeitpunkt sind Vorleistungen in einer Gr√∂√üenordnung von mehreren hunderttausend Euro zu leisten.

Sensorgest√ľtzte Technologien zur Fremdstoffentfrachtung von Biogut und Komposten
© Witzenhausen-Institut f√ľr Abfall, Umwelt und Energie GmbH (5/2017)
St√∂rstoffe, wie Kunststoffe, Glas, KSP, Knochen oder Metalle, innerhalb der organischen Fraktionen f√ľhren bei weiteren aeroben oder anaeroben Behandlungsverfahren zu erheblichen Herausforderungen.

Innovative Sortier- und Aufbereitungstechnologien f√ľr Biogut und Komposte
© Witzenhausen-Institut f√ľr Abfall, Umwelt und Energie GmbH (5/2017)
Die Aufbereitungstechnik f√ľr Biogut und Kompost wurde seit Beginn der 1970er Jahre stetig entwickelt und an die Einsatzbedingungen angepasst. Ein breiter Markt mit mehr als 1.000 Akteuren sorgt f√ľr stetige Nachfrage und die M√∂glichkeit, verbesserte Technologie erproben und vermarkten zu k√∂nnen. Innovation findet damit kontinuierlich statt, wobei traditionelle Techniken zur Sortentrennung nach wie vor ihren Platz haben. Sp√ľrbare Entwicklungsfortschritte wurden insbesondere in der Aufschlusstechnik und der Siebklassierung erzielt. Hier besteht heute die M√∂glichkeit, flexibler auf wechselnde Rohstoffbedingungen im Eingang von Kompostierungsanlagen reagieren zu k√∂nnen und damit gleichm√§√üiger f√ľr die biologischen Prozesse zu konditionieren. Moderne Sortiertechnologie, wie die sensorgest√ľtzte Sortierung, hat sowohl aus rohstofflichen als auch √∂konomischen Gr√ľnden bisher noch nicht Eingang in die Praxis der Biogut- und Kompostaufbereitung gefunden.

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Physikalische und biologische
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