Wirtschaftliche Motive fĂŒr Ein- und Mehrwegverpackungen
© Lehrstuhl fĂŒr Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der MontanuniversitĂ€t Leoben (11/2020)
Warum sollte eine Volkswirtschaft fĂŒr GetrĂ€nkeverpackungen Mehrweggebinde be-vorzugen? GetrĂ€nkeverpackungen stehen dabei wegen ihrer AlltĂ€glichkeit im Mittelpunkt der Diskussion (Hauer et al. 2020, Runder Tisch 2020). Die im Vergleich zu anderen Kunststoffprodukten geringe Werkstoffvielfalt erlaubt meist eine verhĂ€ltnismĂ€ĂŸig einfache KreislauffĂŒhrung ĂŒber die Abfallwirtschaft durch Sortierung und Recycling. Das aufwendige Sammeln, Sortieren und Recycling von PET fĂŒhrt selbst in abfallwirtschaftlich hochentwickelten LĂ€ndern wie Österreich zu einer Kreislaufquote von gerade einmal 14 % in dasselbe Produkt Einwegflasche (eigene Berechnungen). Damit kommt dem Material PET gerade einmal eine 1,3-fache Verwendung zu. Schon Eine zweite Nutzung im Sinne von Mehrweg wĂ€re bereits ressourcenschonender.

Abbaubare Kunststoffe unter nicht optimierten Umweltbedingungen
© Lehrstuhl fĂŒr Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der MontanuniversitĂ€t Leoben (11/2020)
Plastik in der Umwelt hat sich zu einem der bedeutendsten und am meisten wahrgenommenen Umweltprobleme entwickelt. Viele Bestrebungen, etwa das Verbot von Einwegkunststoffen, höhere Kunststoffrecyclingraten oder Biokunststoffe, versuchen dieses Problem zu lösen. Doch gerade Biokunststoffe werden sehr kontrovers diskutiert. Der Zerfall von Kunststoffen in Fragmente und die biologische Abbaubarkeit hĂ€ngen stark von den Umgebungsbedingungen des Kunststoffes ab. Kompostierbare Kunststoffe werden also nicht zwangslĂ€ufig ebenso gut in GewĂ€ssern abgebaut. Über Zeitdauer von Zerfall und biologischen Abbau kompostierbarer Kunststoffe in natĂŒrlichen GewĂ€ssern sind kaum Informationen vorhanden. Heimkompostierbare und EN13432 zertifizierte Kunststoffe wurden fĂŒr 4,5 bzw. 10 Monaten in ei-nen Gartenteich gehĂ€ngt und untersucht. Es wurde kein Zerfall oder Abbau beobachtet.

Nachhaltige Verpackungen – Materialeffizienz anhand Vorbild Natur?!
© Lehrstuhl fĂŒr Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der MontanuniversitĂ€t Leoben (11/2020)
In Österreich fallen jĂ€hrlich rund 1,34 Millionen Tonnen VerpackungsabfĂ€lle an, davon entfallen 22 % auf Kunststoffverpackungen. Die Menge dieser ist von 2011 bis 2016 um circa 10 % gestiegen (BMK, 2020).

Mechanische Abfallbehandlungsanlage der Zukunft
© Lehrstuhl fĂŒr Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der MontanuniversitĂ€t Leoben (11/2020)
Um die Digitalisierung in den Abfallbehandlungsanlagen vorantreiben zu können, muss zunĂ€chst ein tieferes VerstĂ€ndnis ĂŒber das Verhalten von Abfallbehandlungsmaschinen als auch ĂŒber das zu verarbeitende Material erlangt werden. Die Kenntnis wie sich Maschinen und Stoffströme gegenseitig beeinflussen, ist eine notwendige Voraussetzung zur sensorischen Überwachung dieser, und in weiterer Folge zur dynamischen Steuerung dieser Abfallbehandlungsanlagen.

ÜberfĂŒhrung eines nass-mechanischen Aufbereitungsverfahrens fĂŒr Altkunststoffe in den Pilotmaßstab
© Lehrstuhl fĂŒr Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der MontanuniversitĂ€t Leoben (11/2020)
Im gegenstĂ€ndlichen Beitrag wird ein Bogen ĂŒber mehr als zehn Jahre Forschung der LehrstĂŒhle fĂŒr Verfahrenstechnik des industriellen Umweltschutzes (VTIU), Aufbereitung und Veredlung (AuV) sowie Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft (AVAW) und industriellen Partnern im Bereich des chemischen Recyclings von Altkunststoffen gespannt.

Steigerung der Recyclingquoten fĂŒr Kunststoffverpackungen – Wege und ihre Potenziale
© Lehrstuhl fĂŒr Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der MontanuniversitĂ€t Leoben (11/2020)
FĂŒr diesen Beitrag wurde im Rahmen einer Masterarbeit untersucht, mithilfe welcher Konzepte Österreichs Abfallwirtschaftsunternehmen in der Lage sein werden, die Erreichung der von der EU festgelegten gesteigerten Recyclingraten fĂŒr KunststoffverpackungsabfĂ€lle zu gewĂ€hrleisten.

Über theoretische und reale RecyclingfĂ€higkeit
© Lehrstuhl fĂŒr Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der MontanuniversitĂ€t Leoben (11/2020)
ZukĂŒnftig sollten die RecyclingfĂ€higkeit neu definieret werden. Erkennbarkeit und SortierfĂ€higkeit, aber auch die Eignung der Sammelsysteme sind un-bedingt zu berĂŒcksichtigen.

Auswirkung von optimierter Verpackung auf das Lebensmittelabfallvermeidungspotential bei Konsumenten
© Lehrstuhl fĂŒr Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der MontanuniversitĂ€t Leoben (11/2020)
Lebensmittel- und KunststoffabfĂ€lle werden von Umwelt- und Verbraucherorganisationen als große wirtschaftliche, ökologische und gesellschaftliche Herausforderungen genannt. Oft wird die Funktion der Verpackung bei derartigen Betrachtungen außer Acht gelassen.

Sortierung und Recycling von KunststoffabfĂ€llen in Österreich: Status 2019
© Lehrstuhl fĂŒr Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der MontanuniversitĂ€t Leoben (11/2020)
Im Jahr 2015 veröffentlichte die EuropĂ€ische Kommission das Kreislaufwirtschaftspaket. Mit den damit verbundenen rechtlichen Rahmenbedingun-gen wurden neue Maßnahmen fĂŒr den Umgang mit Kunststoffen und KunststoffabfĂ€llen im Zusammenhang mit der Rezyklierbarkeit, der biologischen Abbaubarkeit sowie gefĂ€hrlichen Inhaltsstoffen in Kunststoffen definiert.

Erfahrungen mit der biologischen Abbaubarkeit von kompostierbaren Kaffeekapseln
© Lehrstuhl fĂŒr Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der MontanuniversitĂ€t Leoben (11/2020)
In Österreich kommen verstĂ€rkt Kaffeekapseln auf den Markt, die als „kompostierbar“ bzw. „biologisch abbaubar“ gekennzeichneten werden. Diese Entwicklung wird von Konsumenten als positiv wahrgenommen, ist jedoch aus abfallwirtschaftlicher und umwelttechnischer Sicht als kritisch zu betrachten. Denn in bisherigen Studien (van der Zee & Molenveld 2020; Rameder 2018; Shrestha et al. 2020), war die Desintegration der zumeist aus PLA bestehenden Kapseln in Labor-versuchen und in der Praxis nach den Anforderungen der EN 13432 nicht in ausrei-chendem Maße gegeben. Die bisherigen Erkenntnisse werden durch die eigenen Ergebnisse der experimentellen Untersuchungen an vier am österreichischen Markt erhĂ€ltlichen „kompostierbaren“ Kaffeekapseln nur bestĂ€tigt. Erfahrungen der österreichischen AbfallwirtschaftsverbĂ€nde zu dieser Thematik stĂŒtzen im Wesentlichen die Erkenntnis, dass die derzeitige Entwicklung in Richtung biologisch abbaubare Kunststoffe fĂŒr das Produkt Kaffeekapsel nach dem derzeitigen Stand der Erkenntnisse und Erfahrungen nicht sinnvoll erscheint.

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